Hallo zusammen,
mich beschäftigt seit einigen Tagen die Frage, warum Mikrofonmembranen
von wenigen Millimetern Durchmesser eine Richtcharakteristik haben
können.
Laut einem schlauen Mikrofonbuch erreicht man eine Niere, indem man
der Membranrückseite über ein Laufzeitglied Schall zuführt, der sich
mit dem von der Frontseite auslöscht.
Aber: Dieses Laufzeitglied kann doch dann nur bei einer ganz bestimmten
Frequenz und deren ganzzahligen Vielfachen eine Auslöschung bewirken.
Es müsste also ein Kammfiltereffekt entstehen.
Außerdem: Die Länge des Laufzeitgliedes beträgt wahrscheinlich nur
maximal wenige Zentimeter. Die Kleinste Frequenz, ab der eine
Auslöschung statt findet, würde also schon paar Tausend Herz betragen.
Zur Acht-Charakteristik.
Hier trifft Schall von beiden Seiten auf die Membran.
Warum gibt es hier nicht einen akustischen Kurzschluss wie
bei Lautsprechern? Schallwellen sollten doch ohne weiteres
um das Mikro herum auf die Rückseite ziehen können und dort
die Auslenkung der Membran durch von vorne kommenden Schall
ausgleichen?
Ein Lautsprecher ohne Gehäuse schiebt doch auch nur
Luft hin und her, erzeugt aber unterhalb einer bestimmte
Durchmesser abhängigen Frequenz keinen nennenswerten
Schall mehr.
Bitte beseitigt das Brett vor meinem Kopf
:shock:
Viele Grüße
Karl