Neues PA System

  • Kann mir jemand kurz Rückmeldung geben ob meine Zusammenfassung so korrekt war ? Mir reicht wenn ein ja / einigermaßen / keine Ahnung was du da zusammen brabbelst / verstehe nicht was du damit meinst. Ihr müsst das nicht näher ausführen wenn ihr darauf keine Lust habt. Mich wäre nur wichtig zu wissen ob ich da auf dem richtigen Weg bin.


    Über Lektüre Tipps wäre ich auch dankbar. So was in Richtung pa für Dummies oder sowas xD.


    Zu den Verlinkungen zu Gebrauchtware . Ich weiß echt nicht ob ich so schnell bereit bin eine Entscheidung für Spontane gebraucht Käufe. Dafür weiß ich noch irgendwie zu wenig. Ich weiß aktuell nur das ich gute 12er will. Was gut ist werde ich wohl noch raus finden müssen. Und die subs werde ich mir definitiv stück für stück kaufen. Nicht alle auf einmal. Ob aktiv oder passiv ist mir denk ich gerade egal geworden. Denke da habt ihr mich erstmal überzeugt.


    Werde mal morgen beim meinem Eventveranstalter vorbei schauen und mir wenns geht bisschen was anhören.


  • Ich antworte mal "mehrteilig" da über 1000 Zeichen....

  • Na dann will ich mal....

    (Ich schreib einfach die antworten kursiv in Deinen Text rein)









    Erstens :

    Jedes Bauteil in der Signalkette besteht aus frequenzsensitiven Bauteilen (Spulen, Kondensatoren usw). Daraus ergibt sich immer ein phasenverschiebungsverlauf über der Frequenz zwischen Eingang und Ausgang der jeweiligen Geräte (sei es Box oder Amp). Ideal wäre diese phasenverschiebung über das komplette Frequenzspektrum so klein wie möglich zu halten. Diese Phasenverschiebungen treten sowohl in den jeweiligen Geräten als auch auf auf der zu beschallenden Fläche basierend auf den räumlichen Abständen der jeweiligen Geräte zueinander auf.

    Von der Annahme abgeleitet ergeben sich jetzt für mich mehrere Schlussfolgerungen.



    Das mit den "Phasenverschiebungen" ist so nicht ganz richtig, da scheint mir das Wort Phasenverschiebungen für verschiedenste physikalische Sachverhalte herhalten zu müssen



    Wenn ein Hersteller ein aktives System aus getrenntem Bass und Topteil baut kennt er die phasengänge der jeweiligen einzelnen Komponenten und kann die Komponenten so abstimmen das am Ausgang gleiche Frequenzen von Top und Bass auch in gleicher Phase ausgegeben werden. Vorausgesetzt sie sind so aufgestellt wie es der Hersteller sich gedacht hat. (Z.B topteil mit Stangen auf den Bässen montiert).



    Frei nach Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber es gibt da durchaus Konstrukte am Markt die, sagen wir mal so, etwas neben der Optimallösung sind



    Wenn ich diese vorgegebene Aufstellung nicht befolge. Dann muss ich auch bei aktiven Systeme das so einstellen das Bass und top wieder beim Zuhörer für die selbe Frequenz auch wieder in gleicher phasenlage sind. Wenn ich jetzt ein passives System habe (Bass und Box vom gleichen Hersteller aus der gleichen Linie) dann verhält sich ähnlich wie das aktive System es kommt „nur“ der Unbekannte phasenverlauf der Amps dazu,



    Der Phasenverlauf eines Amps im relevanten Übertragungsbereich ist so, dass Du Dir da als Anwender keinen Kopf darüber machen brauchst.

    Die Filter verändern den Phasenverlauf, egal ob passiv oder aktiv. (Der Phasenverlauf der Kombination Chassis & Filter ist hier relevant)



    den der Hersteller des boxensystems nicht kennt. Wenn ich jetzt auch noch unterschiedliche Boxen nehme habe ich nochmal eine unbekannte mehr usw.. das meintet ihr mit „es ist nicht ganz trivial unterschiedliche Boxen zu nehm“ und auch der Grund warum ihr mir u.A zu aktiven Systemen ratet weil es da deutlich wenigere Variablen gibt.



    Ob das System "klingt" (das ist mal ein sehr untechnischer Ausdruck) hängt von allerhand Faktoren ab, von denen der Phasenverlauf eben nur einer ist. (Mit scheint Du versuchst jetzt alles über die Phase zu klären, weil Du hier einen neuen Begriff gefunden hast)



    So zweiter Punkt neben dem phasengang ist der amplitudengang.



    Phasengang und Amplitudengang hängen unmittelbar zusammen und lassen sich daher auch gar nicht unabhängig voneinander btrachten.



    Hier entstehen Löcher oder überbetonenden bei passiven Systemen im Pegel wenn man die falschen Kombinationen fährt. Ich bin dumm erst von der Annahme ausgegangen das ich das einfach mit einem DSP dämpfen bzw anheben kann.



    Wenn Du eine Auslöschung hast, egal ob durch Phasensprünge bei deiner Box, durch Raummoden oder weil ein Lautsprecherrein konstruktiv diese Frequenz gar nicht wiedergeben kann, dann kannst Du da mit einem EQ im DSP anheben bis die Kabel glühen, es wird da kein Dezibel lauter werden.



    Was ich aber nicht bedacht habe und erst durch die Fragerei klargeworden ist: Wenn man die falschen Boxen nimmt bringt einem das nichts. Zb wenn ich ein 12“er nehme der aufgrund seiner Bauform und teilen sich ausgelegt ist, dass er nur gut mitten kann aber keine tiefen und ein Sub dazustelle der bei 80hz schon Ende macht, hab ich ein frequenzweiche bedingt durch die Auswahl der Komponenten die auch ein DSP nicht ändern kann.



    Richtig. Extremes (doofes) Beispiel: Du nimmst einen doppelt ventilierten Bandpasssubwoofer, der nach oben bei 80Hz getrennt werden muß, da darüber der Schalldruck steil abfällt und kombinierst den mit einem Mitteltonhorn, das erst ab 250Hz richtig spielen kann. Da kannst Du mit Deinem DSP machen was Du willst, da kommt einfach zwischen 80 und 250Hz nie etwas Verwertbares hinaus.



    Ich leite daraus erstmal folgende Erkenntnisse ab. Wenn ich jetzt in näherer Zukunft mir ein System zulegen will kann es eigentlich nur aktiv sein weil mir zum passiven die Grundlagen fürs einstellen fehlen. Es sei denn es gibt wirklich ein DSP was mir diese Anpassungen per Auto Funktion irgendwie abnimmt. Wenn ich allerdings noch warte mich weiter informiere euch weiter ausquetsche und Fachliteratur lese dann kann ich natürlich auch ein passives System aufbauen.



    Vergiss die Autofunktion. Das Gerät kann nicht unterscheiden warum es irgendwo zu leise ist und schiebt dann da sinnlos Leistung rein, wo z.B. eine Auslöschung ist, oder das Chassis die Frequenzen möglicherweise gar nicht wiedergeben kann, löst aber das eigentliche Problem nicht.

  • Nochmal zum Schluss: Eine Aktivbox ist eine ganz "normale" Lautsprechebox bei der die Treiber nicht mit einer Passivweiceh getrennt werden, sondern vor der Leistungsverstärkung (AMP) das Signal in die entsprechenden Frequenzbereiche getrennt und dann jeder Frequenzbereich einzeln verstärkt wird.

    Heutzutage (bei manchen Herstellern auch schon früher) wird dann gleich die Aktivweiche (DSP) und die Amps gleich in das Lautsprechergehäuse gleich mit eingebaut. Das bietet unter Umständen Handlingvorteile und ist für den technisch wenige bedarften Anwender einfacher Aufzubauen und zu verkabeln.

    (Auch einen externen DSP im Verstärkerräck kann man passend zum Lautsprecher einstellen und dann vor Fremdzugriffen sperren)

    Technisch unterschiedet sich das aber in keiner Weise von der anderen Lösung die ganze Elektronik in einem Verstärkerrack unterzubringen und dann die Ausgangssignale aus den Verstärkern getrennt für die einzelnen Chassis zu den Lautsprechboxen via Lautsprecherkabel zu bringen.



    Stelle ich z.B. Die Topteile näher beim Zuhörer wie die Bässe auf, muß ich den Laufzeitversatz durch ein Delay ausgleichen. Egal ob Passivboxen, Akitvboxen oder sonstwas. Das nimmte kein Hersteller dem Anwender ab und da hilft auch eine Aktivbox mit darin eingebauter Elektronik nicht weiter.



    Der Gedanke "Der Hersteller hat ja alles bei der Aktivbox berücksichtigt, ich brauche das Material nur in den Raum stellen und anstecken" ist nicht richtig. Der Raum und die Aufstellung der Lautsprecher in diesem übt großen Einfluß auf das Ergebnis aus, den nicht der Hersteller, sondern nur der Anwender berücksichtigen kann.



    Fazit: Wenn's auf der Veranstaltung gut klingen soll, muß man sich auskennen.

    Der Porsche macht keinen Rennfahrer aus Dir, fahren mußt Du schon selber.

    Alle Hersteller kochen nur mit Wasser.

    Die Physik läßt sich nicht überreden.

    Keiner hat was zu verschenken. -> Es gibt keine Lautsprecher die nur 300.-€ kosten und durch irgeneinen schlauen Trick so klingen wie sonst nur welche für 5000.- €



    So korrigiert mich wenn ich was falsch verstanden habe. Das war jetzt alles so halb off Topic würde ich sagen…



    Zurück zum eigentlichen Thema Bedarfsanalyse und was will ich erreichen.

    Istzustand:

    Die aktuelle Discounter Anlage klingt scheiße. Und wir würden gerne lauter aufdrehen die Anlage gibt aber nicht mehr her. Ich kann aber nicht sagen ob der gefühlte zu geringe Pegel wirklich ein zu geringer Pegel ist oder ob wir unterbewusst nur die fehlenden unteren Frequenzen vermissen.



    Was will ich erreichen:

    Die neue Anlage soll deutlich besser und lauter klingen als die aktuelle. Ist schon richtig das Gewicht usw jetzt nicht super relevant ist, allerdings würde ich sie schon gern falls es benötigt wird die Anlage mal zu ner Hochzeit aus dem Freundeskreis mitnehmen können. Zu einem sehr großen Teil wird sie aber in der Scheune benutz werden. Vom angesprochenen Bass der überall zu spüren ist alla Tomorrowland -wäre natürlich geil muss aber absolut nicht sein und ist auch vermutlich Overkill. Ich würde wohl eher dazu tendieren gute Topteile zu nehmen und mir beim Bass die Option zu lassen diesen auszubauen. Sprich am Anfang den Bass so zu dimensionieren das er das Klangbild zwar gut abrundet aber ich muss ihn jetzt auch nicht so krass spüren. Wenn ich in ein paar Jahren dann noch Bässe dazu gekauft habe, kann ich dann immer noch bei externen Events wie Hochzeiten entscheiden wie viel ich dann mitnehme oder nicht. Die genutzte Tanzfläche in der Scheune wo wir die Boxen aufstellen ist übrigens meist auch etwas kleiner also so 25-50m2 vielleicht. Dort ist der Bass sowieso nur am wichtigsten die Leute die weiter außen sitzen müssen ja nicht weggeblasen werden ?



    Die Frage wie groß bzw. transportabel die Anlage sein muß hast Du Dir damit auch schon selbst beantwortet.

    Auch wenn Du die Anlage nur einmal mitnehmen möchtest muß sie in Dein Auto passen.

    Etwas Kreativität, wie Beifahrersitz und Rücksitzbank derweil wo anders "zwischenlagern", kann dabei helfen das "serienmäßige" Transportvolumen zu erweitern ;-)



    So war jetzt ziemlich lang. Danke für die schon sehr hilfreichen Antworten. Ich denke mal bevor ich die grundlegenden Sachen nicht verstanden habe werde ich mir auch nichts zulegen… Nen Verkäufer nach so Zeugs zu fragen oder sich in so einem Umfang beraten zu lassen wie es gerade hier in diesem Thread passiert geht ja so gar nicht. Der Verkäufer jagt mich doch gleich vom Platz wenn ich mit Grundsatzfragen komme und mit ihm das diskutieren anfange. Da gibts wohl nur zwei Varianten. Hab ich als Käufer keine Ahnung wird ein aktiv komplettiert empfohlen und hab ich ahnung dann weiß ich auch schon eher selber was ich will und brauch ihn nicht mehr sonderlich.



    In der von Dir angepeilten Größenordnung der Anlage ist es durchaus passend, wenn die Topteile intern eine Passivweiche für die Trennung zwischen Mitteltöner und Hochtontreiber haben und du die Trennung zwischen Bässen und Topteil aktiv vornimmst.

    Das kann dann entweder so aussehen, dass in den Bässen gleich auch das Amping für Bass und Tops mit drinnen sitzt, oder du hast ein Amprack in dem die Bassenstufe, Topteilendstufe und DSP inkl. Anschlussfeld hausen. (ist halt wieder ein Trumm mehr was in das Auto passen muß)



    Natürlich kann es auch ein aktives Top mit der eingebauten Elektronik sein und Bässe die ihr eigenes Amping im Gehäuse haben.



    Das einzige was ich vermeiden würde, ist das ein Teil der Lautsprecher (z.B. die Topteile) eingebaute Endstufen haben und Du für passive Bässe und die Trennung zu den Tops dann wieder eine extra Endstufe und einen DSP mit herumziehen mußt. (oder umgekehrt)

    Also entweder alle Boxen ohne externes Amping nutzbar (eingebaute Endstufen) oder gleich alle Boxen ohne eingebaute Endstufen und alle Endstufen inkl. den DSP ein ein gesondertes Amprack.



    Ob das Budget von 2000.- Euro für die "Discobeschallung" ausreichend ist, ist sicher eine Frage des persönlichen Anspruchs.

    Mein Anspruch ist seit jeher, es muß (auch bei Konserve) so tun als wenn es live wäre und sauber und unverzerrt spielen. Wenn du jetzt nur mal eine Snare eines akustischen Schlagzeugs betrachtest, die nicht nur "gestreichelt" wird, oder auch eine 4x12" Gitarrenbox die artgerecht angesteuert wird, dann fallen alle "günstigen" Lösungen schon mal raus, da eben diese Lautstärken nicht verzerrungsfrei realistisch wiedergeben werden können.

    Das ist aber jetzt nur mein persönlicher Anspruch, der natürlich für Andere überhaupt nicht gelten muß.

  • Fux fetten Dank und Lob an deine Mühen das zu erklären. Solche Erklärungen bringen mir gerade am meisten. Speziell auch früher die Erklärung mit dem maximalen hub eines Chassis war top !


    Das mit den "Phasenverschiebungen" ist so nicht ganz richtig, da scheint mir das Wort Phasenverschiebungen für verschiedenste physikalische Sachverhalte herhalten zu müssen

    Gut also doch nicht verstanden 😊 werde ich nochmal genauer anschauen.

    Der Phasenverlauf eines Amps im relevanten Übertragungsbereich ist so, dass Du Dir da als Anwender keinen Kopf darüber machen brauchst.

    Die Filter verändern den Phasenverlauf, egal ob passiv oder aktiv. (Der Phasenverlauf der Kombination Chassis & Filter ist hier relevant)

    kannst du das vielleicht nochmal genauer erklären, bzw mir ein Beispiel geben ?! Wäre super.


    Oh sehe gerade es gehen das nur max 3 Zitate möglich sind. Deine Antworten kopiere ich und bleiben in kursiv.



    Ob das System "klingt" (das ist mal ein sehr untechnischer Ausdruck) hängt von allerhand Faktoren ab, von denen der Phasenverlauf eben nur einer ist. (Mit scheint Du versuchst jetzt alles über die Phase zu klären, weil Du hier einen neuen Begriff gefunden hast)


    Ich bin halt gelernter Elektriker. Für mich gibts halt im normalen Stromnetz Sinuswellen mit 50 Herz. Und wenn man dann in die Drehstromlehre geht gibt es zwei weitere Leiter die jeweils um 120* Phasenverschoben um ein Magnetisches drehfeld zu erzeugen. Und so Versuch ich wohl gerade die Brücke zu schlagen. Aber es scheint das es sich wohl so sich nicht übertragen lässt.


    Phasengang und Amplitudengang hängen unmittelbar zusammen und lassen sich daher auch gar nicht unabhängig voneinander btrachten.


    Ja ich glaube ich Würfel da auch gerade einiges falsch zusammen. Ich stell mir auch irgendwie unter amplitudengang einen Graph vor der mir die Lautstärke ( für mich Pegel) eines Systems in Abhängigkeit der Frequenzen anzeigt. Was vermutlich so nicht ganz richtig ist. Und wenn ich zwei Quellen habe wo die phasenlage nicht stimmt werden die Lautstärken je nach Lage entweder aufaddiert oder abgezogen. Aber ich glaub ich muss da noch einiges an Grundlagenwissen aufarbeiten. Ich hab da irgendwo ein Denkfehler drin. Muss mal meine Hefte zu bodediagramm nochmal rausholen. Kann auch sein das die Annahmen nur im elektrischen System zutreffen und nach den Boxen anderer funktionieren da Schallwellen und Strom/Spannungsschwingungen anderer funktionieren. Naja soll nicht dein Problem sein 😊


    Die Frage wie groß bzw. transportabel die Anlage sein muß hast Du Dir damit auch schon selbst beantwortet.

    Auch wenn Du die Anlage nur einmal mitnehmen möchtest muß sie in Dein Auto passen.

    Etwas Kreativität, wie Beifahrersitz und Rücksitzbank derweil wo anders "zwischenlagern", kann dabei helfen das "serienmäßige" Transportvolumen zu erweitern ;-)


    Naja ein Transporter von der Firma steht schon zur Verfügung. Bin im Kundendienst für Heizungsanlagen tätig. Decke dort den Elektro Bereich ab. Verkabelung von Steuerung etc.

  • Physik ist's immer die Selbe! (ob elektrisch, akustisch, oder sonstwas)

    Hast Du die Zusammenhänge eines physikalischen Teilgebietes einmal intus, dann ist das in allen anderen Teilgebieten immer das Selbe in grün.


    Fachliteratur:

    Für entsprechende Fachliteratur zur Elektroakustik kann man einen Haufen Geld ausgeben, da die Bücher die wirklich in die Tiefe gehen nur einen sehr kleinen Kreis an Lesern ansprechen und deshalb auch nicht gerade in hohen Auflagen publiziert werden.

    Heutzutage findet man aber ja auch jede Menge Fachliteratur online im Netz, so dass man sich da für's Erste auch mal schon ganz gut ins Thema einlesen kann ohne größere Investitionen tätigen zu müssen.

    Natürlich gilt es im Netz, in dem ja Jeder irgendetwas Schreiben kann was ihm gerade einfällt, immer kritisch zu hinterfragen ob der Autor einer Webseite oder eines Artikels, von dem was er da schreibt, auch wirklich etwas versteht, oder nur herumphilosophiert ;-)

    Wenn man sich dann mal sicher ist, das einen das längerfristig interessiert, kann man sich die entsprechenden Fachbücher ja immer noch zulegen.


    Transportabilität:

    Na mit Zugriff auf einem Transporter bist Du ja was das Transportvolumen betrifft eh flexibel!


    P.S.

    Wenn sich die Mucke an allen Stellen im Raum genauso anhört wie über einen guten Kopfhörer, dann mach Dir über die Phase keine Sorgen mehr, dann passt Anlage und Setup.

    Aber solche Räume gibt es fast nicht... ;-)

    Was zur Beurteilung, ob ein System tut oder nicht, auch hilfreich ist, ist sich darüber akustische Instrumente (z.B. Saxophon) und natürlich Stimmen (möglichst trocken ohne übertriebene Hallfahnen und Gedöns) anzuhören, die man gut kennt.


    Bei einem PA Vergleich zwischen GAE, HK Audio, Craft, L-Acoustics und KS, mit z.T. den jeweiligen Vertrieben vor Ort, nam ich, nachdem eine Weile mit für mich eigenartiger elektronische Mucke "getestet" worden war und auch eine Liveband die ich nicht kannte über die verschienen Systeme gespielt hatte, mal die (Achtung nicht erschrecken!) Udo Jürgens "Gestern-Heute-Morgen" Live CD heraus und wir spielten da ein paar ausgesuchte Passagen an. Hierauf fiel einigen Anwesenden die Kinnlade herunter und es begann die Suche nach vermeintlichen Fehlern in zwei der Anlagen, welche die Aufnahme sagen wir mal etwas eigen interpretiert hatten.

    Die verschiedenen PAs bei dem "Vergleich" waren jetzt nicht so direkt von ihrer Konzeption her vergleichbar (Linearray/Punktschallquellen (z.T. horngeladen), aber das Programmmaterial akustisch korrekt wiedergeben sollten sie ja alle können.

    Witzig am Rande: Es stellte sich dabei heraus, dass der Mann der bei dem PA Vergleich am Pult stand selbst auf der Udo Jürgens Tour dabei war, bei der die Live CD aufgenommen wurde.

    (da war auch das gleiche L-Acoustics System, natürlich dann in einem größeren Setup, mit auf Tour)

    Der "Vergleichstest" ist aber schon eine Zeit lang her...... ;-)


    Die Gelegenheit in einer akustisch guten Halle mal mehrere richtig große Systeme nebeneinander durch einfaches Umschalten sowohl mit Konserve als auch direkt mit einer Liveband als "Signalquelle" zu vergleichen gibt es halt leider nur absolut selten. Mir hat das damals wirklich etwas gebracht und es war eine tolle, aufwendig gemachte Veranstaltung. Die Perfektion ging dabei sogar so weit, dass beim Durchschalten auf die verschiedenen PA Systeme am Yamaha 02R Mixer automatisch die kopfbewegten Lampen die jeweilig angewählten PA-Systeme anleuchteten.


    Was ich damit sagen wollte: Bei elektronisch erzeugter Mucke tut man sich bei Vergleichen schwer, da man ja nicht weiß, ob das was man hört die Verfärbung der PA ist, oder das vom Künstler/Mischer so geplant war. :-)



    Auch wenn jetzt der Kauf einer PA nicht unbedingt eine Anschaffung für's Leben darstellt, noch kurz ein Wilhelm Busch Zitat:

    "D'rum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was bess'res findet!" ;-)

  • und wir spielten da ein paar ausgesuchte Passagen an.

    Hahaha XD welche Passagen denn genau ? Muss ich unbedingt auch mal als Test dann einlegen.



    Zum Topic:

    Hab gestern mal Kontakt mit nem Verleiher/ Verkäufer auch von Gebrauchten PA Anlagen aufgenommen. Werde da nächste Woche Freitag mal bisschen Probehören können. Unter umständen kann ich da vielleicht auch mal die Anlage ausleihen und in die Scheune stellen. Ideal wäre dann wenn ich mal 4 Subs mit nehmen kann und dann in der Scheune dann mal mit einem starten und nach und nach die anderen dazu schalten kann. Dann sehe ich ja gleich ob mir einer für den Anfang ausreichen würde oder ob es wirklich 4 gleich mehr Sinn machen.


    Werde vermutlich auch den Weg zu Thomann aufnehmen und mir da mal die Speaker in unterschiedlichen Preisklassen anhören. Sind zwar insgesamt 6 Stunden fahrt aber ich denke das könnte sich schon lohnen.


    Werde euch auf jeden fall auf dem Laufenden halten. Und neben bei mir weitere Videos und Informationen zum Thema an eignen. Wenn`s okay ist werde ich hier ab und zu einige Off Topic fragen stellen um mein Wissensstand zu überprüfen. Denke auch die Boxen selber zu bauen könnte sicherlich ne Option sein. Aber ich versuch nicht mehr 10 Fragen gleichzeitig zu stellen :-)


    Wenn Du dem 12"er die Bässe vom Leib hältst, dann kannst Du mehr Leistung drauf geben, bevor das Chassis Auslenkungen macht, die sein Hublimit überschreiten.

    Je mehr ein Chassis (egal welchen Durchmessers) durch seine Auslegung (die sog. Thiele Small Parameter und mechanische Angaben zu Luftspalt und Spulenwickelhöhe geben Dir darüber Auskunft) auf Basswiedergabe (in rel. kleinen Gehäusen) optimiert ist, desto weniger hoch rauf in die Mitten kann es spielen und um so geringer ist sein Wirkungsgrad (--> Leiser)

    Wenn man weiß, dass man das Top nicht wirklich full range (also zur Musikwiedergabe ohne extra Bässe) einsetzten willst, kann man bei der Auswahl des Mitteltöners (hier 12" Midbasses) ein Exemplar wählen was nicht auf Bass, sondern laute Mittenwiedergabe "gezüchtet" wurde und bekommt bei gleicher Verstärkerleistung mehr Schalldruck in den Mitten als mit einem 12er der mehr Bass kann.

    Könnte man sagen Chasis die für tiefe Frequenzen ausgelegt sind müssen einen großen Hub fahren können. Demnach muss die Membran auch elastischer sein. Wenn ich dann aber in den Mitteltonbereich komme sind die Schwingungen die die Membran machen muss ja schneller. Demnach ist es eher entscheiden das die Membran mehr gespannt ist um diese Schnellen Frequenzen genauer wieder zu geben und nicht zu Überschwingen ? (Stichpunkt Cms Wert bei den TSP)

  • Um Gottes Willen, natürlich sollen die Membranen nicht elastisch sein. Do solltet Dir mal eine Schnittzeichnung eines Lautsprecherchassis ansehen, um die einzelnen Bestandteile, ihre Bezeichnungen und Funktion zu verstehen.

  • Um Gottes Willen, natürlich sollen die Membranen nicht elastisch sein. Do solltet Dir mal eine Schnittzeichnung eines Lautsprecherchassis ansehen, um die einzelnen Bestandteile, ihre Bezeichnungen und Funktion zu verstehen.

    Upsi ja mein Fehler meinte die Sicke. Also elastische Sicke = Membran kann großen Hub fahren Ergo Tieftonbereich. Strammere Sicke Membran kann zwar nicht sehr große Hübe fahren ist aber besser für schnellere Schwingungen ergo Mitteltonbereich. Und genau dieser Zusammenhang ist in den TSP als Cms Wert zu finden. So richtig ?

  • Wichtig ist natürlich im gleichen Zusammenhang auch die Stärke des Antriebs (Zusammenspiel der gewickelten Spule mit der Feldstärke im Luftspalt) und die Membranmasse.

    Interresant ist in diesem Zusammenhang auch das sog. Efficency Bandwide Product EBP des Chassis.

    Je Antriebsstärker das Chassi ist und je mehr dass es sich für eine klassische Hornladung eignet ("Mittenrakete") desto höher ist dieser Wert. Für Chassis mit Eignung für tief spielende Subwoofer in nicht gerade unendlich großen Bassreflexgehäusen fällt dieser Wert eher niedriger aus.

    (Der Frequenzgang eines Midbass- oder Mitteltonchassis, das sich für ein Mitteltonhorn eignet steigt (ohne Horn gemessen) zu den höheren Frequenzen deutlich an)


    Die Härte der Einspannung/Stärke des Antriebs siehst Du auch über die Güte, wobei Qts der Gesamtgüte (bestehend aus der mechansichen und elektrischen Güte) entspricht.

    Chassis mit sehr hohem Qts Wert von sagen wir mal deutlich über 0,4 sind für Bassreflexanwendungen eher nicht so geeignet, da "zu weich". Ist der Qts Wert aber sehr niedrig, erfordet eine tiefe Abstimmung in einem Bassreflexgehäuse recht große Gehäusevolumen. (ein Chassis mit sehr hohem Qts Wert ergibt in einem Bassreflexgehäuse eine "Dröhnbox")

    Der Vas Wert sagt Dir wie groß das "äquivalente Luftnachgiebigkeitsvolumen" ist.

    Bei höheren Vas Werten brauchst Du tendenziell größere Gehäusevolumen für eine Bassreflexbox, bei kleineren Vas Werten genügt Dir ein kleineres Gehäuse.


    Das ist jetzt mal eine stark verkürzte Darstellung im Schnelldurchgang.

    Alle Parameter hängen untereinander voneinander ab.

    Am Besten Du liest Dich da doch mal selber ein wenig dazu ein.


    Suche nach "Thiele Small Parameter"


    P.S.

    So ziemlich der unwichtigste Wert (und auch kein Thiele Small Parameter) ist die Belastbarkeitsangabe in Watt....

    Solange ein Basschassis eine Schwingspule mit einem halbwegs vernünftigen Durchmesser hat, wird in einem Bassreflexgehäuse immer die maximale (lineare) Auslenkung die maximal erzielbare Lautsärke im Bassbereich beschränken und nicht die elektrische Belastbarkeit.

    Viele Grüße,
    Fux

    3 Mal editiert, zuletzt von Fux ()

  • Ich könnte an dieser Stelle nur wiederholen, was die fachlich versierten User hier alles schon geschrieben haben.


    Nur: Der TE wird nicht mehr Asche ins Budget bekommen. Das scheint mir gedeckelt zu sein.

    Bedenkt auch seinen Anwendungsfall, der nicht nur: "PA in Scheune" lautet, sondern "Party" und zwar so wie ich es raushöre im eher rustikalen Umfeld?


    Dann ist die Beschallung ehrlich gesagt nur das zweitwichtigste! Ja.. ich mache mich ggf. unbeliebt.


    Wir hatten zu meiner aktiven Zeit eine Anlage, die viele hier heute nur als "Kernschrott" bezeichnen würden. Das meiste selbstgebaut aus günstigen Komponenten. Dennoch kamen nach jeder Veranstaltung ein paar Leute und haben gleich Folgetermine gebucht, nachdem sie uns ertragen mussten erleben durften ;-) Warum? Weil wir Party gemacht haben mit der Musik, die man hören wollte.


    Unsere Anlage ist auch nicht immer größer und technisch besser geworden... wird haben nur einmal "neugebaut". Unsere Anlage ist einfacher geworden, kleiner... leichter. Warum? Ich bin HF-Ingenieur, kein Tontechniker: Darum! Ich habe nur eine Vorlesung Elektroakustik gehört, keine mehrjährige Ausbildung zu dem Thema.

    Ergo muss ich realistisch bleiben und mich verneigen vor jenen, die ein Rigg geflogen mit 20x weiß der Geier Arrays via CAN so einstellen, dass es einfach nur klasse klingt und dabei 10 Subs auf Zahnlücke setzen, dass es nur so rummst.... Kann ich aber nicht, der TE wahrscheinlich auch nicht!


    Also: KISS - Keep it simple and stupid! Ein DSP mit Auto-EQ für 400 Euro bei nur 2000 Euro Budget? Geld an der falschen Stelle verbrannt!


    Einfach:

    ⁣the box DSX Power Bundle – Musikhaus Thomann

    Dann noch DJ Mixer und ein einfacher, graphischer 2x 10 Band EQ.


    Klar ist alles mehr cooler und man kann es professioneller ausgestalten... aber nicht mit dem Budget und es muss auch nicht für diesen Zweck und nicht ohne richtig technisches Wissen. Währe es da, hätte er nicht gefragt!

    Also: KISS it... please und bedenkt: Ein Hobbyist und Laie will Party machen und da wird Pink! eher unwahrscheinlich auf nen Gig reinplatzen.... gelle?


    Lieber aktuellere Musik kaufen und besser Auflegen und wenn ein paar hunderter echt übrig sind: Zapfanlage... wenn vorhanden: Ein paar China-LED-Kannen und nen einfaches DMX-Pult oder solche Spielereien zulegen. Das Auge hört ja auch mit...

    • Hilfreichste Antwort

    Budget ist vielleicht aktuell gedeckelt. Soll aber nicht heißen, das wir nächstes Jahr oder so nicht nachlegen könnten, deswegen ja die Überlegung erstmal gute 12"er und mit einem Sub anfangen und dann nächstes Jahr nachlegen.


    Naja Musik klar zum Party machen für was braucht man ne PA Anlage sonst ? XD

    Die Musikrichtungen laufen zwar quer durch. Aber hauptsächlich hören wir schon Elektro / Dance / EDM so in die Richtung.


    Danke was Licht angeht sind wir ganz gut ausgestattet. Haben nen Laser mehrere Movingheads paar LED Bars und das ganze wird per DMX und Daslight ich sag mal ziemlich nett angesteuert :)


    KISS mag für dich vielleicht gut für dich funktionieren, ich lieb es halt einfach mich in Themengebiete rein zu fuchsen (jeder braucht irgend ein hobby), also wieso nicht ....

    Danke für deine Empfehlung wäre sicher ne gute "ich kauf das mal kurz und dann ist gut Lösung", aber wie gesagt ich glaub ich tick da einfach etwas anders.


    Flightcases haben wir für unser ganzes Equipment auch schon selbst gebastelt. Könnte mir wie gesagt deshalb auch gut vorstellen das wir nen Eigenbau starten.

  • Wenn Selberbauen auch in Frage kommt, würde ich ja direkt gern hier auch etwas dazu beitragen.

    Aber im ganz unteren Preissegment macht das mit dem Selberbauen wenig Sinn. Wenn einem heute schon für gut 300.- € aktive 12/2 eines Markenherstellers nachgeworfen werden, da braucht man ja die Kreissäge gar nicht erst anwerfen.

    Sparen kann man da eigentlich nur noch beim Selbstbau von hochwertigen Teilen und da auch nur wenn man den Gebrauchtkauf kategorisch ausschließt.

    Wenn es für unter 5000.- € schon zwei gebrauchte Meyer MSL 4 zusammen mit zwei 650er Subwoofern des selben Herstellers am Markt gibt, dann macht das Selberbauen wirtschaftlich gesehen eigentlich keinen Sinn mehr.

  • ... und los geht's... corn*

    🤣🤣🤣 der Laser hängt auf 4 Meter Höhe und ist mechanisch begrenzt das er nicht unter 2,7m scheint. Wir haben nen notaus. Mein Kumpel ist Physiker und arbeitet in der Laserindustrie. Er hat auch den laserschutzbeauftragten Schein und es sind alles private Veranstaltungen demnach müssen wir ihn auch nicht anmelden 😊 ich hoff Ich hab jetzt nichts vergessen und werde gesteinigt 🙈🙈

  • Aber im ganz unteren Preissegment macht das mit dem Selberbauen wenig Sinn. Wenn einem heute schon für gut 300.- € aktive 12/2 eines Markenherstellers

    Für was steht die 12/2 ??

    2x12“er

    oder 12“er mit 2“ Hochtöner

    oder 12“ als 2 Wege Box ?!


    Naja irgendwo wird doch immer was eingespart. Zumindest war das beim flightcase bauen das selbe. Hab Kisten gefunden die fertig ca gleich viel gekostet haben. Beim genauen hinsehen haben die dann aber dünneres und günstigeres Material verwendet.

  • Die Zahl vor dem Schrägstrich ist der Durchmesser des größten Lautsprechers der Box, die Zahl nach dem Schrägstrich die Anzahl der Wege.

    Also die klassischen alten Zeckboxen bestehend aus einem 15“er einem Mitteltöner und einem Hochtöner ist damit eine 15/3.

    Aber diese Art von Bezeichnung sollte Dir doch schon mal über den Weg gelaufen sein, oder?


    P.S.

    Sollte auf deinem LKW bei der Fahrertür 1223 stehen, dann ist das ein 12-Tonner mit 230 PS. ;-)

  • Zum Selberbauen:

    Eine RCF ART 312 A MK IV bekommst Du z.B. neu für 339.- €

    Jetzt Bau mal eine Box mit 12“er, 1“ Treiber und 400 Watt Endstufe inkl. Gehäuse, bei der nicht schon die Einzelteile mehr als die gesamte Fertigbox kosten.

    In diesem Preissegment kann sich heute kein Selbstbau mehr irgendwie rechnen.

  • um Selberbauen:

    Eine RCF ART 312 A MK IV bekommst Du z.B. neu für 339.- €

    Jetzt Bau mal eine Box mit 12“er, 1“ Treiber und 400 Watt Endstufe inkl. Gehäuse, bei der nicht schon die Einzelteile mehr als die gesamte Fertigbox kosten.

    In diesem Preissegment kann sich heute kein Selbstbau mehr irgendwie rechnen.

    Da hast du absolut recht. Der RCF Lautsprecher bleibt aber eine hässliche Plasteschachtel.

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."