• Aber jetzt mit den 200€ LED-Wackellampen wird der Bedarf an günstiger Steuerhardware sicher auch steigen.

    ich wollte mit meinem beitrag auch nicht behaupten, dass die firma B. niemals nie so ein pult auf den markt brinfen würde.

    ihr werdet sehen, sobald sich da ein erkennbarer trend zeigt, wird B. die sache neu bewerten und vielleicht sogar hier einsteigen. oder denkt ihr, das man dort den markt nicht beobachtet? 8)8)

  • Moin,


    Behringer hatte doch damals mit dem Eurolight ein Pendant zum MA-Lightcommander am Markt, und der wurde trotz einiger Defizite gut gekauft:


    [IMG:http://metrosoundmusic.com/wp-content/uploads/2013/09/behringer-eurolight-lc2412.jpg]

    die Ähnlichkeiten zum Original waren bestimmt nicht zufällig:


    [IMG:https://www.daxl-veranstaltungstechnik.de/data/docs/data/artikel/PS-LIGHTCO12-2.JPG]

    Zudem war den Eurolight nicht auf die ersten 99 Kanäle beschränkt sondern konnte in einem ganzen Universum frei patchen.


    Aber in Zeiten von PC-basierten Pulten sieht es halt etwas anders aus - est steht und fällt mit der Software....


    skippa

  • Meine erste Reaktion auf Mac Kompatibilität war auch: "endlich"

    Aber bei näherem Nachdenken glaube ich, dass inzwischen die Meisten AIO PCs nutzen oder Laptops mit Touch. Das ist halt ein Produkt, welches Apple nicht wirklich bietet. Nach vielen Jahren OnPC auf Windows Basis glaube ich, dass die Mac Plattform sich nicht nennenswert durchsetzen wird.

    Wer seine OnPC Lösung mit Mac bauen wollte, nutzte halt Boot Camp.

  • Moin,


    nee, natives Linux, ohne diese "Wine"-Schicht dazwischen. Ich benutze Wine z.B. um das tolle Irfanview auch unter Linux benutzen zu können. Aber von der rasenden Geschwindigkeit, die Irfanview unter Win an den Tag legt ist die Variante mit Wine & Linux weit entfernt.

    die 2er Serie der GrandMA läuft ja auch unter Linux auf den Konsolen, die 3er auch?


    skippa

  • die 2er Serie der GrandMA läuft ja auch unter Linux auf den Konsolen, die 3er auch?

    Das ist ein Mythos. Alle grandMA Pulte laufen und liefen schon immer auf Windows.

    Genauso wird das bei der grandMA3 auch sein.

    Für die macOS App nutzen sie vermutlich ein Tool wie Wine - das erklärt auch, warum es nach außen hin nicht performen kann.

  • Moin,


    Es ist nunmal der unagefochtene Marktführer, und sein wir mal ehrlich: 5.000,- EUR für den neuen Commandwing mit nun 10 Fadern, die dazu noch motorisiert sind dürften wirklich fair kalkuliert sein. Das schöne an den PC-Wing-Lösungen ist ja dass man die PC-Technik rel. günstig aktuell halten kann. Wenn ich bedenke was die Screen & Mainboardtauschaktionen bei den Konsolen kosten, wenn da mal die Garantie ausgelaufen ist...


    skippa

  • Ich halte die Preise in diesem Segment -abgesehen von den umzusetzenden Stückzahlen, welche schon ein starkes Argument sind- durchaus für angemessen, wenn man einige Punkte bedenkt...


    1) Die Pulte werden mehr als 10 Jahre lang softwaremäßig weiterentwickelt (ebenso gibt es neuere Hardware-Revisionen, diese sind aber im Gegensatz zum Pflegebedarf der Software eher gering einzuschätzen).

    MA1 hatte beispielsweise noch bis 2015(?) neue Softwareversionen bekommen, das sind mal eben locker 17 Jahre seit Einführung, die Entwicklungszeit bis zur ersten Konsole noch nicht mitgerechnet. MA2 wird inzwischen seit 10 Jahren weiterentwickelt. Solche Produktlebenszyklen sind in anderen Preisbereichen nicht zu finden, dort wird dann lieber schnell die nächste Generation auf den Markt geworfen.

    2) Die Entwicklung von Lichtpulten dauert einfach seine Zeit. Die 10 Jahre zwischen 2 und 3 wurden zwar auch für andere Projekte wie dot2 usw. genutzt, aber die 3er-Konsolen werden vermutlich schon einige Jahre länger in Entwicklung sein.

    Ein Audiopult ist softwaremäßig recht überschaubar, da es eigentlich sehr stringent parallel aufgebaut ist: A/D-Wandlung, x-fach Kanalzüge, x-fach Groups/Bus/Matrix. Alle haben jeweils EQ/Dyn/FX/Fader, dahinter eine Sendematrix, die die jeweiligen Signale gewichtet mit dem Pegel in den Puffer eines anderen Kanalzuges weiterleiten. Am Schluss einmal D/A-Wandlung. Die Wandler/Preamps kommen fertig, es ist also sofort ein schönes digitales Signal vorhanden, dem man nurnoch seinen Weg bahnen muss.

    Softwaremäßig ist das aber nichts "besonderes" (ohne dabei Entwicklern im Audiobereich zu nahe treten zu wollen). Man betrachte nur die Routingdiagramme im Handbuch von quasi jedem Tonpult - man kann es gut auf einen Bierdeckel krickeln, so überschaubar ist es. Dazu kommt noch eine handvoll "Features" wie Effekte, Automixer und ähnliches. Die Algorithmen für Effekte können als Software für die DSP-Prozessoren auch zugekauft werden, und dann ist das Tonpult auch schon fertig.

    Bei Lichtpulten sieht es da anders aus, man hat nicht diese schöne, sich wiederholende Struktur von Input->Bearbeitung->Mischmatrix->Ausgang.

    Die Konsole "generiert" den auszuspielenden Content selber, muss Zwischenschritte berechnen, und vor allem Tracking und Timing berücksichtigen.

    Ein Szenenwechsel eines Tonpults ist nicht mehr als das Abrufen von einigen wenigen Optionen (Kanal on/off, Pegel, Paramter der Routingmatrix).

    Bei einem Lichtpult steckt hier gerade das Detail, alleine schon ein "simpler" Szenenwechsel erfordert ungleich mehr und aufwendigere Algorithmen, die robust und auch noch möglichst echtzeitfähig sämtliche Parameter auf der gesamten zeitlichen Strecke des Übergangs ohne Ruckeln in hoher Auflösung berechnen müssen.

    Von Effektengines, 3D-Visualisierung und Netzwerk- und Multiuserfähigkeiten fange ich noch nicht einmal an.

    Rein interessehalber würde mich wirklich mal interessieren, wie viele lines of code so eine aktuelle MA-Software hat, und wie groß dazu im Vergleich die Firmware eines umfangreichen Tonpultes im Quellcode ist...


    3) Entsprechende Software zu bauen ist schon schwierig und zeitintensiv; sie aber performant, effizient benutzbar und absturzsicher hinzubekommen eine ganz andere Sache. Ich habe schon einiges an wirklich schlechter Software auf Lichtpulten erlebt, mit hängender oder um bis zu einer Sekunde verzögerter Reaktion auf Eingaben oder Totalabsturz (alles wohlgemerkt aktuellste Versionen und nicht modifizierte Originalkonsolen). Hier liegt eine der großen Vorteile von langfristiger Entwicklung sowie ausreichendem Test vor Auslieferung von Versionen.


    Durch die solide Entwicklung, die zudem noch am Standort in D durchgeführt wird, sowie eigener (unbeteiligter) Erfahrung als Ingenieur mit überhasteten Releases, habe bei dem zeitlichen Aufwand der hier für R&D getrieben wird absolut vollstes Verständnis für die Preisklasse, in denen sich diese Systeme bewegen...

  • Ich weiß nicht, ich weiß nicht...

    Ich bin jetzt kein Entwickler, sondern nur Nutzer und als eben naiver Nutzer erscheinen mir mehrere tausend Euro für einen Blechkasten mit ein paar Tastern und 10 Motofader ein wenig überteuert, zumal die Software selbst ja kostenneutral ist. Gut, irgendwie muss das ja bezahlt werden, aber jetzt mal ehrlich; Jedes Digitalpult welches in derselben Preisklasse liegt kommt mit deutlich mehr Knöppen daher und was die Software auf einem Tonpult angeht, naja, das Timing muss auch da stimmen und so mancher FX Algoritmus ist nicht ohne und kostet auch entsprechend Zeit in der Entwicklung.


    Ich sag es mal so: In dem Blechkasten (Faderwing) selbst steckt null intelligenz, da diese in der Software steckt, welche eben auf einem daran angeschlossenen Rechner läuft.