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XLR abwinkeln für Chorabnahme ab Decke

  • zegi
  • 14. September 2024 um 19:52
  • pivo@45rpm
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    • 16. September 2024 um 11:08
    • #21

    Uff,

    für einmalig "live only": quickNdirty runterbaumeln lassen und auch so kommunizieren.
    für einmalig "Erinnerungsmitschnitt": dto.

    Für ernsthafte Mitschnitte habe ich mir viele Jahre Jahre die Schoepse/MKHs/AKGs/etc immer bei befreundeten Studios zusammengeliehen oder für eben ein solches gearbeitet.

    Da hätte ich mich niemals getraut, die Dinger an so eine Zumpelbandlösung zu hängen.
    Und auch, ehrlich gesagt, nicht für nötig empfunden.
    Da hießen die Möglichkeiten ausschließlich: mindestens ein hohes Hauptmikrofonie-Stativ und Shotguns ausm Augenwinkel, oder ich lasse es gleich ganz, weil da sonst nix Sinnvolles bei rumkommt.
    Selbstbaulösungen haben wir niemals realisiert, da das für uns (mich) in jeglicher Hinsicht Murks war & ist.

    So ein 414 wiegt was....


    Erst als mit SACD und DVD dann die Surround-Mikrofonie mehr und mehr aus der Experimentier-Ecke kam, haben auch etliche kleinere Veranstaltungshäuser (oft ja Opern-Theater-Kirchensääle mit außergewöhnlich guter Akustik)) sich erweichen lassen und tageslichttaugliche (legale) Abhängepunkte geschaffen, die für Surroundspinnen und Gestelle sinnvoll zu nutzen waren. Das war dann schon ein Segen.

    Die Krise ist ein ungemein produktiver Prozess, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen...

  • ERICH
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    • 16. September 2024 um 11:09
    • #22

    Bekommt man bei so einer abgehängten Mikrofonierung auch nennenswert Signal auf die PA, bevor es koppelt? Oder nur auf Delays und vorn Natur?

    Ich frage, weil ich das noch nirgendwo so erlebt habe, oft viel Aufwand für fast keinen Nutzen.

    Bin aber auch nicht der Theater Tonie und habe das immer nur so am Rand mitbekommen.

    Recording ist klar, da geht da was - aber live?

  • floger
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    • 16. September 2024 um 11:44
    • #23

    Ist doch egal wie die Mikros befestigt sind, solange die Position und Ausrichtung die Gleiche ist.

    Ungewinkelt abgehängt hätte ich mich live jetzt aber auch nicht getraut.

  • Lampenschubser
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    • 16. September 2024 um 11:51
    • #24

    Sehr bewehrt hat sich bei mir für nicht zu hohe Bühnen ein K&M Stativ, welches an einer Klemme von der Truss hängt. Sprich vom Roundbase die Base runter und dann mittels Gewindeadapter an einen Coupler, Harken oder Manfrottoklemme ... je nach persönlicher Vorliebe.

    Da ist dann auch das Mikrofongewicht nicht mehr so tragisch.

  • lisa f.
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    • 16. September 2024 um 11:57
    • #25

    Wie gesagt, ich habe beides gemacht in meinem Leben. Dieses Jahr war es ein Schulchor Wettbewerb einer Privatschule, die sich unsere große Indoor Arena gemietet hatten, mit geflogenem Line-Array, Infills etc. auf einer mind 15x12m Bühne. Schulband auf einer kleinen Seitenbühne. Wenn ich mich recht erinnere dann waren das 3 oder 4 Reihen von 4-6 grade gehängten Mikros. Auf die PA. Laut genug. Ich habe zugegebenermaßen „nur“ Monitor gemischt, aber man ist ja nie nicht beteiligt.

  • wora
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    • 16. September 2024 um 12:44
    • #26

    mein letzter einsatz mit abgehängten mikros für ein orchester auf einer stadtfestbühne:

    vorne zwei Schoeps MK41 mit aktivem kabel abgehängt. dafür gibt es entsprechende montagehilfen, um die kapsel in die horizontale zu bringen.

    HC | Miniatur-Hängevorrichtungen | SCHOEPS Mikrofone

    in der mitte der bühne dann zwei MK4 gerade nach unten und im hinteren drittel nochmal das selbe.

    abstand zu den musikern war so etwa 1,5 bis 2m, weil die mikros wegen bühnenumbau für bands hängen bleiben mussten.

    das hat super funktioniert, ich konnte das orchester erstaunlich laut auf die anlage bekommen... natürlich kein rock´n´roll pegel, aber das war ja auch gar nicht gefordert.

    ach so, ja: die PA bestand aus hornsystemen, die einen hohen DI aufweisen. dadurch war das übersprechen auf die bühne natürlich auch nochmal leiser als bei den üblichen mini-linearrays auf solchen festen... aber das hatte ich bei der aufgabenstellung eben so vorgegeben, damit das orchester auch wirklich verstärkt werden kann.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • pivo@45rpm
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    • 16. September 2024 um 12:47
    • #27
    Zitat von ERICH

    aber live?

    das geht recht gut, sogar laut, wenn man sich penibel an die gängigen elektroakustischen Regeln hält und Laufzeiten im Griff hat.
    Mit 12x SM58 von der Decke baumelnd am 01V mit 4x 15"-JBL-Plastikbomber vom Orchester wird das klarerweise nichts. Gutes Besteck und Erfahrung mit den Empfindlichkeitsräumen der Mikros ist absolute Pflicht.

    Zitat von Lampenschubser

    ...K&M Stativ, welches an einer Klemme von der Truss hängt.

    Geil, Danke für die Ergänzung. Den Trick habe ich als kleiner Anfänger mal bei einem Tekki gesehen, der mit Orchester und Chor auf kleiner OpenAir-Runde unterwegs war. Der hatte eine große Tüte mit verschieden langen Stativen fix und fertig für "UpsideDown ans Alu" dabei. Manfrottos, C-Haken, Gerüstschellen, Lochband..
    Das hat mich wg. der Platzersparnis auf der Bühne bei trotzdem gutem Sound damals sehr beeindruckt. Habe ich dann nie wieder so gesehen und folglich dämlicherweise vergessen. Dabei ist das sooo naheliegend. Das werd ich in meiner Stammkirche mal wieder probieren. Da darf ich an die Zugstangen der Dachpfetten zwar ran, habs aber nie genutzt, da etwas zu hoch & Seilerei nicht in Frage kommt.

    Aber, um hier mal die Kurve zu kriegen:

    zegi, beschreib mal, warum Stativ nicht gehen.
    Es gäbe ja auch noch den Rieú-Ansatz. Alles einzeln lavaliert. Das muss ja nicht Funk sein.

    Die Krise ist ein ungemein produktiver Prozess, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen...

  • zegi
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    • 16. September 2024 um 13:04
    • #28
    Zitat von pivo@45rpm

    zegi, beschreib mal, warum Stativ nicht gehen.
    Es gäbe ja auch noch den Rieú-Ansatz. Alles einzeln lavaliert. Das muss ja nicht Funk sein.

    Es wurde vom Veranstalter explizit gefordert, dass es abgehängt sein muss. Einzeln lavaliert geht gar nicht.

    Die Bühne ist am Ende des Saals quasi wie ein angehängter Raum eingelassen, nicht ganz so breit wie der Saal.

    Main PA werden K&F Line 212-6 sein. Die dämpfen relativ gut nach hinten und werden seitlich versetzt neben der Bühne aufgebaut sein. Damit hoffe ich, dass ich mir relativ viel GBF rausholen kann.

    Das Ganze ist übrigens live. Es gibt nur Chor und Piano. In der Location sind etwa 400 - 500 Personen.

    Es gibt die Main PA, Frontfill, und eine Delaylinie.

    Der Ton macht die Musik.

  • Christian S.
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    • 16. September 2024 um 13:23
    • #29
    Zitat von audiobo

    M6 kann man direkt in eine Superclamp schrauben, auf der anderen Seite dann mit Adapter auf 3/8".

    Haben die Superclamps nicht M5 und 1/4 als Gewinde? Oder hast Du die anderen zwei freien Löcher mit M6 getunt?

  • audiobo
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    • 16. September 2024 um 13:25
    • #30
    Zitat von pivo@45rpm

    das geht recht gut, sogar laut, wenn man sich penibel an die gängigen elektroakustischen Regeln hält und Laufzeiten im Griff hat.
    Mit 12x SM58 von der Decke baumelnd am 01V mit 4x 15"-JBL-Plastikbomber vom Orchester wird das klarerweise nichts. Gutes Besteck und Erfahrung mit den Empfindlichkeitsräumen der Mikros ist absolute Pflicht.

    +1

    Im übrigen ist der Aufwand überschaubar wenn es Theaterzüge gibt die man nutzen kann und vorher ein Plan existiert wer wo singt/spielt. Wenn man sich teilweise den Aufwand und das herumgekrieche anschaut um auf der Bühne herumliegende Kabel und Stative zu sichern… :rolleyes:

    Ist dann so ähnlich wie Messebeschallung bauen, nur mit Mikros.

  • audiobo
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    • 16. September 2024 um 13:30
    • #31
    Zitat von Christian S.

    Haben die Superclamps nicht M5 und 1/4 als Gewinde? Oder hast Du die anderen zwei freien Löcher mit M6 getunt?

    Selber schon benutzt.

    Edit:

    F***, du hast recht. Mir ist dann gerade auch eingefallen, dass ich damals noch etwas umbasteln musste deswegen.

  • zegi
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    • 16. September 2024 um 16:48
    • #32

    Ich habe noch ein wenig geknobelt und überlegt. Wenn ich z.B. diese Gummiringe von Neutrik nehme (https://www.thomannmusic.ch/neutrik_dampin…AiABEgJdvfD_BwE [sorry, habe leider nur den Shoplink gefunden]) und sie ganz vorne am Mikrofon anbringe, mit einem schwarzen Sternzwirn oben an der Stange befestige, hätte ich dann einen verstellbaren Winkel?

    Das wäre dann allenfalls die optisch unauffälligste Variante. Oben an der Stange (50mm) wäre dann "upstage" der Faden, der runterkommt und "downstage" das XLR Kabel.

    Der Ton macht die Musik.

  • pfeiffe
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    • 16. September 2024 um 16:51
    • #33

    Du könntest auch einfach die Idee mit dem Draht von Audio Technica aus deinem ersten Post selbst basteln. Mit einem stabilen Draht aus dem Baumarkt / Bastelshop sieht das doch sehr machbar aus.

  • marce
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    • 16. September 2024 um 18:12
    • #34

    mal 'ne doofe Frage: Wie stark willst Du die Mics denn anwinkeln?

    wenn man https://www.lineaudio.se/images/CM4PLOT.jpg einigermaßen trauen darf - solange Du nicht auf min. 45° kommst musst Du Dir eigentlich zwischen "Senkrecht baumeln lassen" und "angewinkelt auf den Chor ausrichten" keine großen Gedenken machen oder Unterschiede erwarten.

    (und bei 45° müssen die dann vermutlich so weit abgelassen werden, dass es optisch bei 4m Höhe schon wieder doof aussieht)

  • zegi
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    • 16. September 2024 um 19:22
    • #35

    Ja, stimmt... Wenn man das Polardiagramm so anschaut...

    Ich vermute, dass man klanglich keinen Unterschied hören würde zwischen 0° und 45°. Aber der GBF würde vermutlich schon besser, wenn man winkelt...

    Der Ton macht die Musik.

  • audiobo
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    • 16. September 2024 um 21:51
    • #36

    -1dB@45° - ausgehend davon, dass sich die Mikros im diffusen Schallfeld der Beschallung befinden.

    Interessant in dem Zusammenhang dürften übrigens die Akustikplatten (Reflektoren?) über der Bühne sein: Wahlweise können sie dir den Chor zu den Mikros hin ca. 3dB verstärken oder durch Kammfilter den Klang versauen - in letzterem Fall ist gerade nach unten hängen lassen evtl. sogar die akustisch bessere Option.

  • marce
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    • 17. September 2024 um 08:45
    • #37

    klingt nach: 2 (oder eines plus T-Schiene) "echt großen" Mic-Stativen, die auf die gewünschte Höhe kommen, hinstellen, 2x Mic dran (eines angewinkelt, eines senkrecht nach unten ausgerichtet) - und ausprobieren.

    angewinkelt kommt evtl. weniger "Müll" von vorne rein, aber da der Chor vermutlich eh nicht direkt an der Bühnenkante steht ist das ggf. zu vernachlässigen.

    ... und ja, mit den Mics def. unterhalb der Absorberplatten bleiben, sonst klingt's meist automatisch wie aus der Mülltonne.

  • Swag
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    • 17. September 2024 um 12:25
    • #38

    Abwinkeln hat bei mir mit Spannfixen schon ein / zwei mal sehr gut funktioniert. Irgendwie konnte man da sogar über Drehen am Kabel die horizontale Ausrichtung ziemlich gut einstellen.

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