Aus dem Grund habe ich den Profibereich verlassen, hab in die Industrie gewechselt und mach nur noch Nebengewerbe.
Deutlich einfacher so, kenne aber einige Fulltime Kollegen die das ganz gut hinbekommen.
Aus dem Grund habe ich den Profibereich verlassen, hab in die Industrie gewechselt und mach nur noch Nebengewerbe.
Deutlich einfacher so, kenne aber einige Fulltime Kollegen die das ganz gut hinbekommen.
Und für alle Profis: wie managed Ihr das mit dem Job?
Da kann ich nur ein „leider“ zu einfügen. Hätte ich vor 20 Jahren gewusst wie es läuft hätte ich tatsächlich was anderes gelernt.
Meine Frau managed das allermeiste. Ich liebe meinen Job sehr aber ich tu das auf Kosten meiner Familie. Bei uns läuft vieles nicht fair und ich habe, wenn ich ganz ehrlich bin, oft ein schlechtes Gewissen deswegen. Das mich meine Familie trotzdem liebt ist keine Selbstverständlichkeit und ich bin sehr dankbar dafür.
Wenn wir ehrlich sind ist es doch nach wie vor so, dass die Frau die ganze Kehrarbeit macht und ein Job in einer Branche wie unsere macht es nicht besser. Ich bin froh, dass meine Kinder eine ganz fantastische Mutter haben.
Es kann auch ein vermeintlich normaler Job als Selbständiger ziemlich asymmetrisch und familienunfreundlich sein - dann ist man zwar jeden Abend physisch zu Hause, aber hängt mit dem Kopf trotzdem in der Firma fest. Ob das besser ist als definiertes on/off weiss ich nicht.
Ist auf jede Fall beides anders als bei einem Busfahrer der abends den Hobel ins Depot stellt und dann auch im Kopf Feierabend hat. Der bringt dafür nur Menschen von A nach B, aber keine Emotionen und Ideen in die Welt. Ich hätte einen Großteil meiner Abenteuer und persönlichen Erfahrungen in einem normalen Job nie machen können, wenn man das in sein Umfeld und Familie einbringen kann ist das vielleicht trotzdem ein Mehrwert, wenn auch keine Rechtfertigung mit dem Kopf nicht immer zu 100% da zu sein.
Oder wenn man sich die Arbeitsbedingungen im gewerblichen Güterverkehr so anschaut...
Ein wichtiger Punkt ist auch der Arbeitsweg (vertraglicher Arbeitsort, nicht Einsatzort!) - da geht bei sehr vielen Menschen ein grosser Teil Lebenszeit für nichts drauf - dafür gibt's dann weder Einkommen noch Familienzeit.
Stunde hin, Stunde zurück sind mal eben 12% der Wachzeit (8h-Annahme) am Tag. So mancher ist länger unterwegs.
Schwierig ist in unserem Job vor allem das Thema Kita/KiGa/Schule/Hort, da diese halt ihre der "Norm" angepassten Zeiten haben und auch Elternabende u.ä. auf klassische 9to5-Arbeitszeiten ausgelegt sind. Wobei auch Lehrer gar nicht so selten noch abends um 8 arbeiten und irgendwelche Informationen versenden.
Und für alle Profis: wie managed Ihr das mit dem Job?
Ohne ein gutes familiäres BackUp ist das kaum zu händeln, ausser man kann sich individuelle Fremdbetreuung leisten. Wobei aber hier in der Schweiz, zumindest mit mehreren Kindern, schnell ein "normales" Mittelstandeinkommen zum "Durchlaufposten" oder gar zum finanziell defizitären Zeitaufwand für einen Elternteil wird.
Auch eher jugendliche Unterstützung gegen Bares (klassisches Babysitten) zu finden ist heutzutage offenbar schwieriger als früher mal.
Zum finanziellen Vergleich - im Büro gibt's keinen Spesenausgleich, Kantine ist zwar günstiger als sonstwo essen gehen, läppert sich aber auch. Genauso der Arbeitsweg, das private Auto oder ÖV-Abo.
Dagegen schwingt zumindest beim Selbstständigen immer ein wenig das Damoklesschwert der evtl. nicht abzuschätzenden Auftragslage mit (Corona war da ein Extrembeispiel), gerade auch in Hinsicht auf feste Ferienplanung. Fällt plötzlich ein grosser Auftrag weg und die Alternative überschneidet sich mit der Freizeitplanung ist das schon mal recht doof. Ohne Kids kann man eher schon mal umplanen.
Finanzstress kann dann auch eine zeitlich intensive Belastung sein, in der man die Gedanken nicht da hat, wo es wirklich wichtig wäre.
Auch hier ist die soziale Absicherung im eigenen Umfeld, besonders die Einigkeit mit dem Partner, ein sehr wichtiger Aspekt.
Im grossen und ganzen ist halt mit unseren Arbeitszeiten deutlich mehr Planungsaufwand und -flexibilität vonnöten. Das ist anstrengend, braucht Unterstützung und es kann/will auch nicht jeder.
Ich hab einen Vollzeit-Hauptjob mit 1,5h Pendelweg (einfach) und eine ebenfalls berufstätige Frau. Der Nebenjob VA-Verleih ist seitdem sehr reduziert bzw. fast nur noch Dry-Hire.
Sonstige Familie ist keine vor Ort, aber der Alltag funktioniert mit zusätzlicher privater Betreuung einigermaßen gut. Kritisch ist’s, wenn eines oder beide Kinder krank sind, die Kita und/oder die Babysitterin ausfällt. Das bekommt man dann meist nur noch mit großen Abstrichen geregelt.
Also alle mit Kindern hier können sich ja mal fragen ob sie die Hälfte der sozialkontakte ihrer Kinder organisieren, ob sie die Hälfte der Elternabende machen, ob sie die Hälfte der Weihnachtsgeschenke, Geburtstagsgeschenke sowohl für die eigenen Kinder als auch zu denen die Kinder eingeladen werden organisieren, die Hälfte der Hobbys der Kinder übernehmen,… (ich führe die Liste jetzt mal nicht weiter), ob sie ihrer Frau ermöglichen die (mindestens!) Hälfte der Abende „kinderfrei“ zu haben, der Frau ein Tag in der Woche für ein Hobby ermöglichen, schöne Paarzeit organisieren (also einen Babysitter „buchen“, Kinokarten kaufen oder was auch immer man gerne zusammen macht), die Hausarbeit in einem angemessenen Verhältnis übernimmt (kommt hier natürlich ein bisschen drauf an wer wie viel arbeitet etc.),… (nur als kleiner Einblick was da so geht).
Wer hier selbstsicher behaupten kann, dass er die Hälfte vom ganzen großen „Kinderwahnsinn“ übernimmt, der möchte mir bitte eine PN mit seinem Geheimnis schicken. Ich bin viel zu weit davon entfernt, selbst wenn ich mir Mühe gebe.
Es steckt eine Menge Konflikt potenzial darin. Ich hätte viele Dinge anders mit den Kindern gemacht als meine Frau! Mann muss ja die Frau gewissermaßen teilweise verdrängen.
Nachdem mir der Kinderarzt gesagt hat das da so schnell nichts abreißt, habe ich meine Kinder auch gerne mal kopfüber getragen. Ich habe im Sessel gesessen und über meinem Kopf geschwenkt. Das fand meine Frau am Anfang garnicht gut. Irgendwann hat sie es dann aktzeptiert und die Kinder haben es geliebt 😎
Wer hier selbstsicher behaupten kann, dass er die Hälfte vom ganzen großen „Kinderwahnsinn“ übernimmt, der möchte mir bitte eine PN mit seinem Geheimnis schicken. Ich bin viel zu weit davon entfernt, selbst wenn ich mir Mühe gebe.
Ich habe das 50:50 aus der Umfrage auf den gesamten Haushalt bezogen, nicht nur auf alles rund um den Nachwuchs. Bei den Kindern ist es ungleich verteilt.
Mann muss ja die Frau gewissermaßen teilweise verdrängen.
Hmm…?
Lass uns erbsenzählen guma
KI generierte Verkehrsmeldungen. (Oder wuch nur der schlechte Einsatz von Sprachsysthese). Jedenfalls mega nervig und ernüdend anzuhören, ich erkenne keinen Mehrwert (außer evtl. Geld einzusparen) und dann schafft es das Ding sogar nicht mal fehlerfrei seine, nicht mal fehlerfrei seine Meldungen zu sprechen. Und dann soll der Inhalt stimmen oder ich ihm vertrauen? Ist dahin. Ich mag da gerne Menschen mit ihren Stimmen und der kleinen Varianz der Lage!
Und dann noch als Ankündigung (was ja beim automatischen Senderumschalten zu Verkehrsmeldungen nervt) lange von KI zu labern, statt Inhalte auszuliefern! Als ob davon etwas besser wird, aber vermutlich muss nur wieder irgendein Sessepupser zeigen, dass man jetzt hipp auch was mit KI macht.
Sorry, ich fand es im ersten Moment schlecht und tue das jetzt nach einigen Tagen noch mehr. Eigentlich brauchen wir auch ÖR-Rundfunk, aber inhaltlich schaffen die sich immer schneller durch sinkende Qualität ab. (Inhaltliche Fehler in Artikeln, die mit Allgemeinbildung oder minimalen journalistischen Handwerkszeug findbar sind z.B.) . Auch ein IDN.
10.000€ Lastenrad steht still weil der auf Fahrrad modifizierte 24€ (Amazon) / 11€ (Alibaba) Motorradkettenspanner verreckt ist.
Rennrad Keramiklager an einem 450kg Lastenrad ... die Lager hat es über 1700km einfach pulverisiert, Zustand: nicht mehr auffindbar! Dadurch hat die gesamte Kettenführung gefressen und sich zu einem Klumpen Kunststoff verschmolzen. Das ganze natürlich unter 200kg Zuladung am einzigen Berg in der ganzen Stadt ...
Lieferzeit drei Wochen ...
Fei nach dem Motto: Wenn schon Scheiße dann mit Schwung
Ich habe das 50:50 aus der Umfrage auf den gesamten Haushalt bezogen, nicht nur auf alles rund um den Nachwuchs. Bei den Kindern ist es ungleich verteilt.
Das heißt Du machst Essen, Einkäufe, Wäsche und putzt während sich Deine Frau um die Kinder kümmert?
Das heißt Du machst Essen, Einkäufe, Wäsche und putzt während sich Deine Frau um die Kinder kümmert?
Pah...., Ich/wir haben keine Kinder und ich mach trotzdem weit über die Hälfte der Arbeit zuhause.
Das heißt Du machst Essen, Einkäufe, Wäsche und putzt während sich Deine Frau um die Kinder kümmert?
So absolut ist die Aufteilung nicht.
Beispielsweise mache ich jeden Morgen beide Kinder fertig (wickeln, anziehen, frühstück machen, Zähneputzen), an zwei Tagen bringe ich sie zur Kita. Wir haben eine Babysitterin für einen Nachmittag pro Woche und eine Haushaltshilfe die sich ums putzen kümmert, das hilft enorm. Dann gibt es Dinge, die komplett meine Verantwortung sind, andere liegen nur bei meiner Frau.
Dinge wie Arzttermine und Kindergeburtstage sind vom Wochentag abhängig.
Dieser Alltag funktioniert so sehr gut - koordinativ anstrengend sind nicht planbare Ausfälle oder Krankheiten. Da hat sich bei uns ein „Wechselschichtmodell“ ganz gut bewährt (jeder übernimmt 2-4 Stunden, dann Tausch), das geht aber nicht immer. Ich habe zum Glück viele Freiheiten im Job, aber auch nicht unbegrenzt.
Jetzt führen wir beide nicht exakt Buch - aber zwischen den Möglichkeiten „50:50“ und „einer macht (fast) alles“ sind wir deutlich näher an der ersten Möglichkeit.
Die Möglichkeit, sich alle Arbeiten 50:50 zu teilen, ist eine theoretische - in der Praxis krieg ich auf'n Sack, wenn ich die Hausarbeit nach meinen Maßstäben mache.
Frau (und ganz bestimmt nicht nur meine) hat da ihre Ansichten von Sauberkeit, Ordnung und Arbeitsabläufen, denen alles entsprechen muß. Da wird dann auch ganz schnell selbst wieder Hand angelegt...
Wäsche waschen - 'doch nicht zusammen!!!'
Wäsche trocknen - 'nicht im Trockner, das muss auf die Leine!'
Wäsche zusammenlegen - 'so doch nicht!!! Die Faltung muß anders'.
Wenn ich z.B. frag, was ich zum Abendessen machen soll, heisst es: 'lass du dir doch was einfallen' - mach ich das so (und nach den Wünschen der Kinder), dann macht sie sich doch noch was anderes; Mir hingegen ist's ziemlich egal, was es zu essen gibt und den Kindern passt es sowieso nicht (auch, wenn sie es 5min vorher genau so wollten...
Soziale Kontakte der Kinder organisieren geht auch nur schwer, weil die Muttis dann nämlich auch 'zusammenglucken'.
So suche ich mir am Ende dann meine Betätigungsfelder, wo ich am wenigsten Widerspruch bekomme - vieles davon wird landläufig als 'klassische Männerdomäne' gewertet. ![]()
...könnte mir aber gut vorstellen, daß die beste Ehefrau von Allen das ebenso macht.![]()
In Summe versuche ich meiner Frau jedoch den Rücken weitestgehend freizuhalten, wo es ihr hilft.