Großbeschallung Bühne 5000+ ohne Linearray - 2019 noch zeitgemäß? Aktuelle Systeme?

  • Ja, das geht, aber die Auswahl ist sehr überschaubar, mein Profilfoto zeigt das Amphitheater Gelsenkirchen, ausverkauft, irgendwas um die 6000 Zuschauer, Beschallung wie bei mir als „fanboy“ natürlich KV2 Audio.


    Material:

    2x VHD 2.0 Top

    6x ES 1.0 Top

    2x VHD 2.21 Sub

    4x ES 2.26 Sub

    2x ES1.8 Sub

    4x ES1.5 Sub


    Also kein Line Array, trotzdem ein wirklich gutes Ergebnis.


    Wenn es noch größer werden soll gibt es von KV2 das VHD 5.0

    https://www.kv2audio.com/products/vhd5.html


    das hab ich selbst leider noch nicht gehört, es gibt aber einige beeindruckende Bilder auf der KV2 Seite und bei Facebook, z.b. vom Mirage Club in Brooklyn.


    So, genug unbezahlte Werbung :P mal sehen was sonst noch kommt.

  • Ganz ohne "Zylinderwelle"??? Echt jetzt?


    Es liegt nun schon ein paar Jahre zurück - 15 oder so - da gab es bei einem bekannten Festival für zeitgenössische Elektrotanzmusik einen Floor, der wurde mit d&b C-Serie beschossen. Ich erinnere mich noch, dass das erschreckend wenig Zeug war, aber dafür infernalisch laut UND gut! An anderer Stelle auf der gleichen Wiese mühte man sich mit hochmodernem Vertikalholz ab und kam nicht wirklich besser an.

    Ich bin mir aber auch wohl bewusst, dass Techno nun nicht das Maß der Dinge ist, wenn es um die umfassende Beurteilung eines Beschallungssystems geht.

  • Naja F1 halt.

    Danach wirds dünn mit schmalen, (abstrahlenden) clusterbaren Horntops.

    Ohm HD fällt mir noch ein.

    Nexo Alpha.

    Frage ist; was "aktuell" bedeutet..


    Ansonsten eben alt mit modernem Processing und neuen Treibern.

    Problem ist; das sich im Low End die Anforderungen massiv verschoben haben.

    Da gibts in den alten Serien dann oft einfach nichts, was das adäquat kann..

  • Jaja der "KV2 Fanboy" ist immer für ne "Steilvorlage" gut. ^^


    Nur mal so bei der grundlegenden Physik bleibend >> Kv2 ist wohl die einzige Firma am Markt die "verzählt" man könne mit nur EINEM 1,4" Blechdeckeltreiber mit 3" VC als HT in einer Box so wie die vorgeschlagene VHD2.0 "Grossbeschallung bis 20.000 PAX" machen ... ich nenne solche PAX angaben die dort gemacht werden schlicht Unseriös bis irreführend weil völlig Praxisfremd. Dazu noch an Standart HT Hörnern und im Web behaupten "auf XXX Metern Beschallungsentfernung ohne Hochtonverlust" (was dank funktionierender Physik schlicht nicht möglich ist) ... bei 80 x 40 Grad Abstrahlwinkel und das dann "long throw Box" nennen. :D


    Und ... um das ganze noch zu Krönen "natürlich" 3-Wege Bass mit Multiresonatoren in der Einzelbox. :*


    Natürlich ist die 5.0 von 100 Meter Entfernung betrachtet eine "Point Source". Im Detail betrachtet jedoch dank der extra hoch geschobenen Trennfrequenz (( damit die armen HT-Treiber überhaupt (über-) lebensfähig sind )) und dem Mechanischen Aufbau noch weniger "Point Source" als jede Standart 12" 1,4" Box das ist.


    :D Schotte

    Klangart-Servicecenter , Immer im Dienst für den guten Ton !
    Wir machen das einfach ... Warum ? Weil wir es können.

  • schotte : aber bitte keine Lügen verbreiten! Die Angaben zu 20.000 Leuten sind zum einen nicht mit einem top und zum anderen wenn man genauer in die Dokumentation schaut sieht man das es da dann eher um Sprache oder seichte Unterhaltung gehen muss.


    Als immer schön den Ball flach halten.


    Es gibt genug echte Aufhänger wofür man KV2 kritisieren kann, da muss man nichts erfinden.


    Was du mit dem Bass meinst ist mir gerade nicht klar, es gibt jedenfalls diverse Varianten, kannst auch z.b. Alles mit einer Sorte machen, z.b dem neuem 2x18“ der ist so konventionell da kannst nicht mal du was gegen haben.


    Was auch noch nicht genannt wurde ist Danley, aber das ist dann schon sehr speziell.


    Schurik : was meinst du mit Auflagen bzw. Den Schwierigkeiten in der Umsetzung.


    Hat eigentlich irgendjemand die große Version von Ease und hätte Lust mal eine Simulation eines VHD 5.0 zu machen, am besten im Vergleich zu einer etwas weiter verbreiteten Kiste?

  • Problem ist; das sich im Low End die Anforderungen massiv verschoben haben.

    Da gibts in den alten Serien dann oft einfach nichts, was das adäquat kann..

    diese aussage kann ich nicht so ganz teilen.

    denn erstens ist es auch mit alten hornsystemen kein problem, einfach eine deutlich größere menge an bässen zu benutzen und damit viel mehr schub im bass zu bekommen. und zweitens haben gerade die alten hornsysteme eine hervorragende effizienz im grundtonbereich, von der moderne linearrays meistens nur träumen können. da wird ja meist mit unfassbaren mengen an speakern gearbeitet. wenn man diese menge und die dazugehörigen verstärkerleistungen früher gehabt hätte und die pappen dann noch in guten hörnern wären, könnte man viele dieser diese linearrays mit einer gleich großen anzahl an hörnern regelrecht wegpusten ;-)

    was ich damit sagen möchte:

    hornlautsprecher haben auch ihre spezifischen vorteile, sie sind nicht so schlecht wie viele denken.


    heutzutage ist es aber sehr selten, dass man überhaupt noch hornsysteme für diese beschallungsgröße sieht. das ist einfach eine frage der zeit, die linearrays haben sich im großbeschallungsbereich einfach durchgesetzt. und das ist ja jetzt auch nicht so ganz grundlos. das hauptargument jedoch, warum es (fast) keine aktuellen großen hornsysteme mehr gibt, ist einfach erklärt: das kauft fast niemand mehr, fast jeder will nur "linearray".

  • Wenn es denn "stereo" sein soll:

    je Seite ein Danley Soundlabs Jericho Horn J1 und ein Danley Soundlabs TH 812.

    Das ganze ordentlich auf Höhe bringen und ordentlich ausrichten.

    Dazu noch ein paar Nearfills und fertig ist die Laube.

    Dann darf auch jeder von den 5000 Leuten noch 1-2 Freunde mitbringen.

    Wenns noch größer sein muss Danley Soundlabs Caleb als Top und ein paar mehr TH 812 oder BC 218

    Die Jungs machen bei den Amis grade haufenweise Neuinstallationen in den dicken Stadien.

    Ich hab das Zeug vor ein paar Jahren in Frankfurt gehört und bin ein wenig vom Glauben (an Vertikalarrays) abgefallen.

    Skalierbarkeit ist allerdings nicht gegeben.

  • Das ist richtig und auch logisch nachvollziehbar.


    Aber das ist ja eben wieder nur der Vergleich mit den damals genutzten Cluster Systemen von Turbo bis Martin.


    Das Konzept von Danley bzw. ist wieder ein anderes, die einzelne Box mag nicht skalierbar sein, im Sinne eines LA, aber man kann mit relativ wenig verschiedenen modellen eine breite Palette an veranstaltungsgrößen abdecken. Die Menge an Material im Lager dürfte dabei ähnlich bleiben.


    Ich hab es früher auch schon geschrieben, es hat in der Schweiz von KV2 ein shootout gegen ein „amtliches“ LA gegeben, leider war wohl kaum jemand dort um berichten zu können.

    Ich will damit auch gar nicht die Diskussion eröffnen im Sinne von A ist besser als B oder umgekehrt. Beide Konzepte haben ihre spezifischen vor und Nachteile.

  • Hat eigentlich irgendjemand die große Version von Ease und hätte Lust mal eine Simulation eines VHD 5.0 zu machen, am besten im Vergleich zu einer etwas weiter verbreiteten Kiste?

    Ich habe mir die GLL vom VHD 5.0 eben mal angesehen. Bei einer Sensitivity von mittleren 118,6dB und zum Maximalpegel nochmal breitbandig etwa 30dB drauf erübrigt sich jeder seriöse Vergleich...

  • Ich will damit auch gar nicht die Diskussion eröffnen im Sinne von A ist besser als B oder umgekehrt. Beide Konzepte haben ihre spezifischen vor und Nachteile.

    das trifft meine meinung zu 100%. :-)


    bezüglich aktueller nicht-LA systeme für großbeschallung:

    die Danley sachen hatte ich schon wieder total vergessen. vor jahren hab ich mal eine band auf einem relativ kleinen Danley-system gemischt, in einer kirche. von der gebotenen performance war ich ebenfalls sehr angetan!


    es gibt übrigens duchaus nauch ein paar alte hornsysteme, die sich mit aktueller verstärker- und controllertechnik in ihrer performance überhaupt nicht hinter linearrays verstecken müssen. fragt mal den kollegen Rockline.


    und was die thematik mit der skalierbarkeit bei linearrays angeht:

    kennen wir nicht alle die "linearrays", die aus drei oder vier tops pro seite bestehen? das ist manchmal ausreichend, aber selten wirklich richtig gut.

    also für mich stellt sich die sachlage etwa so dar: (ganz grob betrachtet)

    - bei unter 1000 zu beschallenden personen sind hornsysteme praktischer und liefern einen besseren sound als zu kurz geratene LAs. hier darf man auch das thema "übersprechen auf die bühne" nochmal näher in betracht ziehen, da spielen die hörner ihre vorteile gut aus. und klanglich sind sie den kurzen linien hier meist ebenfalls überlegen, man beachte hier die deutlich bessere performance im lo-mid bereich.

    - bei deutlich über 1000 pax können die linearrays dann ihre vorteile ausspielen, weil hier die effizienz durch lange linien gegeben ist. ausserdem kann man damit offenbar auch weniger fehler machen als beim clustern großer hornsysteme ;-)