Was denn nun?
Das Klinkenkabel von der Gitarre zum Amp bzw. zur DI bringt der Musiker, das Kabel von der DI zum Amp die Technikfirma.
Was denn nun?
Das Klinkenkabel von der Gitarre zum Amp bzw. zur DI bringt der Musiker, das Kabel von der DI zum Amp die Technikfirma.
Eigentlich ist die Definition ziemlich klar: Backline sind Musikinstrumente, also alles womit Musiker direkt interagieren. Schlagzeug, Gitarre + Gitarrenamp + Lautsprecher + Stressbrett + Klinkenkabel, DJ-Pult und Player, Keyboard, B3, Leslie, Rhodes, Vocoder, Flügel...
Das ist dann halt nicht ganz richtig. Es würden auch alle weiteren Sachen dazu gehören, die für den sinnvollen Betrieb dieser Musikinstrumente nötig oder hilfreich sind. Ein Keyboardständer oder ein Percussion-Table ist laut deiner Definition keine Backline.
Das Wort Backline definiert doch eigentlich schon worum es geht, alles was hinten steht... das kann eben auch mal ein Funkmikro oder etwas anderes aus dem Bereich der Technik sein.
Bei der Erklärung im Buch sollte man das auch so beschreiben.
Für Instrumentenkunde gibt es genug andere Quellen.
Das ist dann halt nicht ganz richtig. Es würden auch alle weiteren Sachen dazu gehören, die für den sinnvollen Betrieb dieser Musikinstrumente nötig oder hilfreich sind. Ein Keyboardständer oder ein Percussion-Table ist laut deiner Definition keine Backline.
Doch, denn diese gehören zum Instrument und sind häufig auch individuell auf die Instrumente und die Spielweise angepasst.
Ja, manche Musiker schreiben so was trotzdem in den Rider weil sie schlicht zu faul sind den Kram aus ihrem Proberaum zu jedem Auftritt zu schleppen...
Anders z.B. Notenpulte, Pultleuchten oder Kontrabassistenstühle. Das sind Standardartikel die problemlos beim Wechsel zwischen verschiedenen Künstlern (Band, Blaskapelle, Orchester...) stehen bleiben könnten. Das gehört eher zur Bühnenausstattung.
ZitatDas Wort Backline definiert doch eigentlich schon worum es geht, alles was hinten steht... das kann eben auch mal ein Funkmikro oder etwas anderes aus dem Bereich der Technik sein.
Bei der Erklärung im Buch sollte man das auch so beschreiben.
Na ja, die Ursprünge solcher Definitionen kommen aber auch aus einer anderen Zeit.
Funkmikrofone z.B. sind meiner Meinung nach heutzutage definitiv keine Backline mehr. Die werden schon aus regulatorischen und organisatorischen Gründen meistens lokal gestellt und sind dann auch nicht den ganzen Abend oder Festivaltag fix einem Künstler zugeordnet.
Ich würde davon ausgehen, dass ein Keyboardständer (und alle vergleichbaren Halterungen/Stative/Ständer) zur Backline gehört, genau wie der Hocker beim Piano, den Drums, etc.
Die Diskussion hier zeigt aber schon, dass man im Zweifelsfall explizit definieren muss, was man vom Gegenüber erwartet. Manchmal ist es einfacher zu sagen, was man bringt (bzw. vor Ort hat), manchmal ergibt es mehr Sinn zu sagen, was man nicht hat (bzw. nicht mitbringt).
Backline ist für mich alles was der Künstler für seine Performance benötigt inklusive dem typischen Zubehör drum herum (z. B. Pianobank am Piano, Keyboardständer fürs Keyboard, Kabel oder Funkeinheit von der Gitarre zum Amp). Dafür ist der Künstler entsprechend selbst verantwortlich. Alles ab der Abnahme, also zum "Laut" machen des Instrumentes auf der PA, ist dann Sache des Veranstaltungstechnikers.
Natürlich ist das bei jedem Künstler dann anders, manche haben außer dem Instrument gar nichts dabei, andere haben auch einen speziellen Mikrofonsatz mit Stativen und kleinem Kabelsatz bis zum Multicore dabei. Aber genau dafür ist die Bühnenanweisung da, um genau zu sagen, was wird benötigt und was wird mitgebracht. Ja ich weiß, in der Realität ist das nur ein Wunschdenken aber da hilft die entsprechende Kommunikation untereinander. Wenn ein Künstler oder das Management das nicht schafft ist entsprechend nur "Dienst nach Vorschrift und es gibt kein Wunschkonzert" möglich.
Auch inwiefern bei einer Veranstaltung sich die Künstler untereinander aushelfen (z. B. Schlagzeug bleibt im Grundsetup stehen) ist dann auch wieder eine Kommunikationssache und auch eine Disziplinfrage zwischen den Künstlern und Veranstaltern.
Ich verstehe nicht, was der Rider mit der Definition von Backline zu tun haben sollte. Es ist doch vollkommen egal, wo etwas herkommt und wer dafür verantwortlich ist. Es geht um Funktionen.
Naja , die jeweiligen Bedingungen hängen ja von der Musikrichtung ab .
Zudem sind die Zielvorstellungen so unterschiedlich ,
daß eine allgemeine Betrachtung eher unmöglich ist .
PS:
Außer die *ininninnen , die müssen natürlich in jeden Fall mit rein .
Wer ist denn die Zielgruppe?
Oder das einen Endstufe mit ca. 1kw auch als Converter dienen kann. Einfach einen 50Hz Sinus drauf und mit dem Voltmeter pegeln.
Klappt auch bei 100V Strecken.
Und dazu könnte man direkt den Tauchsieder parallel anschließen und wäre beim Kapitel "Catering" angekommen. "Synergieeffekt" nennt man sowas ja neuerdings ...
Das Klinkenkabel von der Gitarre zum Amp bzw. zur DI bringt der Musiker, das Kabel von der DI zum Amp die Technikfirma.
genau so kenne ich das auch seit Jahrzehnten.
Ich definiere es nur etwas anders:
-Alle symmetrischen Leitungen gehören zur PA.
-Alle unsymmetrischen Leitungen (z.b. bis zur DI-box) gehören zur Backline.
Eine Schwachstelle gibt es bei dieser Definition aber trotzdem:
wenn das Keyboard symmetrische Klinkenausgänge hat... ![]()
Also sage ich meist: alle Klinkenkabel gehören zur Backline ... und ich habe tatsächlich nie welche dabei (ok, eines...)
Es kam schon öfter vor, dass Musiker angeblich kein Klinkenkabel dabei hatten... wenn ich dann mit der Schulter zucke und sage: "sorry, das gehört doch schon immer zur Backline" - dann war es bisher IMMER so, dass sich in irgendeiner Musikertasche plötzlich doch noch ein Klinkenkabel fand... nee nee, verarschen lasse ich wirklich mich nicht gern. ![]()
Wer ist denn die Zielgruppe?
Zielgruppe sind, wie beim gesamten Fachbuch, zuerst die angehenden Fachkräfte VT und dann natürlich alle anderen, wie z.B. die alten Hasen...
Lieber falcocgn,
könntest du noch ein wenig ausführen, was das Ziel und Umfang des Kapitels ist? Ist der Fokus eher auf Organisation und Kommunikation? Oder soll es um Schnittstellen zur Backline und Infrastruktur gehen? Sollen die Aufgaben von Backliner*innen und Orchesterwart*innen erklärt und abgegrenzt werden?
Hallo Henry,
wie Du auch schon schreibst, ist das ein "großes" Thema, wie auch an den Beiträgen zu sehen ist. Wir/der Verlag hat entschieden, dieses Thema aufzunehmen, weil es auf jeden Fall dazugehört. Auch und grade, weil es im Rahmenlehrplan erstaunlicherweise vergessen wurde. Ich musste mir von einem Backliner Kritik anhören. Er hatte recht.
Das soll keine Doktorarbeit werden, da vier Seiten eingeplant sind. Fotos habe ich schon einige. Es soll definiert werden, Schnittstellen und ein bisschen Orga gehören dazu, wie auch wohl verschiedene Aufbauten (z.B. Orchester).
Liebe Kollegen,
vielen Dank für den guten und zahlreichen Input. Ebenso wie für die kleinen Seitenhiebe zu den täglichen Unstimmigkeiten.
Ich werde das jetzt versuchen, in eine vernünftige Form zu bringen.
Hmmm... Es gibt Bilder, es sollen "Sondderfälle" wie Orchester bedacht werden und es stehen vier Seiten zur Verfügung...
Zweifel sind doch erlaubt, oder?
Vielleicht noch als Stichworte /Denkanstöße:
Rollriser/Carts incl. "Fahrtrouten" wenn bestückt
Erfordernis für Testplätze mit Strom und Licht im Backstage um das Equipment zu testen und vorzubereiten
Subcores zur Vorverkabelung
Plexiglaswände
Dummy-cabinets
Kemper (modelling amps)
Schallschutz (Poti am amp ist bezahlt, also wird aufgedreht...)
Spezialmikrofonierung (z.b. z-right stuff)
Transport (Drumrig, einzelcases, Taschen, Koffer?)
Logistik (wann was in welchen Laster und wann auf die Bühne),
Sicherheit (z.b. bei Flügeln auf Tour) zwecks Ladewegen, Rampen, Hebezeugen etc.
Verständnis für Sicherheit und Ordnung und ggf. Umgangslicht weil neben Musikern auch guitar- und drumtechs im Dunkeln auf der Bühne rumspringen könnten.
Temperatur/Feuchtigkeit/Regenschutz für Instrumente
Koordination/Kommunikation z.B. bei gestelltem Festival-Schlagzeug
Leergut storage
Wir sollten aber nicht aus den Augen lassen, das die breite Masse an va Techniken vermutlich eher sehr selten in die Verlegenheit kommen wird solch aufwändige Produktionen zu begleiten
test : sehe ich auch so. Trotzdem ist es imho sinnvoll, wenn man davon gehört hat. Manchmal kann man sich auch von sehr grossen, sehr professionellen Produktionen eine Scheibe abschneiden und im besten Falle sind gewisse Vorgehensweisen/Denkweisen auch skalierbar und funktionieren in jeder Produktionsgrösse.
Ausserdem kann es auch für blutige Anfänger sein, dass sie als Hands mal auf eine grosse Produktion kommen und dort schadet es auch nicht zu wissen, wieso man Dinge macht, wie man sie macht.
Hmmm... Es gibt Bilder, es sollen "Sondderfälle" wie Orchester bedacht werden und es stehen vier Seiten zur Verfügung...
Zweifel sind doch erlaubt, oder?
Naja, wenn ich mir dieses Buch so durchschaue, dann ist das aller unterste Wissensschublade. Da geht es primär darum einem Azubi, der frisch von der Schule kommt und noch nicht mal ein Mikrofon in der Hand hatte zu erklären was die Welt da draußen so alles zu bieten hat. Mit dem Inhalt den das Buch anschneidet könnte man locker flockig zehn ganze Bücher der selben Stärke füllen.
Trotzdem schaue ich gerne rein und habe auch wieder einiges gelernt was schon vergessen war.
Naja, wenn ich mir dieses Buch so durchschaue, dann ist das aller unterste Wissensschublade. Da geht es primär darum einem Azubi, der frisch von der Schule kommt und noch nicht mal ein Mikrofon in der Hand hatte zu erklären was die Welt da draußen so alles zu bieten hat. Mit dem Inhalt den das Buch anschneidet könnte man locker flockig zehn ganze Bücher der selben Stärke füllen.
Dankeschön für Deinen Tritt in den Arsch. Ja, das Buch richtet sich in erster Linie an die angehende Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Die nun fast 600 Seiten als "unterste Wissensschublade" zu bezeichnen finde ich gelinde gesagt ungehörig, uns als Autoren und dem Verlag gegenüber.
Natürlich gibt es zu (fast) allen Fachgebieten jeweils eigene Bücher von verschiedenen Verlagen, doch darum geht es nicht. Es ging darum, die Inhalte aus dem Rahmenlehrplan abzubilden plus X. Das ist meiner Meinung nach gut gelungen
Da Du ja ein bekannt kritischer Geist mit offenbar gefestigter Meinung zu vielen Dingen bist, bist Du bist herzlich eingeladen, selbst ein Buch zu schreiben oder an den Verlag zu schreiben, was Deiner fachlichen Meinung nach noch reingehören würde (falls Du es nicht schon getan hast). Ich meckere auch immer wieder rum, bin dann allerdings konsequent daran interessiert, Dinge zu verbessern.
Das war doch nicht negativ gemeint. Ich habe hier diverse Bücher liegen wie Handbuch der Lichttechnik, Rigging, Mechanik, Medientechnik, Tontechnik ... die sind zusammen wesentlich dicker als euer Werk. Man kann in einem alle Themen umfassenden Buch überhaupt nicht so viel schreiben wie rein gehören würde.
Das Buch ist super.