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  4. Verstärker

Neuer ELA-Verstärker Sirus Z-Amp nach 1 Stunde Betrieb abgeraucht, Ursachenforschung

  • CMDR
  • 6. August 2026 um 09:36
  • CMDR
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    4
    • 6. August 2026 um 09:36
    • #1

    Hallo,

    ein nagelneuer Sirus Z-Amp 4.250T ist ca. eine Stunde nach erfolgreicher Inbetriebnahme (es lief also in allen Räumen Musik) mit einem Knallgeräusch, verbunden mit Auslösen des FI, abgeraucht. Erstaunlicherweise hat der Sirus keine eigene Sicherung.

    Das Gerät ist nun repariert und ich will sichergehen, keinen Fehler gemacht zu haben, damit das nicht wieder passiert. Natürlich kann auch ein Produktfehler vorliegen.

    Ersetzt wurde damit ein 30 Jahre alter ELA-Verstärker mit nachgeschalteten 2 x 3 Potis. Da der Sirus 4 Zonen kann, sollte er sowohl den Verstärker als auch die Potis ersetzen.

    Die ebenfalls sehr alte Verdrahtung bestand aus rot/weiss und schwarz/gelb, ich habe schwarz/gelb an COM und rot/weiss an 70V angeschlossen - so wie es beim alten Verstärker auch war. Wie gesagt lief auch alles, und nach einer Stunde der Knall.

    Was kann - außer einem Produktfehler - noch dazu führen, daß der Verstärker abraucht? Gibt es Fallstricke, die ich übersehen habe?

    Vielen Dank!

    Ich reiche ggf. auch Fotos nach, da ich die alte Installation genau dokumentiert habe.

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  • guma 6. August 2026 um 10:04

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • hp
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    • 6. August 2026 um 10:21
    • #2

    Was genau war denn defekt ?

    Wenn der FI fliegt hat das mit der Absicherung nichts zu tun ,

    sondern mit einem Problem bei der Isolation .

    Und 70 Volt wäre die amerikanische Norm .

    Wenn die Lautsprecher für 100V ausgelegt sind ,

    geht dadurch aber eigentlich nichts defekt .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • MatzeRockt
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    • 6. August 2026 um 10:45
    • #3
    Zitat von CMDR

    ein nagelneuer Sirus Z-Amp 4.250T ist ca. eine Stunde nach erfolgreicher Inbetriebnahme (es lief also in allen Räumen Musik) mit einem Knallgeräusch, verbunden mit Auslösen des FI, abgeraucht.

    Hallo,

    wenn das Gerät nagelneu ist, warum reparierst du das, anstatt es zum Vertrieb zurückgehen zu lassen?

    Was war denn defekt?

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • secluded
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    • 6. August 2026 um 10:47
    • #4

    Was genau ging denn kaputt, und was hast Du wie "repariert" ?

    Warum hast Du das nagelneue Gerät nicht mit der Fehlerbeschreibung zum Hersteller / Verkäufer zurück geschickt und diesen das Gerät reparieren lassen ? (Garantie ist ja bei einem nagelneuen Gerät drauf)

    Du willst jetzt sicher gehen, daß Du keinen Fehler gemacht hast beim "reparieren" und möchtest jetzt hier eine Antwort durch die Glaskugel, ob Du alles richtig gemacht hast, damit Du das Gerät wieder anschalten kannst ?

    Zitat von CMDR

    Erstaunlicherweise hat der Sirus keine eigene Sicherung.

    ...die sitzt in dem Kaltgeräteeinbaustecker mit drinne - steht sogar auf dem Verstärkergehäuse hinten drauf (über dem Einbaustecker), welche Sicherung da rein muß: T6,3AL (ist 'ne 20/5 mm Feinsicherung)

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • CMDR
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    • 6. August 2026 um 10:58
    • #5

    Der Verstärker wurde vom Händler schnell und anstandslos im Rahmen der Garantie repariert.

    Es wurde lt. Bericht das "AMP-Modul" getauscht.

    Dennoch will ich absolut sichergehen, nicht selbst zum Schaden beigetragen zu haben, und frage daher lieber nach, ob ich beim Anschluß irgendetwas übersehen haben könnte. Denn es ist schon ungewöhnlich, daß ein nagelneues Gerät so schnell kaputtgeht.

    Andererseits kann man auch nicht allzu viel falschmachen, insofern war es wahrscheinlich doch einfach nur großes Pech.

  • Jürgen Klingel
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    • 6. August 2026 um 11:11
    • #6

    ELA-Verdrahtung mal auf Erdschluss prüfen, fällt mir noch ein...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • schotte
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    • 6. August 2026 um 12:08
    • #7

    Hallo,

    den 70V Ausgang an Verstärkern nutzt man übrigens durchaus mal in 100V Netzen z.B. wenn der Verstärker für das LS-Netz zu klein ist also die 100V LS-Line zu niederohmig so das Impedanzen angepasst werden müssen.

    corn*Schotte

  • madmax
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    • 6. August 2026 um 12:21
    • Hilfreichste Antwort
    • #8

    Das Ganze sieht eher nach einem Produkt, - Bauteilfehler aus.

    Wenn das schon 'ne Stunde lief, ist es eher kein "Verdrahtungsfehler".

    Vermutlich hats einen dicken Elko im Netzteil zerlegt.

    Das knallt schon ganz ordentlich.

    Eventuell nicht genügend spannungsfest, innere Isolation beschädigt..

    "Richtige" Kurzschlüsse knallen auch mal laut, aber da fallen sämtliche Sicherungen.

    Erdschlüsse verlaufen ansich eher "leise"..

    Wenn ich derartige Sachen habe, frage ich dann schonmal beim Hersteller oder der Werkstatt nach, was da der Grund gewesen sein könnte.

    PS:

    Bei mir landet Sowas dann meist in der Bucht.. ;)

    Never stop a running System

  • hp
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    • 6. August 2026 um 13:14
    • #9

    Ja , was der schotte schreibt ist natürlich richtig .

    Möglicherweise handelt es sich ja auch um 70V LS Systeme .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • Online
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    • 6. August 2026 um 15:29
    • #10

    Das klingt sehr nach durchgeschlagenen Entstörkondensator, ansonsten gäbe es wenige Fehler welche die Auslösung des RCD/FI erklären könnte (Außer irgendwelche 'kranke' Sachen, wie Verstärker auf Netzpotential und Entkopplung über den Eingangs und Ausgangsübertrager).
    Da mehrfach die Info 'US Gerät' kam: Der Spannungswähler steht auf 230/240V?

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  • CMDR
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    • 6. August 2026 um 15:45
    • #11

    Ich habe soeben das reparierte Gerät eingebaut, und mich zu früh gefreut. Der Ton ging perfekt in allen Räumen. Doch nach ca. 60-90 Minuten Spieldauer gab es starke Rauchentwcklung, woraufhin ich das Gerät sofort ausgeschaltet habe. Es gab diesmal keinen Knall.

    Die Musik lief auch bis zum Ausschalten tadellos.

    Der Geruch des Rauches ist eigentümlich, wie verbranntes Popcorn.

    Das ist wohl wieder ein Fall für die Reparatur.

    Gibt es eigentlich Alternativen mit 4 Zonen, deren Lautstärke individuell geregelt werden kann, und mindestens 2 Eingängen?

    Danke!

    Nachtrag: Das Gerät per Aufkleber als 230V-Verion markiert, es hat keinen Umschalter.

    Die Sicherung ist in der Tat im Kaltgerätestecker; diese hat aber in beiden Fällen nicht ausgelöst.

    Nachtrag2: ich habe ihn nach 30 Minuten wieder eingeschaltet, und er funktioniert noch. Das Problem scheint immer erst nach einer gewissen Betriebsdauer aufzutreten. Natürlich ist ringsum genug Platz; Überhitzung kann es nicht sein.

    sirus2.jpg

  • floger
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    • 6. August 2026 um 16:00
    • #12

    Also wenn es bei so viel Rauch noch funktioniert, dann ist es ein Elko im Netzteil.

    Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten:

    1. Das Gerät ist falsch gelabelt und ist ein 120V Gerät. Allerdings sollte das dann früher und spektakulärer aussteigen.

    2. An deiner Versorgung stimmt was nicht. Hast du eine Nullpunktverschiebung und dadurch eine zu hohe Spannung?

  • funkbrother
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    • 6. August 2026 um 16:06
    • #13

    Ist denn sichergestellt, dass die 4 Ausgänge nicht mit zu geringer Impedanz belastet sind. Das Ding hat ja 4 Ohm / 70V / 100V wahlweise an den Ausgängen.

    Was hängt denn alles dran in Summe pro Ausgang?

    Ist es auch wirklich korrekt angeschlossen?

    Auch die Netzspannung, also nicht am Drehstrom?

    ODER,

    es sind einfach unterdimensionierte Bauteile drin...

    und schau doch spasseshalber mal, welche Sichrung da im Netzeingang drin ist (12 oder 6 ampere)

  • Online
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    • 6. August 2026 um 17:02
    • #14

    Nach der Beschreibung ist es zu 97,97% ein Entstörkondensator.

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  • marce
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    • 6. August 2026 um 17:40
    • #15

    neue "Elektrogeräte" sterben meistens entweder in den ersten 2h - oder nie. :)

    Zitat von TomyN

    Da mehrfach die Info 'US Gerät' kam: Der Spannungswähler steht auf 230/240V?

    wenn der Schalter falsch steht hält das normalerweise keine Stunde durch...

  • secluded
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    • 6. August 2026 um 19:21
    • #16

    andersherum mal gefragt: wieviele Lautsprecher und was für welche hängen denn da pro ausgang dran ? ziehen die vielleicht zu viel, daß der Amp irgendwann aufgibt ?

    ...weil irgendwas ist doch da falsch, wenn der erste Amp nach 60 minuten aufgibt, der hersteller das repariert und zurückschickt, dann das reparierte gerät nach 90 minuten schon wieder raucht...

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • floger
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    • 6. August 2026 um 19:41
    • #17
    Zitat von TomyN

    Nach der Beschreibung ist es zu 97,97% ein Entstörkondensator.

    Stimmt, die machen auch so viel Qualm und haben keinen Einfluss auf die Funktion. Kann es sein, dass da eine Störquelle im Rack ist, die den Kondensator mit HF überlastet?

  • djvomght
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    • 6. August 2026 um 22:33
    • #18
    Zitat von floger

    Kann es sein, dass da eine Störquelle im Rack ist, die den Kondensator mit HF überlastet?

    Der Verstärker selber? *duckundwegrenn

  • Stefan Geib
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    • 7. August 2026 um 08:35
    • #19

    Guten Morgen! Ausschlussverfahren: Häng doch mal an Deinen neuen/reparierten/sollte eigentlich laufen - Verstärker pro Kanal je 1x 100V Lautsprecher dran. Also quasi als Testaufbau wo man alles ganz direkt an Leitungen, Anschlüssen, Impendanzen im Blick hat. Dann mal Testlauf für 1, 2, 4, 8, 20 Stunden.

    Wenn er durchhält dann würde ich an der bestehenden ELA-Installation/Verkabelung auf die Suche gehen. Erdschluss sollte man ausschließen können, mal alles mit entsprechenden VDE Testgeräten prüfen. Ich hatte auch in einer kirchlichen Installation (4x 100V ELA Zeile mit einem Zentralen 100V-Verstärker, viele Schutzschaltungen) alle 3-4 Monate einen defekt bzw Protect-LED ging an. Habe alles zigmal gecheckt. Auch Netzversorgung. Dann auch eine ELA-Zuleitung (etwa 15m. Strecke) neu "auf Putz" verlegt und seid dem läuft es ohne Probleme. Beim Durchmessen der alten Leitungen (2x2x0,8) "unter Putz" gab es aber auch keine Auffälligkeiten. Weiterhin viel Glück!

    Stefan G.

    Lichttechnik/Bühnenpyrotechnik

  • marcoboy
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    • 7. August 2026 um 10:17
    • #20

    Erstaunliche Wendung iron auch dein Verkäufer verliert jetzt auch die Nerven.

    Nicht das da durch was auch immer Fremdspannung drauf ist. Die Zonen sind auch nicht zufällig miteinander verbunden?

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