womit wir in summe wieder da sind, das man im grunde auf den Nachwuchs gerade in dieser Disziplin, individuell eingehen muß. es gibt Leute die sind Überflieger und haben da richtig Bock drauf, denen muß man sozusagen nur kurz beim aufstehen helfen. es gibt aber auch Kandidaten, die einfach das gehör nicht haben und denen man auf nette weise sagen muß, das das nichts für sie ist
neben dem gehör gehört da ja auch der wille zu, dinge umzusetzen.
Das sehe ich ähnlich. Siehe Kunststudium (manches kann man sicher lernen, aber ohne entsprechendes Talent... öhm...). Und natürlich kann man lernen, wie man Klavier spielt - aber wo der eine mit Talent, Feinmotorik und musikalischem Gehör zum genialen Musiker reift, begreift manch anderer jahrelang nicht, dass Musik erst hinter den Noten beginnt und reines "Handwerk" hier leider fehl am Platz ist.
Als Pädagoge ist es für mich u.a. wichtig ein "Möglichmacher" zu sein. Lernanreize bieten, die Voraussetzungen und Gelegenheiten schaffen sowie grundlegendes Know-How als "Startkapital" vermitteln (egal ob es da um ein Instrument oder um Licht- oder Tontechnik geht). Letztendlich bleibt es danach eine Reise jedes Einzelnen, abhängig von dessen Fähigkeiten, Interessen, dem Maß der intrinsischen Motivation und der notwendigen Beharrlichkeit. Leider ist nicht jeder, der es möchte, dazu auch in der Lage - und mancher, der dafür vielleicht begabt wäre, hat möglicherweise ganz andere Interessen. So ist das Leben...
