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Wie reagiert AES50 auf Kabelbrüche?

  • belo
  • 22. Januar 2023 um 17:56
  • belo
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    • 22. Januar 2023 um 17:56
    • #1

    Hallo Community,

    erstmal vorweg, ich habe mir stundenlang AES50-Threads durchgelesen und versucht mir möglichst viel eurer Erfahrungen zu Gemüte zu führen. Im Wesentlichen lief die Diskussion immer auf das Gleiche heraus:

    - Geschirmtes Kabel

    - Schirm an beiden Ethercon-Steckern aufliegend

    - maximale Kabellänge beachten (kann je Produkt variieren, die Wing verträgt weniger als die X32).

    - Sternförmige Stromverkabelung (Pult & Stagebox aus dem selben Stromkreis)

    Sämtliche Horrorgeschichten waren dann eigentlich immer durch Korrektur einer solchen Gegebenheiten zu beheben.

    Jetzt zum eigentlich Grund meines Threads:

    Mal angenommen, man hält sich an all diese Dinge: hat jemand mal Erfahrungen gemacht oder kann irgendwie beschreiben, wie sich solch ein System (interessant insb. Wing + Stageboxen) verhalten, wenn mir z.B. jemand auf der Veranstaltung übers Kabel läuft und einen Kabelbruch verursacht? (dass man solche Sachen so gut es geht vermeidet ist klar)

    Liebe Admins, wenn dieser Thread am Ende eines der bestehenden AES50-Threads oder der Wing-Diskussion besser aufgehoben ist, verschiebt es gerne da hin.

    Danke & Gruß

    Beni

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  • ThoSchu 22. Januar 2023 um 20:36

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • niggles
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    • 22. Januar 2023 um 20:44
    • #2

    IdR kommt schlicht keine Verbindung zu stande, dann ist es in den meisten Fällen möglich das im Vorfeld noch irgendwie anders hin zu murkeln.

    Ich hab es aber auch schon selbst erlebt dass eine bei den Proben völlig unauffällige Verbindung zwischen M32 und Midas-Stagebox während der Show mehrmals hässliche 0dBFS-Knackser auf allen Wegen raus gelassen hat. Wahrscheinlichste Ursache waren hier vagabundierende Ströme auf dem Schirm einer ursprünglich nicht für diesen Zweck vorgesehenen, fest installierten Cat.7-Leitung.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • belo
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    • 22. Januar 2023 um 21:02
    • #3

    Genau auf die Vermeidung solcher 0dBFS-Knackser zielt meine Frage ab.

    Überlege mir ein AES50 basiertes System zu holen und beschäftige mich halt auch mit den Anfälligkeiten.

    Bringen ein DN9610 oder die 9620er zusätzliche Robustheit in die Hauptverbindung FOH->Stage?

    Der Hintergedanke: wenn das Kabel mal streikt, dann sollte einfach Ruhe sein & man tauscht das Kabel.

    Weitere Ideen?

  • floger
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    • 22. Januar 2023 um 21:18
    • #4

    Ich hatte bei einem nicht ganz gesteckten Kabel bisher nur Aussetzer, keine Knackser.

    Kommt wohl stark darauf an, welches Paar unterbrochen wird. Oder bei der Firmware wurde was gemach, das Knackser unterdrückt.

  • gert
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    • 23. Januar 2023 um 07:38
    • #5

    Man muss bedenken das bei AES50 die Audiodaten auf 4 Adern des Ethercon Kabel laufen. Die Wordclock läuft jedoch einmal als Send auf 2 Adern und einmal als Return auf 2 Adern. Welches Paar Send und welches Return ist entscheidet das System nach dem Handshake. Wenn jetzt die Verbindung relativ simple ist. ZB 1 Pult und 1 Stagebox wird ja nur die eine Clock gebraucht. Wenn genau da eine Ader nicht gut ist kann es zum Ausfall oder Syncfehler kommen. Nun steckt man das Kabel ab und wieder rein und es geht auf einmal. Dann kann das daran liegen das das System das andere Kabelpaar gewählt hat.

    Der Spruch Gestern ging es noch ist bei AES50 falscher denn je. Das kann einem bei komplexen Systemen echt zur Weisglut treiben. Deswegen würde ich immer einen Ethernet Kabel Tester mitschleppen. Es ist wichtig das alle 8 Adern perfect laufen.

    Practice, Practice, Practice

  • Dynamic-Audio
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    • 23. Januar 2023 um 10:14
    • #6
    Zitat von belo

    Genau auf die Vermeidung solcher 0dBFS-Knackser zielt meine Frage ab.

    Überlege mir ein AES50 basiertes System zu holen und beschäftige mich halt auch mit den Anfälligkeiten.

    Bringen ein DN9610 oder die 9620er zusätzliche Robustheit in die Hauptverbindung FOH->Stage?

    Der Hintergedanke: wenn das Kabel mal streikt, dann sollte einfach Ruhe sein & man tauscht das Kabel.

    Weitere Ideen?

    Der DN9620 ist in verbindung mit einem LWL(MM)-Kabel sehr zu empfehlen... da wirst Du keine Probleme mehr haben. Wenn dann mal das Kabel defekt wäre gibts keine Knackser oder sonstiges... nur ruhe ;)

    LG

    Cyril

    Achtung, ich arbeite für einen Audio-Vertieb in der Schweiz und bin daher voreigenommen....;-)

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  • belo
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    • 23. Januar 2023 um 10:40
    • #7

    Hi Dynamic-Audio

    Danke für die Info. Weißt du, ob es sich auch so verhält, wenn ich die DN9620-Lösung mit CAT betreibe?

    Danke & LG

    Beni

  • Dynamic-Audio
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    • 23. Januar 2023 um 15:26
    • #8

    Hi Beni,

    Müsste ich mal testen, hab aber leider gerade keine zur Hand.

    Gruss

    Cyril

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  • uchrisu
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    • 23. Januar 2023 um 22:02
    • #9
    Zitat von belo

    Bringen ein DN9610 oder die 9620er zusätzliche Robustheit in die Hauptverbindung FOH->Stage?

    Also den DN9610 hatte ich mal in einer Location ausprobiert, in der ich die sehr spektakuläre Hausverkabelung nutzen sollte. Der erste Teil der Show lief, dann war die Verbindung weg (mit DN 9610). Stecker direkt in die Wing gesteckt brachte zwar Verbesserung, dass ein Signal da war, aber auch nur soweit, dass es nur sporadisch da war. Soll heißen: Wenn das Kabel kaputt ist, bringt dir auch ein DN 9610 nicht wirklich was und in diesem konkreten Fall war er sogar noch empfindlicher als die Wing.

  • belo
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    • 23. Januar 2023 um 22:20
    • #10
    Zitat von uchrisu

    Also den DN9610 hatte ich mal in einer Location ausprobiert, in der ich die sehr spektakuläre Hausverkabelung nutzen sollte. Der erste Teil der Show lief, dann war die Verbindung weg (mit DN 9610). Stecker direkt in die Wing gesteckt brachte zwar Verbesserung, dass ein Signal da war, aber auch nur soweit, dass es nur sporadisch da war. Soll heißen: Wenn das Kabel kaputt ist, bringt dir auch ein DN 9610 nicht wirklich was und in diesem konkreten Fall war er sogar noch empfindlicher als die Wing.

    Verbindung weg wäre ja ok, kaputt ist kaputt, wichtig ist mir nur, dass unter wirklich gar keinen Umständen (auch wenns das Kabel verhagelt) 0dbFS Knackser aus der Stagebox kommen.

  • Volker
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    • 24. Januar 2023 um 12:08
    • #11

    Wenn es dein Budget hergibt, dann nimm, wie jemand oben geschrieben hat, die LWL Lösung. Da kommt garnix, wenn das Kabel kaputt ist.

    Da die Dinger von Klark allerdings nicht ganz günstig sind, könntest du in dem Zuge (falls das bei Dir überhaupt einne option ist) auch überlegen ein Pult eines anderen Herstellers zu nehmen, beispielsweise Yamaha oder Allen&Heath (dlive oder SQ ist egal). Da man bei diesen Geräten nur einen einfachen medienconverter braucht für die Nutzung von lwl (unmanaged), könnte man mehr Geld in bessere Pulte stecken als in ein x32 und Konsorten und einen klark.

  • mfk0815
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    • 24. Januar 2023 um 12:29
    • #12

    na, da hat einer wohl nicht genau im Blick was die X32ens und Wingens so hergeben an Möglichkeiten.
    Da ist halt die Definition "besseres Pult" im Zusammenhang A&H bzw Yamaha schon sehr subjektiv, würde ich mal sagen.

    Ich habe übrigens bei mir die DL32 als Stagebox in Verwendung. Die schaltet sofort alles ab wenn die Verbindung mit dem Pult verloren geht (z.B durch ein Kabel das abgeht). Da knackst nix, auch nicht wenn man sie wieder ansteckt. Wie das mit den blauen Stageboxen oder den Behringer Teilen so genau geht, kann ich nicht sagen, da ich sie nicht habe. Vielleicht wäre die Investition in eine DL32 mal so eine erster Schritt bevor man die Klark Teile anschafft.

  • fabian_cf
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    • 24. Januar 2023 um 13:03
    • #13

    Ich hatte letztes Jahr auch Probleme auf einem Konzert in Verbindung mit M32R und DL32.

    Aus diversen Gründen war die Verbindung an dem Abend ein Consumer CAT Kabel, welches seitlich des Geländes (kaum geschützt) zur Bühne gelegt wurde. Hin und wieder sind Gäste auf das Kabel getreten und dabei war 2-3x am Abend dieser beschriebene Ausschlag in allen Outputs zu hören, gefolgt von einer halben Sekunde Ruhe, als hätte ein Limiter gegriffen. Am LS Controller war aber nichts limitierendes zu erkennen.

    Alle anderen Jobs laufen mit vernünftigen CAT Kabeln und bisher alle ohne Auffälligkeiten.

    Probleme also auch mit DL32. Ich würde eher in vernünftige Kabel und Kabelbrücken investieren und vor allem auf die Verlegung achten.

    Tontechniker bei http://www.crazy-fusion.de

  • Online
    HenrySalayne
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    • 24. Januar 2023 um 19:26
    • #14

    Ich hatte einmal Probleme mit AES50, die in 0-dBFS-Knacken resultiert haben (Wassertropfen vom Zeltdach der exakt den RJ45 Stecker getroffen hatte). Das war allerdings nur inputseitig, die Outputs haben fröhlich weitergespielt. Nach dem Channel-Kompressor war auch nicht mehr viel übrig. Klang zusammen mit einem dicken Hall wie ein Feuerwerk.

    Das ist meines Erachtens nach aber trotzdem so selten, dass es nicht der Hauptgrund für oder gegen AES50 sein sollte. Andere Systeme haben dafür Ghost-Channels oder andere Dinge, die einem ordentlich Lärm um die Ohren hauen können. Und sei es am Ende das XLR-Kabel zur PA, was beschädigt wird und kracht.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • guma
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    • 24. Januar 2023 um 21:42
    • Hilfreichste Antwort
    • #15
    Zitat von belo

    Hallo Community,

    … hat jemand mal Erfahrungen gemacht oder kann irgendwie beschreiben, wie sich solch ein System (interessant insb. Wing + Stageboxen) verhalten, wenn mir z.B. jemand auf der Veranstaltung übers Kabel läuft und einen Kabelbruch verursacht? (dass man solche Sachen so gut es geht vermeidet, ist klar) …

    Ich gehe noch mal an den Anfang: Der Weg ist für mich ganz klassisch der, weniger Grips in tolle elektrotechnische Lösungen sondern mehr in simple Anwendungs- und Vermeidungsstrategien zu stecken.

    1. Bestimme das benutzte Kabel selbst, also nimm ein bewährtes eigenes oder lass Dir vor Ort das Kabel legen, von dem Du weißt, dass es mit Deinem Pult zuverlässig spielt.

    2. Bestimme den Kabelweg selbst und lass Dir keine „veranstalterischen Notwendigkeiten“ einreden. Plane genug Zeit für den sicheren Kabelweg ein und erwäge auch scheinbar umständliche aber sicherere Wege z.B. 'durch die Luft', hinter der Verkleidung, 'durch den Keller' u.s.w.

    3. YELLOWJACKETS sind teuer, helfen aber…

    Ich erinnere eine Freiluftveranstaltung im Sommer vor Corona, bei der die Aufgabe aus 'ich muss mein eigenes Kabel legen und will es sofort nach dem Gig der Band heil wieder haben' bestand. Ging unter Zuhilfenahme aller Bandmitglieder absolut trittsicher vom FOH Dach über sämtliche Verkaufsbuden zum PA-Wing ohne einen einzigen Kabelbinder und war für die Band ein Riesen Spaß das im Festivalbetrieb wieder von den Dächern zu holen. Zu Analogzeiten undenkbar… :)

  • karel noon 24. Januar 2023 um 22:16

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
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    • 25. Januar 2023 um 09:01
    • #16

    es ist ja im grunde sinnvoll, sich gutes kabel legen zu lassen. dazu gehört natürlich auch, eins als reserve zu bestellen. alternativ kann man ja auch mit redunanz arbeiten. das so ein kabel mal kaputt geht ist so klar wie das auch ein xlr kabel kaputt geht.

    http://www.crystal-hannover.de
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