Was in aller Welt ist so schlimm an einem SM-57 an der Snare?
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In meiner bislang noch winzigen Mikrosammlung befindet sich auch genau je ein SM 57 und SM 58. Nicht weil ich es selbst toll finde, sondern für den Fall, dass ich mit fremden Bands in Kontakt komme. 1. kennt das Teil jeder Musiker und zumindest im Amateur- und Semipro Bereich akzeptiert es auch fast Jeder als Ersatz wenn mal was fehlt. 2. wird es teilweise sogar gewünscht.
Ich hatte mal eine Metalkombo mit Saxopohon. Der Trötende kam dann zu mir, ob ich ein SM 58 habe...Äh jaaaa?...Super, stell mir das vors Sax, zieh Frequenz XY ZdB raus, bisken Hall drauf und dann klingt das oder so in der Art lief das Gespräch. Was soll ich sagen...funktionierte super.
Von daher: Ich verteufel die Dinger nicht, ab und an kann ich sie mal einsetzen bzw. sogar auf expliziten Wunsch. Das es mit einem anderen Mikro vielleicht besser / schöner geht steht ja nicht außer Frage. Arbeiten kann man damit trotzdem. Das 57er war zuletzt an einem Gitarrenamp im Einsatz, weil der Klampfer sein Eigenes 57er vergessen hatte.
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Für mich hat das Sm57/58 als Verleiher einfach den Vorteil das ich die Teile als Notfalllösungimmer dabei habe und jede Band die ein Mikro vergisst bzw. Ein ausfall hat, kann damit etwas anfangen. Vielleicht nicht so gut wie die ursprüngliche lösung aber ich hatte noch nie den Fall das es garnicht geht.
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Das trifft aber auf 90% aller Mikrofone ab der Preisklasse „knapp unter 100 Euro“ zu.
Der Unterschied ist lediglich, dass man beim verkackten Mix die Schuld nicht auf‘s „Billigmikro“ schieben kann, weil vergangene Generationen die Funktionalität ja bereits bewiesen haben.
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Das trifft aber auf 90% aller Mikrofone ab der Preisklasse „knapp unter 100 Euro“ zu.
Das ist richtig, die meisten dieser Mikros kennen die Bands aber nicht. Daher als Low Level Minimum Akzeptanz liegt man wohl auch heute noch ganz gut im Rennen mit den 57er und 58er Knochen wie Alex K. auch schreibt.
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Absolut, es meckert keiner und gut gelaunte sänger die froh über eine gute alternative sind sind mehr wert als der beste mix
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… und so ist das 57 mal wider gerettet. Amen.
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Konkret zur Fragestellung: sobald mit Beserl gespielt wird, speib ich mich bei einem 57er an der Snare an.

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Das ist richtig, die meisten dieser Mikros kennen die Bands aber nicht.
Das ist das Traurige daran. Es ist einfach ein Kult. Faktisch gibt es keinen Grund mehr, diese Mics noch zu verwenden. Weder Sound, noch Robustheit, noch Preis.
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Das ist das Traurige daran. Es ist einfach ein Kult. Faktisch gibt es keinen Grund mehr, diese Mics noch zu verwenden. Weder Sound, noch Robustheit, noch Preis.
Da hast du wohl Recht. Die lieben Musiker sind ja meist noch um Einiges konservativer als wir hinter den Kulissen. Meine 3 festen Truppen sind da im Grunde für Alles offen, hauptsache es klingt am Ende. Da ist es dann egal ob da das große T oder Neumann drauf steht. Die kommen aber überwiegend mit eigenen Mikros...und ja da ist auch genau EIN 57er für Gitarre bei einer Band dabei - noch...da wurde letztens was von Kemper gemunkelt

Aber bei mir unbekannten Bands hab ich eben so meine Erfahrungen gemacht und hab daher eine Notreserve. Ich plane aber nicht von den 57ern und 58ern noch mehr zu kaufen. Für Gesang bei meinem Rockgedöns gefällt mir z.B. das E935 deutlich besser. Das nutze ich sonst meist als Talkback wenn nicht im Einsatz.
Apropos SM57....hab letztens nochmal paar "antike" Musikvideos geguckt und dabei ist mir Folgendes in Erinnerung geblieben (sobald der Gesang losgeht):
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Ein Mikro - to rule them all!Bin eben auf ein ein erfrischendes Video gestoßen. Eine Platte machen mit einem SM57 und Millionen Platten verkaufen. Auch eine meiner Lieblingsplatten von…recording.de
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If the SM57 were a microphone, it would sound like this.
The best mic that money can buy… if you only have $50
…
Piece of shit dynamic mic some people are inexplicably crazy about, so we bought one. Sounds equivalently good on everything from snare drum to electric guitar. Unfortunately, not a very high standard of "Good." If you need to record something and there's no microphone available, this will do, I guess.
😁
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Es ist doch IM PRINZIP die gleiche Logik wie mit den Ridern. Dort steht auch nicht zwingend das beste Produkt aufgelistet. Man verlangt etwas, was man kennt, mit dem man reproduzierbare Ergebnisse erreichen kann und das möglichst überall in ausreichender Menge verfügbar ist.
Man spart sich damit lange Diskussionen und vor jedem Gig lange Recherchen, ob das, was vor Ort gestellt wird, den Ansprüchen genügen kann.
Und weil halt jeder 57 und 58 hat, erfüllt es dieses Kriterium. Und es gibt tatsächlich schlechtere Mikrofone, mit denen man nicht arbeiten möchte.
Man sieht es hier im Forum. Zu jeder 57/58er Diskussion können und wollen alle etwas beitragen und tun es auch. Die blosse Erwähnung der Mikrofone in einem Nebensatz eines beliebigen Themas führt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dazu, dass sich eine OT-Diskussion auftut.
Und um auch hier ins OT abzudriften - wenn es auf der anderen Seite des grossen Teichs so weitergeht wie bisher, wird es bald keine amerikanischen Produkte mehr geben. Ihr könnt euch also schonmal ein SM58 in die Vitrine legen und später euren Enkeln davon erzählen, was die USA damals einmal waren.
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und ja da ist auch genau EIN 57er für Gitarre bei einer Band dabei
Gerade da finde ich es eher ungeeignet. Ich habe das Gefühl, das SM57 koppelt je nach Position sehr stark magnetisch, weil es keine Kompensationsspule hat. Da kannst du gleich mit der DI-Box an den Amp.
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Gerade da finde ich es eher ungeeignet. Ich habe das Gefühl, das SM57 koppelt je nach Position sehr stark magnetisch, weil es keine Kompensationsspule hat. Da kannst du gleich mit der DI-Box an den Amp.
Und gerade bei dem Gitarristen klang das gar nicht so schlecht so wie er es selbst ausgerichtet hat. Allerdings spielt der auch im Proberaum über IEM und SM57, von daher möchte ich behaupten, dass der Sound da schon ganz passabel angepasst wurde. Ansonsten nutze ich da meist das Sennheiser 906. Wobei das zunehmend hinfällig wird, da immer mehr Kemper auftauchen. Irgendwann sind es selbst die Gitarristen leid ihre Marshalls zu schleppen

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Und um auch hier ins OT abzudriften - wenn es auf der anderen Seite des grossen Teichs so weitergeht wie bisher, wird es bald keine amerikanischen Produkte mehr geben. Ihr könnt euch also schonmal ein SM58 in die Vitrine legen und später euren Enkeln davon erzählen, was die USA damals einmal waren.
Dann kommt guma nochmal ganz groß raus mit seinen gesammelten 57er Versionen

Ansonsten volle Zustimmung zu dem Ridervergleich

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Als Freund simpler Lösungen war mir das SadoMaso57 ja recht schnell und konsequent unangenehm.
Bei einer 60s-Kombo vor einiger Zeit war es dann aber soweit. Ich habe meine Paddel (906) rausgeholt und über den Fender 1x12"-Amp geschmissen. Der Klampfenmann kam mir mit SM57 in der Hand entgegen und nickte wissend. Ich durfte mein Paddel probieren, es wurde aber schnell das 57er. Sein Ton war einfach perfekt drauf abgestimmt. Da machste nix.
Solange es nicht nur Kemper gibt, sondern auch die Marshallwand im 50Mann-Pub, isses RocknRoll. -
Ich finde die Diskussion nicht zielführend ...
Bei den betrachteten Anwendungsfällen ist das Mikrofon
eher ein pickup oder "Soundgenerator" also ein Teil der Klangerzeugung .
Eine Qualitätsbetrachtung ist hier genauso sinnvoll ,
wie die Bewertung der Verzerrung verschiedener ECC83 .
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Bei den betrachteten Anwendungsfällen ist das Mikrofon
eher ein pickup oder "Soundgenerator" also ein Teil der Klangerzeugung .
Es kommt eben darauf an, was man von dem Mikrofon erwartet. Ist das Ziel eine einigermaßen unverfälschte Übertragung der Quelle oder ist das Mikrofon eben tatsächlich Teil des Sound-Shapings? Das Letztere ist ja so ungewöhnlich nicht. An der Bass-Drum werden ja nicht selten Mikros eingesetzt, die den Sound entsprechend der gewünschten Klangästhetik recht drastisch verbiegen. Diese "geshapten" Mikrofone sind mit ihrem "Signature Sound" nicht unbedingt stilistisch universell einsetzbar.
Wenn das SM-57 also dem Signal eine Prägung hinzufügt (an der Snare, der Gitarre...), für die es bekannt (und entweder geliebt oder gehasst wird), dann ist das immerhin was. Falls man dessen Prägung nicht will, kann man ja ein anderes Mikrofon nehmen. Sollte man sich jedoch für das SM-57 an einer Klangquelle entscheiden, dann in vollem Bewusstsein - und wenn man einen anderen Sound anstrebt, nimmt man eben ein anderes Mikro.
Dass jedes Mikrofon neben seinen Vorzügen auch Nachteile hat, ist kein Geheimnis. Die Nachteile beim SM-57 sind bekannt (z.B. Off-Axis-Sound / Sound des Übersprechens der HiHat). Anderes halte ich für weniger relevant (Baugröße/Gewicht sind bei anderen Alternativen nun auch nicht so viel anders). Die mangelnde "Offenheit" im Sound beim SM-57 gegenüber anderen Mics muss man auch im Kontext betrachten. Schließlich gibt's auch noch das SD-Bottom-Mikrofon und die Overheads, die ihren Teil zum Gesamtsound beitragen.
An anderer Stelle schon mal gepostet, hier ein Video mit Vergleich des SM-57 und anderen Audio-Technica-Mikrofonen an der Snare. Mir gefällt das SM-57 gar nicht mal so schlecht - und das liegt sicher nicht zuletzt auch daran, dass der Drummer diszipliniert spielt und das Set günstig aufgebaut ist.
Shure SM-57 snare drum microphone alternatives by Audio-Technica | Studio recording shootouthttps://www.ralfschumacher.eu/https://www.audio-technica.com👉 Check out these great sounding Audio-Technica snare microphone options for studio recording or...www.youtube.com -
Das sehe ich genauso .
Im absoluten Nahbereich (nicht Nahfeld !) hat aber praktisch kein Mikrofon
die "Chance" die Quelle verfärbungsfrei abzubilden .
Muß es ja auch nicht für unsere Zwecke .
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