Notebooks/Bildschirme am FOH => Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung

  • Gerne lasse ich am FOH parallel zum X32-Pult einen Monitor mit X32-Edit laufen, um die Insert-FX übersichtlich im Zugriff zu haben und bei Bedarf eine schnelle Komplettübersicht über die Inputs und deren Einstellungen zu bekommen.


    Vor allem bei Open-Air-Gigs gabe es durch die Helligkeit der Sonne trotz einem gewissen Sonnenschutz durch das FOH-Zelt oft Probleme mit meinem Notebook und dem angeschlossenen Touchscreen. Beide liegen bei der Helligkeit um 250-300cd/m² und das ist im Sommer offensichtlich zu wenig.


    Bei meinem Samsung-Tablet (Tab A 10.1" mit rund 520cd/m²) ist bei direkter Sonneneinstrahlung zwar auch irgendwann Ende, aber das Display funktioniert schon deutlich besser.


    Mich würde interessieren, wie ihr das für euch gelöst habt.

    Habt ihr besonders helle Monitore im Einsatz oder schattet ihr eure Notebooks/Monitore gezielt ab?

    Welche Lösung könnt ihr aus eurer Praxis empfehlen?

  • Danke für den Tipp. Das ist ja auch preislich ganz in Ordnung. Zur Qualität gibt es allerdings - wie immer - auch andere Wahrnehmungen: 27"-Modell des gleichen Herstellers (das stabilisierende Material im Innern soll nur Pappe sein ?)


    Von Eizo gibt's entsprechende und vermutlich hochwertigere Lösungen, die kosten mir mit rund 200€ für ein wenig Plastik aber schlicht zu viel.


    Für mein Notebook hatte ich kürzlich mal nach sowas geschaut und nun folgende Lösung bestellt: MacHood MB-17

  • ...steck' Dein Lappi notfalls in 'nen Karton :)

    Klar, das ist die Low-Budget-Variante :) - ich suche aber etwas "handlicheres". Bei einem 27"-Monitor sähe das dann auch optisch eher nach Umzugskarton als nach FOH-Platz aus.


    Die "IKEA"-Billigvariante, die an anderer Stelle vorgeschlagen wird, ist dagegen mit Vorsicht zu genießen, weil sie die Lüfteröffnungen eines typischen 15"-Notebooks veschließt.

  • Danke für den Link, ich habe mir die Teile , auch für Pultbildschirme, bis jetzt immer selber geschnitzt, aber das ist einen schöne Halbare Alternative !!

    Was hast du zum "selbst schnitzen" verwendet? Stinknormale schwarze Pappe oder gibt's da was besseres?
    Auch das Display des X32 könnte nämlich etwas Sonnenschutz vertragen...

  • Was hast du zum "selbst schnitzen" verwendet? Stinknormale schwarze Pappe oder gibt's da was besseres?
    Auch das Display des X32 könnte nämlich etwas Sonnenschutz vertragen...


    schwarze Pappe & Scharniere aus dem Modellbaubedarf ... war für einen SD8. Sollte so aber eigentlich für alle Single-Schirm Pulte gehen. Für einen VI, die es am nötigsten hat, leider nicht stabil genug auf die Breite .. ;-)

  • Habe solche Teile aus schwarzer Pappe selbst gebaut und kann die mittels Klettband bei Bedarf am Monitor befestigen. Optisch sieht es dann ähnlich der Prof.Lösung aus Beitrag zwei aus.

    Da die Ecken nur gefaltet sind, kann das Teil bei Nichtnutzung flach in einem Case verstaut werden.

  • Das Ding von Apple ist dann aber auch Multifunktional.

    Mann kann sich damit Luft zufächeln, wenn man es in die Sonne legt hält es die Bratwurst warm, im Winter kann man sich drauf stellen damit die Füße nicht kalt werden und Siri sagt Dir wo Du es liegen lassen hast.😂

  • ...und jetzt stell dir mal vor, was so n Stück Pappe kosten wird, wenn es von Apple designet wurde...^^

    Dann wäre die Pappe aus Alu mit einem apfelförmigen Fenster in der Mitte und man bräuchte für jeden Pulttyp noch sackteure Adapter, damit das Ding überhaupt hält.

    Und natürlich wäre nach 1 Jahr Nutzung das Flachbandkabel für die integrierte Elektromagnethalterung in der Nähe der Scharniere durch. Und die Akkuleistung muss auch noch praktisch evaluiert werden, da man das Ding nur kabellos in der mitgelieferten Ladeschale wieder aufpumpen kann. 😊

  • ganz einfach: ca. https://www.eizo.de/zubehoer/ch7/ - 199€

    Diese Lichtschutzhaube kann nur für ein paar ausgewählten Eizo Monitoren benutzt werden. Diese Monitore sind auf Bildbearbeitung ausgelegt und daher auf einen großen Farbraum, gute Schwarz-werte und eine exakte Kalibrierung hin optimiert. Die Lichtschutzhaube dient dazu, eine noch kontrolliertere Arbeitsumgebung zu schaffen (es gibt sogar Leute, die tragen zur Bildbearbeitung schwarze Kleider, um die Reflexion, die von ihren Kleidern ausgehen könnten, zu eliminieren). Für eine Tourumgebung sind die Eizo Produkte aber nicht wirklich gedacht, sie sind auf Bildqualität ausgelegt, nicht auf Robustheit.


    Ich besitze einen Eizo CG2730 (da ist die Lichtschutzhaube im Preis mit inbegriffen), aber ich würde nie auf die Idee kommen, den mit auf eine Baustelle zu schleppen. Der hat seinen festen Platz in meinem Büro.

  • Mich amüsiert der Gedanke ja schon...

    Wir stellen uns tausende von Euros teure Technik hin um dann mit einem Stück Karton erst die bedienbarkeit herzustellen ^^:P


    Ich erkenne da einen leichten Bedarf an Verbesserung seitens der Hersteller, und zwar so gut wie aller Hersteller!

    das hab ich ja schon vor über einem jahrzehnt angemahnt, nachdem ich mal eine desaströse openair erfahrung mit einer nicht mehr bedienbaren Vi1 gemacht hatte. erst das abhängen des FOH zeltes mit mollton konnte die funktion des mischpultes wieder herstellen. ich habe übrigens auch ein schwarzes zelt, das hilft ungemein!

    nach meinen vehementen einwänden bei der ersten iLive T-serie wurden dort auch hellere bildschirme eingebaut. mit meiner aktuellen dLive habe ich da auch eher wenig probleme.

    der master-trick ist und bleibt aber definitiv ein schwarzes zeltdach!!


    "Auf der Straße" und auf "Baustellen" benutze ich seit Jahren Panasonic Toughbook. Mein aktuelles Gerät ist ein CF-54 mit FHD Auflösung und Touchscreen und ist mit 1.000 cd/m²auch in der Sonne ausreichend hell. Das Teil ist zwar nicht wirklich günstig, dafür aber ausreichend robust, langlebig und recht wertstabil.

    so siehts aus. zu einer professionellen arbeitsumgebung gehört auch professionelles werkzeug.

    auf der einen seite wird unbedingt eine redundante verkabelung erwartet, auf der anderen seite werden laptops für den hausgebrauch eingesetzt. das passt nicht so ganz zusammen. :-)

    für den professionellen einsatz sollte man also zumindest mal darüber nachdenken, ob ein Toughbook nicht doch eine gute lösung wäre.


    ich habe aber auch kein Toughbook, das erschien mir für meine augenblicklichen anwendungen dann doch zu teuer. aber ich habe mir für den arbeitsplatz extra ein großes windows tablet mit hoher helligkeit angeschafft. zusammen mit dem schwarzen zeltdach ist das auch im sommer problemlos, wenn es dunkel wird muss ich die hintergrundbeleuchtung allerdings komplett herunterziehen, sonst werde ich blind ;-)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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