Testen und Messen an Netzwerkleitungen

  • ....kennt jemand einigermaßen bezahlbare netzwerktester, die auch die datenrate messen können?

    ich habe einen tester für um die 400,-, der kann schon viel mehr als die billigen kabelprüfer, aber die datenrate messen kann auch er leider nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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  • kennt jemand einigermaßen bezahlbare netzwerktester, die auch die datenrate messen können?

    ich habe einen tester für um die 400,-, der kann schon viel mehr als die billigen kabelprüfer, aber die datenrate messen kann auch er leider nicht.

    Zeigt der frequenzabhängig Übersprechen und Dämpfung an? Dann könnte man das abschätzen.

  • leider nein.

    er zeigt die kabellänge und die belegung an.

    zusätzlich kann man sich anzeigen lassen, ob ein angeschlossenes netzwerk ein 1GBit netz ist oder nur 100/10MBit hat und ob der netzwerkport PoE zur verfügung stellt. und mit einem zusatz-fühler kann ich kabelwege verfolgen, das ding piept dann, wenn es in die nähe des richtigen kabels kommt.

  • kennt jemand einigermaßen bezahlbare netzwerktester, die auch die datenrate messen können?

    Das würde mich auch mal interessieren!


    Am günstigsten dürfte wohl die Variante zweier Computer mit passender Software sein, da gibt es ja etliche zu finden.

    Die "Nerd-Variante" davon wäre z.B. ein Router mit OpenWRT und darauf laufendem iperf-Server, dazu ein beliebiger Laptop als Client. Eine alte Fritzbox, die man eh nicht mehr braucht, sollte als Server auch gehen.

    Mit einem entsprechend kleinen Router und einem Android-Smartphone mit USB3-Ethernet-Dongle wäre auch eine recht mobile Handgeräte-Lösung machbar. Ist dann natürlich nicht ganz so "baustellentauglich" wie z.B. ein Fluke-Gerät und über die vernünftige Protokollierung muss man sich dann auch selbst Gedanken machen.

  • Also 'Mister Netzwerk' hat in einem Webinar PRTG empfohlen. Ist aber wohl eher für die Überwachung eines Aufbaus als für die Prüfung einer Verkabelung zur Abnahme o.ä.

  • PRTG kann keine Kabelprüfung zwecks Belegung machen.

    Pocket Ethernet haben wir 2 Stück in der Firma, und man kann damit die Belegung testen.

    Falls man nicht mit einem Smartphone/Tablet hantieren möchte, habe ich noch einen Fluke Networks LinkRunner AT2000.

  • Die "Nerd-Variante" davon wäre z.B. ein Router mit OpenWRT und darauf laufendem iperf-Server, dazu ein beliebiger Laptop als Client. Eine alte Fritzbox, die man eh nicht mehr braucht, sollte als Server auch gehen.

    Mit einem entsprechend kleinen Router und einem Android-Smartphone mit USB3-Ethernet-Dongle wäre auch eine recht mobile Handgeräte-Lösung machbar.

    Dazu kann ich die kleinen Geräte von GL.I-Net empfehlen. Laufen auch klaglos über eine Powerbank, haben OpenWRT vorinstalliert und gibt es auch mit Gigabit-Ports. Außerdem passen die auch in jedes Handgepäck.

  • Viele Kollegen benutzen das Pockethernet.

    https://pockethernet.com/


    Ich hab es mir noch nicht angeschaut, aber das sollte das eigentlich können.

    Wäre mal einen Blick wert.

    ja, das sah für mich erstmal interessant aus.

    habe mir gleich mal die app geladen - und da kommt doch wieder prompt eine fehlermeldung: die app ist für meine softwareversion zu alt. die letzte aktualisierung war im august 2017... das ist leider genau der grund,warum ich solche handy-messlösungen überhaupt nicht mag. das ist mir eindeutig zu schnellebig.

    schade.


    PRTG nutze ich, es überwacht sensoren im laufenden system und gibt mir rückmeldung, wenn in meinem netzwerk irgend etwas nicht mehr in ordnung ist. um das einzustellen muss man aber schon ein bisschen firm sein, ich denke da gäbe es bei mir sicher noch verbesserungsmöglichkeiten.

    meine frage zielte aber eher auf netzwerktester, die kabelwege prüfen können.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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  • Nur mal so als Gedanke...

    Auto auf den sündhaft teuren Prüfstand packen und ein Standardtestprogramm nach Blablubb abwickeln, um zu sehen was die Karre verbraucht und was an Schadstoffen rauskommt. Das Ergebnis dieses Plans, obwohl er messtechnisch grundsätzlich mal nicht schlecht ist, kennen wir alle.


    Wenn ich die Datenrate bestimme, dann mache ich das unter Realbedingungen. Als Meßgerät dient mir eine Stoppuhr und 3-4 Dateipakete (ein Ordner mit vielen kleinen Dateifetzen, ein Ordner mit einer dicken Videodatei, ein Teil meines mp3 Musikarchives, irgendeine Installations CD), welche ich immer wieder nutze, um vergleichbare Ergebnisse zu bekommen. Der Ordner mit den Daten darin wird dann einfach hin- und herkopiert und dabei die Zeit gemessen. Das ergibt in der Regel einen guten Schnitt der Systemperformance mit allen darin vorhandenen Komponenten. Je mehr Messungen man hat, desto eher kann man das Ergebnis vergleichen.

    Auch gibt es entsprechende Software, welche quasi standardisierte Tests durchführte, um die nominelle Datenrate zu bestimmen und an deiner Netzwerkkarte/Switch kann man auch ablesen, wie hoch die Datenrate ist, was aber nicht wirklich etwas über die tatsächliche Geschwindigkeit und vor allem Stabilität aussagt.


    Um die elektrisch-physikalische Verbindung zu prüfen reicht in der Regel im ersten Ansatz ein billiger Durchgangsprüfer. Hauptfehler bei solchen Geschichten sind immer noch falsch Aufgelegt (Adern vertauscht), falsche Masse oder Masse nicht richtig aufgelegt, Kontakt nicht richtig aufgelegt. Vor allem letzteres zieht die Datenrate hinunter. Auch Knicke beim Verlegen der Leitung sind ungünstig, doch was bringt es dies sich dann durch ein teures Meßgerät bestätigen zu lassen, gar zu wissen welche Ader malad ist, wenn die Leitung schon in der Wand ist.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • wora : was ist denn für dich "die Datenrate"?


    die mögliche Datenrate, die auf Grund verstimmter Verbindungen (Verkableung) zwischen 2 Geräte möglich ist ?

    oder die tatsächliche Rate für bestimmte Anwendungen?


    Das eine wäre ein Installationstester um bestimmte Rahmenwerte (z.B. gem. TIA) zu bestätigen, OSI Schicht 1.


    Das andere ein Netzwerk-Sniffer, der (bestehende) Verbindungen analysiert. Also auf Protokoll-Ebene, Anwendungsschicht.


    Die üblichen "Netzwerk-Tester" sind einfache Schätzeisen, auch der von TomyN aus dem Link, die keine vollständige Installations-Messung beherrschen.

    Die 10 EUR Teil können kein Splitt-Pair (Vertauschen von Adern eines Paares) messen und auch keine Längenangaben.

    Die besseren können das, (meist) mittels TDR.

    Aber auch die können kein NEXT/FEXT/.. etc. messen, was für die Verbindungsqualität wichtig ist. Das können dann Geräte ab ca 5000 €, die erstellen dann auch ein Abhnahmeprotokoll, was eigentlich bei jeder guten Installation übergeben werden sollte.

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

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  • diese TDR messung kann mein messgerät auch.

    https://itnetworks.softing.com…r/kupfer/cablemaster-600/


    was ich tatsächlich suche, ist ein messgerät, mit dem ich die qualität der leitung ermitteln kann. also nicht das, was irgendeine hardware/software-kombination dann damit macht, sondern das was die leitung kann. es ist ja so, dass schlecht verarbeitete stecker oder geknickte leitungen die datentate entscheidend beeinflussen können.

    dass man für 5000,- (und viel mehr!) solche geräte bekommt ist mir bekannt, aber so viel ist mir die brutale wahrheit ehrlich gesagt nicht wert ;-)

  • So eine Messung ist schon OK, wenn man das ganze konform installiert und dann für den Kunden dokumentiert. Allerdings hilft es nichts, wenn die Leitung 10 GBit könnte, da aber nur ein 100 MBit Switch oder Netzwerkkarte dran hängt, um es mal zu überspitzen.


    Wenn ich nicht dazu verpflichtet wäre konforme Dokumentationen zu erstellen, dann würde ich nie so viel Geld ausgeben, nur um zu wissen was die Leitung unter "Laborbedingungen" kann. Mich interessiert was die Leitung im Livebetrieb bringt.


    Wenn eine 1 GBit/s installation eine 1 GB große Datei innerhalb von rund 8 Sekunden über die Leitung jagt ist das super, weil es der theoretische Wert ist. Wenn es dann echte 10-12 Sekunden dauert ist das immer noch ein akzeptabler Wert. Bei mehr als 18 Sekunden würde ich mir Gedanken machen.


    Jede Windowskiste würfelt eine Datenübertragungsrate beim kopieren aus. Diese ist dann auch deutlich abhängig von der Systemperformance des Rechners und hauptsächlich im Weiteren von der Massenspeicherleistung. Wenn da halt ne lahme Gurge steht, dann ist das Meßergebnis für die Tonne.


    Ich würde mal sagen, dass man bis 1 GBit/s mit einem normalen Rechner/Laptop mit SATA Platten das ganze grob abschätzen kann, ob die Leitung die 1GBit bringt oder nicht, indem man einfach eine entsprechend große Datei mehrmals hin- und herkopiert. Als Referenzwert vielleicht eine direkte Verbindung von Rechner zu Rechner ohne Switch dazwischen.

    Bei 10 GBit/s sieht es dann schon anders aus. Da würde ich auch auf ein dediziertes Meßgeräte schauen wollen.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Selbst bei "nur 1GB/s" bist Du auf einem normalen PC von so vielen Dingen abhängig (verbaute Hardware, Treiber - ggf. gibt's da sogar massive Unterschiede zwischen ..x-Versionen, Protokol, ... ) - und das alles auch noch auf beiden Seiten der Leitung, daß die so ermittelten Werte mehr oder weniger für die Tonne sind.

  • Allerdings hilft es nichts, wenn die Leitung 10 GBit könnte, da aber nur ein 100 MBit Switch oder Netzwerkkarte dran hängt, um es mal zu überspitzen.

    du glaubst also offenbar, dass ich doof bin. nun gut, das sei dir belassen.

    aber nochmal: ich möchte eine lösung, die mir lediglich die kabelverbindung misst. und das sollte auch möglichst schnell gehen. also: messgerät anschliessen, am anderen ende der leitung den dongle anbringen, messen, fertig.