Mietwagen Verleiher

  • ich finde ja die Jumper / Ducato / Boxer allein schon aufgrund der Ladebreite (3x 60iger Packmaß auch in 1,5m Höhe) und der niedigen Landekante allen Sprintern, Ivecos, Movanos und Transits überlegen.

    Die hohe Ladekante hat man dann, wenn man die Hecktriebler-Variante hat, die leider die einzige ist, die auch 3,5 to zieht (Trailerbühnen).

    Wer fährt denn den ganzen Transporter voller gleichförmiger Würfel oder auch Doppelt durch die Gegend?

    Meistens ist es doch ein typischer Gemischtwarenladen.

    Lampenkisten sind (heutzutage) schmaler weil die typischen 5/7R Sharpy Lampen viel kleiner sind, wie die Früheren.

    Angenehmer ist es trotzdem, erst einmal mit den Normkisten anzufangen und dann den ganzen Sondermaßschrott hinten reinzupacken, wenn dann auch die Radkästen anstehen. Wenn man damit schon vorne anfangen muss, wird das Laden schnell zum Tetrisspielen.

  • So wie ich schon in einer anderen Antwort geschrieben habe: Wer einen Gemischtwarenladen hat, und das ganze Equipment in einen 3,5-Tonner passt, für den ist das Normmaß nicht ganz so wichtig.

    Aber ich möchte behaupten, dass der größte Teil unseres Equipments in unserer Branche mit LKWs transportiert wird. Und dort muss das laden fluppen. 4 Kisten nebeneinander, ggf. Kantholz daneben, und alles ist formschlüssig.

    Manche unserer Cases mit Moving Head, Scheinwerfer, LED Kram, Kompaktspeaker etc. könnten 5-10cm schmalen seien. So etwas kaufe ich aber nicht, da sonst das Truck laden eine Zumutung ist. Selbst 19" Racks sind 60x60 oder 60x80. Kleine 8"-10" Boxen sind idR 4-fach verpackt, damit es ein 60er Case ergibt. Podeste stehen hochkant im 60er Dolly. Alle Lampen Dollys haben 60er Maß. Kabelbaum/Trommel Cases sind 60. Geschätzte 80-90% der Kisten mit Rollen hier im Lager haben 60er Maß.

    Und wenn ich dann jetzt mit einem 3,5tonner zu einem kleinen Job fahre, dann brauche ich einen Wagen, in dem ich 3 Kisten nebeneinander packen kann. Wir haben auch bewusst nur den mittleren Ducato mit 3,5m Laderaum gekauft. Mit Speditionsausbau hat der 1,5t Zuladung. Damit kommen wir fast nie in Bedrängnis.


    Ich schreibe dies auch nicht aus der Theorie, sondern Langzeiterfahrung. Früher hatten wir Sprinter und VW LT.

  • Die Zuverlässigkeit und die Fahreigenschaften der Italofranzosen der 3,5t-Klasse sind nach 3-5 Jahren Gebrauch (also dann wenn die Karre allmählich mehr Gewinn erwirtschaftet als sie kostet...) einfach unterirdisch.

    Bzgl. den Fahreigenschaften und der Zuverlässigkeit können wir uns bei den bisherigen Boxern nicht beklagen, eher über die von diversen Miettransportern verschiedenener Anbieter.
    Aber die Fahreigenschaften sind zum Teil ja auch Geschmackssache.


    Alle Fahrzeuge bei uns sind im Leasing und werden nach vier Jahren gegen das neue Modell getauscht.

    Ob Kauf oder Leasing - die Karre muss sich ab dem ersten Tag "selbst tragen" bzw. "Gewinn erwirtschaften" aber doch keine Mehrkosten verursachen.


    Wir verpacken unsere Geräte nach Möglichkeit in Kisten mit Packmaß, so wie das auch einige Herrsteller machen, welche ihre Produkte samt Case verkaufen. Klar gibts hier auch gammelige / unförmige - die werden dann ersetzt.

    Denn schlechte Logistik ist ein Zeit und damit Kostenfaktor der nicht zu unterschätzen ist.


    zum Beispiel:

    - schmale Kisten kann man auch so designen das drei Stück wieder zweimal Packmaß ergeben.
    - können Bässe auch seitlich/hochkant transportiert werden.
    - Podestplatten stehen im 6er-Pack hochkannt auf einem Dolly, das hat Packmaß und ist gute 2m lang, davon passen in nen Boxer 3 Stück nebeneinander vor die Radkästen.
    - 19" Cases sind (zumindest bei uns) immer gleich breit, egal ob mit Holzinlay oder ohne. Und in der Regel auch gleich tiiiiiiiiiief

    - Kleinscheiß (Plastikkisten / Eurobehälter / etc.) landest entweder in Transflexen, Schubladen oder Regaldolly (1,6m hoch, 2m breit, Packmaß Tiefe)


    und Lifte sind eh immer scheiße ;-)

    Aber das ist alles auch schon wieder ein eigenes Thema und hat nichts mehr mit Sommer und Winterreifen oder ausschließlich mit der Fahrzeugwahl zu tun.

    Grüße

  • (Ordentliche!) Schneeketten auf Sommerreifen funktionieren in dem Fall genauso. Bei modernen (Miet-) Autos mit viel losem Plastikzeug unter dem Boden und wenig Bodenfreiheit würd ich das aber lassen, da reisst viel zu schnell was ab. Mindestvoraussetzung für solche Aktionen ist Allrad, erhöhte Bodenfreiheit (Schlechtwegefahrwerk) und ein verkleideter Unterboden.

    ach was, das einzig wahre sind gleisketten! :P

    da gibt es dann auch keine sommer- oder winterversion, sondern nur mit oder ohne gummiauflage :-)

  • Mietwagen der großen Verleiher haben in der Regel heutzutage serienmäßig immer Ganzjahresreifen drauf.

    Die sehen nur aus wie Winterreifen..

    Ich habe auch noch nie Winterreifen im Sommer gesehen. Sommer- oder Ganzjahresreifen waren da drauf. Und der Ganzjahresreifen-Anteil steigt.

    Winterreifen sind auch extrem suboptimal, gerade bei Regen. Und es dürfte auch Strafen nageln, wenn eine Autovermietung sowas machen würde. Gibt es da belegte Fälle von Winterreifen im Sommer bei Mietwagen?

  • Winterreifen sind auch extrem suboptimal, gerade bei Regen. Und es dürfte auch Strafen nageln, wenn eine Autovermietung sowas machen würde. Gibt es da belegte Fälle von Winterreifen im Sommer bei Mietwagen?

    Ist das wirklich so? Beim ADAC-Reifentest schneiden moderne Sommer- und Winterreifen bei Nässe eigentlich gleich gut ab. Und Nässe gibt es sowohl im Winter, wie auch im Sommer.
    Ein Reifen ist ja immer ein Kompromiss, optimiert für gewisse äußere Faktoren. Es ist also klar, dass ein Reifen nicht in allen Aspekten perfekt sein kann. Ob man jetzt aber Pauschal sagen kann, dass jeder Winterreifen im Sommer eine Gefahr darstellt, bezweifle ich dann doch.

  • Gibt es da belegte Fälle von Winterreifen im Sommer bei Mietwagen?

    Ja hier, darum dreht sich das Thema.

    Ob man jetzt aber Pauschal sagen kann, dass jeder Winterreifen im Sommer eine Gefahr darstellt, bezweifle ich dann doch.

    Da gibt es keine 2 Meinungen zu: Der Bremsweg mit Winterreifen auf trockener Strasse im Sommer ist wesentlich länger. Der Unterschied ist vergleichbar wie mit Sommerreifen auf Schnee zu bremsen. Auf die Idee würde niemand freiwillig kommen.



    Auf trockener Fahrbahn zeigten die Winter-Typen vor allem Schwächen beim Bremsen. Je nach Temperatur und Verschleißzustand der Reifen kann dies bedeuten, dass sich der Bremsweg aus Tempo 100 um bis zu 16 Meter verlängert. Je höher die Profiltiefe der Winterreifen und je höher die Umgebungs- und Asphalttemperaturen desto größer fallen die Unterschiede aus.

    16m Meter sind viel, das folgende Bild verdeutlicht das etwas:


    bremsweg-winterreifen-sommerreifen-ganzjahresreifen-leistung.jpg

  • ...und warum sind dann bei jedem professionellen Mikrofonkoffer SM57/58 mit bei?

    Richtig: Kostenoptimierung... robust, kennt jeder, kann man (gegen Aufpreis) zu nem Neumännchen upgraden.



    (Nein Guma, du bist kein professioneller Verleiher im Sinne obiger Kofferregel!!!)


    Die Autoüberlasser kennen keine Kompromisse bei der Sicherheit - die sind nämlich ausreichend versichert.

  • Es bleibt unklar, mit welchen Reifen getestet wurde.

    Ich kann durchaus nachvollziehen, dass es suboptimal ist, mit Winterreifen im Sommer zu fahren. Das mache ich ja auch nicht und würde es niemanden empfehlen. Ob es aber auch Winterreifen gibt, die im Sommer noch akzeptable Fahreigenschaften haben, geht daraus eben auch nicht hervor.