Selbstbau Empfehlung CoAx Monitor

  • Hallo zusammen,


    Habe ein wenig im Forum geforscht aber nur deutlich ältere Beiträge gefunden


    Hat hier jemand eine Empfehlung für so einen Monitor mit aktuellen Chassis?

    Würde gerne 2-Wege aktiv antreiben da Ich noch einen Controller ungenutzt hier liegen habe.


    Schön wäre wenn sich 60Hz noch ausgehen würde. Treiber sollte nicht mehr als 600 / Stk kosten.


    Was ich intressant finde ist der 10" Treiber von BMS:


    http://www.bmsspeakers.com/fil…/bms_10c262_datasheet.pdf


    wirklichen Bauplan gibts da nicht, aber die Empfehlung:

    "10C262-8: 20L/60Hz BRD=80mm/150mm long"


    was Ich mir noch rausgesucht hätte wäre dieser Vorschlag von B&C:


    https://www.bcspeakers.com/med…fMTFfNjMyX0NYMTQucGRmIl1d


    der auf dem 13,5" 14CXN888 Treiber basiert.


    Bin auf eure Rückmeldungen gespannt,

    Grüße Georg

  • die tatsache, dass hier fast keine selbstbaubesprechungen mehr stattfinden, hat sicher was damit zu tun, dass es sich heute fast nicht mehr lohnt, selber zu bauen. das ist nur noch für leute interessant, die sich diesbezüglich weiterbilden wollen und das als lernprojekt verstehen.


    aber hey, verboten ist es ja auf keinen fall! ;-)


    beim 10"er vorschlag wäre ich sehr skeptisch hinsichtlich der 60Hz vorgabe.

    wenn das aber nicht der ausschlaggebende punkt ist, kann ein 10er monitor schon interessant sein. das ist ein guter kompromiss für kleinere bühnen, weil es da ja genügend übersprechen von der PA gibt und die unteren oktaven über den monitor ohnehin eher stören.


    der 14"er sieht ja ganz interessant aus. habe ich gar nicht mitbekommen, dass es sowas wieder gibt. ich kann mich noch an die JBL 14" boxen in den 90er jahren erinnern, die waren klanglich top.
    der sollte dann auch genug schwung bei 60Hz mitbringen.

  • Bei diesen Anforderungen definitiv der B&C Bauplan.


    Zwei Kritikpunkte hätte ich: 1. Ich empfinde das Original Biamp Preset als zu hoch getrennt. Bei einem 3" Deckel sollte das im Bereich <1,5Khz möglich sein. 2. Es ist nicht bekannt mit welchem DSP dieses Preset erstellt wurde. Problematisch sind die Güten (Q) der EQ Punkte, die sich je nach Hersteller und Berechnungsmethode des DSP deutlich unterscheiden können. Sollte auf jeden Fall messtechnisch überprüft werden oder direkt ein neues Preset auf seiner persönlichen DSP Plattform erstellen, sofern man dazu in der Lage ist.


    die tatsache, dass hier fast keine selbstbaubesprechungen mehr stattfinden, hat sicher was damit zu tun, dass es sich heute fast nicht mehr lohnt, selber zu bauen. das ist nur noch für leute interessant, die sich diesbezüglich weiterbilden wollen und das als lernprojekt verstehen.


    aber hey, verboten ist es ja auf keinen fall! ;-)

    Klar, für die große Rental-Bude lohnt sich sowas nicht mehr. ;) Ich als kleiner Fisch entwickle meine Lautsprechersysteme komplett selber und kann mir dadurch hochwertige Produkte abseits des Mainstream (also der klassischen 15"/1,4" Kiste z.B.) schaffen, die es woanders entweder überhaupt nicht oder nur für unfassbar viel Geld zu kaufen gibt, siehe KV2 Audio zum Beispiel.


    Und es ist im Direktvergleich immer wieder schön zu sehen / hören, dass auch die anerkanntesten Hersteller nur mit Wasser kochen. :)

  • Danke für eure Rückmeldungen.


    Das ganze macht nur Sinn wenn man Spaß am basteln hat und sich weiterbilden möchte - das ist klar - und so sehe Ich das auch. Ich denke das geht auch aus den meinen sonstigen Threads hervor das ich dahingehend interessiert bin.


    Gefühlsmässig würde Ich gerne etwas von BMS probieren, Ich lese viel gutes über die Coax aus diesem Haus. Gearbeitet habe Ich allerdings nur mit Hochtontreibern von Ihnen und das war eigentlich immer 1A.


    Vlt. wäre dann der 12" Treiber der richtige Kompromiss zwischen Tiefgang und Größe für mich.


    http://www.bmsspeakers.com/fil…/bms_12c382_datasheet.pdf


    Wie schätzt Ihr das ein?


    Bzgl. dem B&C Bauplan denke Ich auch das ein nachmessen und DSP tuning sowieso unumgänglich sein wird, sowie bei allen was man sich so baut. Aber das ist ja dann die Herausforderung und macht Spaß.

    Abseits davon hätte Ich auch lieber Slot Ports als Rohre - aus ästhetischen Gründen - da ist messen dann ebenfalls unumgänglich.

  • Hi,

    vermutlich hat die relativ hohe Trennfrequenz auch damit zu tun, dass die Weiche nur 2ter Ordnung ist. Das ist für einen Mittel/Hochtöner, der auch Laut können muss, schon relativ flach.

  • danke für deinen Hinweis Tomy.


    Ich stimme ralle14 zu das die trennfrequenz recht hoch gewählt ist. so wie ich den plot von b&c lese beginnt der cone break-up schon bei 2kHz, und der HF Treiber könnte eigentlich wirklich tiefer. eventuell wird so weit oben getrennt um mehr leistung in den HF treiber zu schicken zu können? für mich aber auch nicht schlüssig da die sensitivity naturgemäß deutlich höher liegt als beim LF treiber und das eventuell gar nicht notwendig ist...



    Im Zusammenhang mit dem Thema werde Ich eine 4 - Kanal Endstufe anschaffen.


    Ohne eine riesige Endstufen Diskussion auszulösen frage Ich mal in die Runde ob jemand mal FFA vs LAB Gruppen C Serie gegengehört hat?


    Das man sich bei beiden Herstellern halbwegs auf die Leistungsangaben verlassen kann denke Ich schon, meine Frage zielt auf die klangliche Performance, auch im Hochtonbereich ab.

  • Ich kenne mich mit solchen Coaxen nicht so aus, speziell was die Wirkung des HT-Treibers in dieser Art "Horn" und die Ladung dessen betrifft.

    Vielleicht muss bzw. sollte ja deshalb so hoch getrennt werden.


    Auf alle Fälle würde ich dafür kein 18er Holz nehmen.

    Wird die Kiste nur unnötig schwer.


    Gibts noch mehr solche Dinger; eventuell gleich mit angebauter, fertiger Weiche?

    Übrigens finde ich bei diversen Händlern nur den CXN76 oder der 12" als 88er.

  • Im Zusammenhang mit dem Thema werde Ich eine 4 - Kanal Endstufe anschaffen.


    Ohne eine riesige Endstufen Diskussion auszulösen frage Ich mal in die Runde ob jemand mal FFA vs LAB Gruppen C Serie gegengehört hat?


    Das man sich bei beiden Herstellern halbwegs auf die Leistungsangaben verlassen kann denke Ich schon, meine Frage zielt auf die klangliche Performance, auch im Hochtonbereich ab.

    Ich habe keinen Direktvergleich zu FFA, aber wir haben 3 LAB C28:4 als Endstufen für aktiv getrennte Topteile im Einsatz. Bass mag sie nicht wirklich, mit einem 8Ohm Bass geht es noch, bei 4Ohm bricht sie bereits hörbar ein. Mittelhochton ist absolut unauffällig und neutral. Die Schaltung ist 1:1 eine abgespeckte FP10000Q mit weniger Ausgangstransistoren und ausgedünntem Netzteil.



    Ich kenne mich mit solchen Coaxen nicht so aus, speziell was die Wirkung des HT-Treibers in dieser Art "Horn" und die Ladung dessen betrifft.

    Vielleicht muss bzw. sollte ja deshalb so hoch getrennt werden.

    So ein "Membranhorn" hat natürlich seine eigenen Problemchen durch Unstetigkeiten im Hornverlauf, was sich bei vielen Coaxen durch einen sich zuschnürenden Hochtonbereich bemerkbar macht (erst recht enger Hornhals und plötzlich stark aufweitend im Übergang zur Membran). Daraus ergibt sich auch eine relativ schlechte Ladung am unteren Übertragungsende, trotzdem sehe ich einer tiefen Trennung um 1,3 bis 1,5Khz gelassen entgegen. Der Tieftonweg ist kein Wirkungsgradmonster, das sollte der 3" Deckel trotz der Umstände entspannt schaffen. Allerdings würde ich so tief mindestens mit 18dB / Oct. trennen.

  • was ist FFA?

    http://www.fullfataudio.com


    man mag von F1 und den ansätzen von tony andrews halten was man will - aber ffa ist schon lange das standard amping für die violetten boxen (neben mc2). eher als gute bass endstufen bekannt deswegen meine frage wie die teile an mittel/hochtöner klingen.


    danke für das feedback ralle - könnte lokal günstig an eine C16:4 kommen. da wäre eigentlich kein headroom mehr am TT übrig (sollte es der B&C werden). so wie du das schilderst lasse ich die finger davon. dann vlt. doch die FFA 4004.


    nachdem jetzt nicht mehr soviel zu den chassis von euch kommt, gehe ich mal davon aus das es egal ist ob man nun BMS oder B&C kauft. abgesehen von den tech. daten wird das klanglich alles ok sein in dieser preisklasse. es ist halt doch kostenintensiv sich 4 oder 5 chassis kommen zu lassen wenn man nicht vor hat in serie zu fertigen. was die tt-ht trennfrequenz betrifft muss man sowieso messen und versuchen das optimum zu finden.


    es ist übrigens total angenehm so im netz diskutieren zu können wie es hier passiert, ist irgendwie selten geworden - thx!

  • Ich schreib hier ja eher selten... aber ich habe vor nicht all zu langer Zeit ein ähnliches Projekt begonnen (leider aus zeitlichen Gründen noch nicht abgeschlossen)


    Meine Anforderungen waren ähnlich und bei mir fiel die Wahl dann auf den Radian 5312 bzw dessen Vorgänger.


    Die Version mit Alu Dia dürfte noch in dein Budget passen. IMHO einen Blick wert!


    klanglich unauffällig, Frequenzweiche gäbe es auch in analoger Form als fertiges Bauteil



    mfG

  • danke für den Hinweis - woher hast du die speaker bezogen?

  • Gefühlt kennt Radian in Deutschland kaum einer, es gibt leider auch keinen ordentlichen Vertrieb. Aber absolut hochwertige Ls. Werden halt auch viele Serien nur für Oem entwickelt und gefertigt. Radian sind aber eigentlich schon ein absolutes Urgestein in der Beschallungstechnik. Gerade die HF Treiber sind recht beliebt. Es gibt div. große Dias, welche gerne auch als Ersatz für alte JBL Hörner verwendet werden.


    Der Radian Coax steckt übrigens auch (meines Wissens) im Eaw bzw. Ratsound Microwedge.


    woher hast du die speaker bezogen?

    Über GVT also Gebrauchtmarkt, war halt ein Schnäppchen. Hatte den Ls aber schon länger im Auge.

    Ansonsten, wie du bereits herausgefunden hast, gibts die auch bei tlhp.


    Wie diese bändchen coaxen klingen würde mich interessieren.

    Wie so ein Bändchen-Coax klingt würde mich auch mal brennend interessieren, ist mir leider noch nicht unter die Finger gekommen.

  • Interessanter Händler.

    Hat alleine bei Coaxen 'ne ganz ordentliche Auswahl.

    Und auch sonst viel ausgefallenes Zeug.


    Was die Coaxe betrifft, sehen mir die von RCF mit ihrem richtigen Horn irgenwie "richtiger" aus.

    Die Monis von db-tech haben auch richtige Plastikhörner vor dem Bass.

    Es sieht allerdings auf den Bildern so aus, als wäre das ein vorgesetztes Extrateil..

  • tlhp ist sicher einer der größten lautsprecher händler in mitteleuropa - ich kannte die Franzosen aber auch sehr lange nicht. lieferzeit nach österreich ist im schnitt 3 tage - echt in ordnung.


    ich hab jetzt in winISD verschiedene 12" coax chassis zu simulieren begonnen.


    was ich mich frage ist inwieweit es sinn macht einen bühnen monitor mit einem bändchen ht zu bauen, interessant finden würd ich's sehr!


    ich kenn im PA sektor eigentlich nur SA und Alcons die mit bändchen arbeiten. das ist allerdings alles für foh gemacht soweit ich mich erinnere.


    hättet ihr da bedenken bzgl. der "festigkeit" gegen feedback's am oberen ende des spektrums? grundsätzlich sollte ein anständig gesetzter limiter das schlimmste verhindern... aber mein bauchgefühl sagt mir das so ein versuch unter umständen in die hose gehen könnte.

  • hättet ihr da bedenken bzgl. der "festigkeit" gegen feedback's am oberen ende des spektrums? grundsätzlich sollte ein anständig gesetzter limiter das schlimmste verhindern... aber mein bauchgefühl sagt mir das so ein versuch unter umständen in die hose gehen könnte.

    Wenn man sich das Datenblatt des 12" Radian Coax anschaut stellt man fest, dass das Bändchen in großen Bereichen kaum über die Sensitivity des Tieftöners hinauskommt. Zusammen mit nur 40W Belastbarkeit hätte ich ohne empfindliche Limiter Bedenken, dass das dauerhaft haltbar ist. Der Maximalpegel ist eben ab Übernahmefrequenz des Hochtöners stark eingeschränkt, der Tieftöner kann mal eben 10dB lauter.

  • Hallo,


    also man sollte sich auch gleich die richtige Bezeichnungen für die Hochtöner Bauarten angewöhnen ... Magnetostaten, Bändchen und AMTs sind gänzlich anderer Bauart. Die Radian HTs werden reine Magnetostaten sein.


    "Thomann" hat die Radian Sachen sonnst übrigens auch importiert.


    corn* Schotte

    Klangart-Servicecenter , Immer im Dienst für den guten Ton !
    Wir machen das einfach ... Warum ? Weil wir es können.

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