Änderung SBH-mod

  • Hallo liebes Forum,


    ich plane zwei SBH-Modifikationen von dem französischen Boxenbauer Sound-Agency zu bauen. Um das Handling zu erleichtern hatte ich überlegt eine der Innenstreben als Außengehäuse zu verwenden, somit ergäbe sich auf der unteren Rückseite eine 45 Grad Kante, welche das Kippen/Aufstellen meiner Meinung nach erleichtern würde. Ich habe ähnliche Änderungen schon bei Bauplänen wie dem Labhorn gesehen und wollte deswegen fragen, ob da jemand Erfahrungen mit hat, ob das Klang oder Stabilität beeinflussen könnte und, ob hinsichtlich der Stabilität eine Doppelwand da helfen würde.


    Den ganzen Bauplan gibt es hier zu sehen.


    Ich hoffe das hier zu sehende Bild veranschaulicht mein Vorhaben:

    TnEOmb3


    Der grüne Bereich soll zum neuen Außengehäuse der boxen werden und der rote soll wegfallen.


    Bin dankbar für jede Hilfe, schönen Samstag!

  • hell&dunkel

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ja nu,


    die Schräge hat keinen Einfluss auf die Funktion also kann man das natürlich einfach so machen ... gab es früher genau so oft genug bei anderen Holzschachtel Boxen wo in die Schräge die Transport Rollen dann passen ohne Überstand.


    corn*Schotte

    7 Mal editiert, zuletzt von schotte ()

  • Vielen Dank erstmal für die Antworten, perfekt! Wo ich mir momentan noch unsicher bin (erstes Hornbauprojekt):

    Wie platziere ich am besten Griffe seitlich (am besten zwei pro Seite) ohne klangliche Unterschiede zu bewirken? In der Kammer wo der Treiber sitzt wäre vermutlich schlecht, oder? Wäre in der Mitte, dh. ungefähr in der Mitte des Hornkanals möglich? Bei hinreichender Abdichtung natürlich.

    Außerdem plane ich oben und unten Griffe zu befestigen, geht das überhaupt, oder kommen da nur Klappgriffe in Frage?


    Danke schonmal im vorab! :)

  • Das "Weglassen" der Ecke um das schräge Brett beeinträchtigt die Hornkontor wie schon geschrieben wurde gar nicht, Du musst eben nur sehen, dass Du einen guten und steifen Verbund hinbekommst - das ist eben konstruktiv deutlich einfacher, wenn man in die Ecke einfach ein angeschrägtes Brett einsetzen kann. Aber machbar ist das.

    Griffe wie zB mittelgroße Marshals sind grds. kein wirkliches Problem, da sie einerseits nur ein recht geringes Volumen beanspruchen und andererseits auch durch die runden Formen der Schale keine abrupten Probleme in der Strömung verursachen.
    Bissl vorsichtig wäre ich tatsächlich im Bereich der Rückkammer, dort könnte auch die geringe Volumenveränderung womöglich Auswirkungen haben sowie direkt im Bereich vor dem Treiber, also quasi im auf dem Bild rechten oberen Vorkammerbereich/Hals. Dort könnte es u.U. auch geringfügig verändernd wirken.


    Edit: ich habe mal die Volumina überschlagen...
    Bei einer angenommenen Innenbreite von 50 cm für ein 18" Horn komme ich auf ein Rückkammervolumen von rd 125 Litern. Die Griffe ragen grob einen Liter das Stück in das Innenvolumen.
    Dürfte also vermutlich ziemlich überall zu vernachlässigen sein.

  • Ich würde kein Neodym in ein geschlossenes Gehäuse einbauen.

    Neodym hat einen viel tieferen Siedepunkt als Ferrit und wird schnell sehr warm.

    Die Powercomp wird sich schnell erhöhen und du wirst nur noch Hitze verbraten.

    Wenn das Teil schon modifiziert wurde, hätten se besser dran gedacht den Speaker andersherum einzubauen, der hätte sich bedankt für die nette Kühlung und man hätte den Speaker ausreizen können.

  • Wenndas 'schräge Brettl' vernünftig angearbeitet wird (Materialstärke erhöhen, Verstärkungsleisten zu den Seitenteilen, ordentlich verleimt, verdübelt & verschraubt), könnte man da auch zwei Bockrollen anbringen und das Ding wie die gute, alte Ampeg SVT-810 durch die Gegend rollen.

    Muß halt noch ein Badewannengriff mit ran...

    Zum Tragen wär' mir das Dingens zu sperrig.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • MuellerSound, treibsand, vielen Dank für eure ausführlichen Antworten, die haben mir sehr weitergeholfen! Rollen kommen natürlich dran, zu tragen geht's sicher kurz ein Stückchen, aber über mehrere 100m will ich das nicht machen ;)


    FHAudio, danke für die Anmerkung, ich werd mal schauen, ob auch ein Treiber mit Ferrit-Magnet in Frage kommt. Ich hab mit mehreren Leuten gesprochen, die genau denselben Plan gebaut haben, die hatten damit noch keine Probleme. Und bevor bei 100 Grad der Magnet krachen geht, vaporisiert sich ja auch vermutlich eher die Schwingspule, oder? Gibt es andere Möglichkeiten zur Kühlung innerhalb eines Gehäuses?

  • Ne Spule kann bis zu 200 Grad warm werden, ein Magnet weit über 100 Grad.

    Ferrit hat ne gute Kühleigenschaft und leitet die Wärme am Korb ab was Neodym nicht kann.

    Mann kann ne Kühlung basteln mit 2 Rohre direkt am Magnet, du machst eine Art Luftdurchzug.

    Das muss aber genau berechnet werden, die Rohre sind dann vom Durchmesser so klein als möglich das sie keinen Einfluss auf die geschlossene Kammer haben.

    Du könntest auch einen Aludeckel bauen, das leitet auch gut die Wärme ab.

  • Okay danke! Es gibt paar Ferrit-Treiber (RCF LF18X401; 18LW1400; 18LW2600; SAF184.03), die auch funktionieren.

    Ich werd mich die Tage mal belesen, welcher da am besten performt. Hat jemand Erfahrung mit einem von diesen in geschlossenen Gehäusen bzw. kann da eine Empfehlung aussprechen?