Ich halte das Wühlen in der (scheinbar dubiosen) Vergangenheit des Wirtepaares für ein Ablenkungsmanöver.
Es ist vermutlich für viele unschön zu sehen, dass sie nur Glück hatten, dass das nicht bei ihnen passiert ist. Es zeigt sich jetzt, dass an vielen Orten der Brandschutz nicht ernst genommen wurde und leider sogar jetzt noch nicht ernst genommen wird.
Seit der Katastrophe war ich in einem Restaurant, wo man eine grosse (ca. 1.5m hoch) Topfpflanze mit grossem Topf vor die Notausgangtür gestellt hatte. Das sah nach klarer Absicht aus. Man wollte verhindern, dass jemand den Ausgang als Weg auf die Terrasse benutzt.
Kann halt im Notfall auch Tote geben. Und wer jetzt, in der Phase wo man immer noch täglich über diesen Fall in den Medien Berichte liest, noch nichts kapieren will, wird es nicht kapieren können. Da würde nur eine strenge Hand der zuständigen Behörde helfen. Die seien aber vielerorts überfordert.
In der Schweiz müsste man imho eine nationale Behörde gründen, die für die Auflagen und die Kontrolle der Auflagen zuständig ist. Es kann nicht sein, dass hier in jedem Kanton andere Regeln gelten und Kontrollen teilweise gar nie (!!!) durchgeführt werden. Auch liesse sich verhindern, dass es Gefälligkeitsgutachten gäbe.
Wenn es so weitergeht wie jetzt, sind die nächsten Brandopfer nur eine Frage der Zeit. In einem Jahr schon ist der Vorfall für die breite Masse vergessen.