Empfehlungen für Hersteller von XLR Kabel?

  • Auf großen Produktionen -vor allem Acker- mit vielen Gewerken ist XLR-Kabel "Verbrauchsware" und deshalb bringen teure Strippen nix.

    Hauptsache es funktioniert zu Beginn, dann tuts auch das ganze WE. Netzwerkkram ist da wesentlich anfälliger.

    Ich kenne mich jetzt nicht so gut mit großen Produktionen aus, aber meine Erfahrung ist eher das gerade dort sich Qualität von Kabel und Stecker auszahlt!


    Wenn es um Kabel geht, kann ich sehr die Firma Camtec empofehlen!

    https://www.camtec-online.de/

    Die bauen einem alles so wie man es wünscht (Kabeltyp, Stecker, Farb-Codierung, Schrumpfschlauch etc.) und sind preislich sehr konkurenzfähig.

  • Auf großen Produktionen -vor allem Acker- mit vielen Gewerken ist XLR-Kabel "Verbrauchsware" und deshalb bringen teure Strippen nix.

    Ich glaube, da bist Du nicht richtig informiert. Das trifft zwar vielleicht für CAT-patchkabel auf Messeständen zu und auf manche meiner geliebten "Exwanderdiscovonbefufsohnkomplettanbietgeneralunternehmervaterbauunternehmerodersoftwarepiratbuden" zu aber nicht auf große gewachsene Firmen, die schon 40 Jahre am Markt sind. Da hängen im Lager ordentliche Kabel manche davon mit augenscheinlich ganz erstaunlichen Betriebsstunden auf dem Buckel.

  • Da kommt mir noch eine Frage auf: Markiert Ihr eure Kabel auf eine bestimmte Art und Weise?
    Nutzt Ihr Aufkleber, bedruckte Schrumpfschläuche, etc.?

    Farbcodierringe an den Steckern für die Länge. Auf dem Kabelklett steht auch noch mal die Länge mit weißem Edding und der Anfangsbuchstabe meines Namens. Klett hab ich von Früh. Die drucken einem auch die Adresse oder Firmenlogo drauf, wenn man genug abnimmt.

  • Stage 22 high flex von Sommer

    habe ich auch seit jahren, problemfrei und angenehm zu handhaben.


    und dann hab ich noch viele kabel von meinem ersten eigenen mikrokabelsatz aus mitte der 90er jahre, den ich damals von CAE (Dreitec) gekauft habe. diese kabel sind auch nach wie vor noch top. da ging noch nie eins kaputt, das was fehlt ist der schwund, den man einkalkulieren muss.

    eines muss ich aber betonen:

    da ich meine mikrokabel in aller regel selbst wickle, hat sich an der wickelmethode in den letzten jahrzehnten nichts verändert. ich glaube das hat enormen einfluss auf die haltbarkeit von kabeln 8)


    Da kommt mir noch eine Frage auf: Markiert Ihr eure Kabel auf eine bestimmte Art und Weise?
    Nutzt Ihr Aufkleber, bedruckte Schrumpfschläuche, etc.?

    meine mikrokabel haben alle eine farbe für die länge - und eine eigene kabelnummer.

    letzteres macht eine eventuelle fehlersuche wesentlich einfacher! frech*

    dann kam ein durchsichtiger schrumpfschlauch drüber, fertig.


    Die Farbkodierung habe ich von Wora abgeschaut:

    grün kurz

    gelb mittel

    rot lang

    oh, welche ehre ;-)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von wora ()

  • Farbcodierungen gib's wie Sand am mehr, meine ist seit einigen Jahrzehnten, kodiert durch die Farbe des Kabelkletts:

    Blau: Alles unter 5m ( hab jetzt noch violette Ringe für 1,5m dazugefügt)

    Grün: 5m

    Gelb: 7,5m (wurde später eingeführt und ist inzwischen meine Standardlänge)

    Schwarz: 10m

    Rot: 15m


    Tomy

    SIM II Operator and Dante Level I-II-III
    Jugendschwimmabzeichen
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Meist habe ich Stage 22 high flex von Sommer. Eine Kodierung für die Länge habe ich nicht, Wenn man Standardlängen (1m, 2m 7,5m) nutzt und meistens selbst die Kabel verlegt, hat man schnell ein Gefühl dafür. Dafür nutze ich gerade bei Multicores Farbcodierringe um die Nummern zu visualisieren. Als Elektroniker nehme ich da den Widerstandscode (braun=1, rot=2, orange=3, gelb=4 usw.). Der Vorteil ist, dass man die aus jeder Richtung, auch gesteckt in Stageboxen, erkennen kann (wenn man keine Sehschwäche hinsichtlich Farben hat).


    Irgendwann, wenn ich mal in Rente bin, werde ich auch mal meine Kabel mit Label unter Schrumpfschlauch versehen. Bis dahin klebe ich Namensetiketten (silberne Heavy-Duty Geräteetiketten auf die Neutrik Stecker). Halten überraschend gut.

    Als Geheimnis für lange Lebensdauer sehe ich auch das Aufwickeln. Habe Kabel, die älter als 30 Jahre sind und immer noch problemlos das tun was sie sollen. Ab und an tausche ich mal eine ausgebrochene Rastung.


    Wenn ich ehrenamtliche Mitarbeiter meiner Kirchengemeinde einweise gibt es erst einmal eine Lektion wie man Kabel aufwickelt.....

  • Ich markiere nur an der Male Seite. Ich habe es lieber wenn das Mikrofonende ordentlich aussieht. Finde es Mist wenn man im Fernsehen diese verklebten Stecker bei jedem Sänger sieht.
    Bei mir ist blau 5m und rot 10m. Länger brauch ich nicht bei meinen kleinen Gigs.
    am Male Stecker ist ein Schrumpfschlauch mit Aufkleber.

    Ich benutze auch gerne Winkelstecker und nur schwarz. Gerade bei Gitarristen die auch singen versuche ich das immer damit man nicht so viel Stecker und Mikro sieht.

    Das kommt immer gut an und es fällt tatsächlich auch Leuten auf.

  • Ich benutze auch gerne Winkelstecker und nur schwarz. Gerade bei Gitarristen die auch singen versuche ich das immer damit man nicht so viel Stecker und Mikro sieht.

    David Gilmour mochte das auch gerne so. ;)


    Meine Kabel sind auch alle Handmade, also selbst gelötet. Da weiß ich was ich habe.

    Kabel Sommer Stage 22, Stecker Neutrik verschiedene Serien. Finde die eigentlich alle gut.

    Die Unterschiede sind bei der Montage und beim Ein. und Ausstecken deutlich zu merken im Vergleich zum China-Kram.

    Einige Kabel gibts auch mit Winkelsteckern, wenns mal unauffällig sein soll oder der Platz fehlt.


    Ganz viele Kabel sind noch von Reichelt. Die hatten seinerzeit ein Super flexibles Mikrokabel mit 2 x 0,34er Querschnitt. Das ist etwas dicker als das Stage 22, wickelt sich aber super, auch nach gefühlt 20 Jahren! Da war auch noch nie eins defekt.


    Bei den Längen habe ich etwas mehr Auswahl. 0,5m, 1m, 1,5m, 2m, 2,5m, 3m, 5m, 10m.

    Von den kurzen aber eher kleine Mengen. 5m ist am meisten vertreten.

    Kodiert ist alles mit den passenden Farbringen von Neutrik.

    MfG Heini


    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Bei mir gibt es auch SommerCable, allerdings nehme ich das Club Series MKII mit 2x0,34mm². Armaturen ebenfalls von Neutrik, früher X-Serie, jetzt XX-Serie. Selbst konfektioniert natürlich.


    Defekte seit 25 Jahren: genau 0, außer grobe Gewalt und ausgebrochene Rastnasen an den Steckern der X-Serie.


    Grüße

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • Kabel ebenfalls Sommer, die genannten, und deren DMX-Varianten. Neutrik als Steckverbinder und ebenfalls selber löten. Dauert auch nicht soo lange, die Zeit findet sich und lohnt irgendwie doch. Kodierung nach Länge über Markierungsringe, manchmal für Sondersachen auch die Tüllen bzw. mit 6mm P-Touch unter transparenten Ringen.

    Ansonsten sehr hilfreich weil für fast alle gut merkbar die Farbwahl "Regenbogen" - violett bis rot von kurz zu lang. Kabel-Kletts von Früh.

    Ausfälle gleich Null. Alles andere lohnt m.E. auch nicht und Fehlersuche ist mehr als nervig. Da lohnt manchmal die eigene Kabelkiste mehr als vor Ort etwas zu nutzen. Beim Kabelhersteller sehe ich am ehesten Auswahl, denn auch die anderen genannten sind brauchbar.

  • Für mich sind 1,5 Meter ausreichend, um bei geeigneter Positionierung des Subcores:

    • Snare-Top
    • Snare-Bottom
    • Hihat
    • Kick-Out
    • Kick-In (fest verbautes Mikro mit XLR-Buchse außen an der Trommel) und
    • Tom1 und Tom2

    "abzufrühstücken".


    3 Meter sind für mich für Overheads und das am weitesten entfernte Tom (bis zum Subcore) dann oft etwas zu knapp, bzw. ich habe dann Kabel ein stückweit quer in der Luft hängen. Mit 3,5 Meter komme ich fast immer gut hin.


    Ansonsten habe ich noch 6 Meter und 9 Meter.


    Farcodierung bei mir

    • 1,5 m= grün
    • 3,5 m= gelb
    • 6,0 m= blau
    • 9 ,0 m= rot

    Wobei ich nicht den Stecker markiere sondern relativ schmal das Kabelende direkt vor dem Stecker.

  • obwohl ich elektroniker bin, habe ich die normalen XLR kabel fertig gekauft. damit hatte ich auch noch nie probleme, man darf halt nie die billigsten kaufen.

    adapterkabel und racklösungen hab ich dagegen selbst gebaut. dazu verwende ich hauptsächlich Netrik-stecker, aber auch die HiCon von Sommercable (wenngleich die beim zusammenbau nicht so sauber flutschen, aber die kontaktqualität ist hier auch nach jahren problemfrei)

    speakon-kabel verlöte(!) ich ebenfalls selbst.


    Ich benutze auch gerne Winkelstecker und nur schwarz. Gerade bei Gitarristen die auch singen versuche ich das immer damit man nicht so viel Stecker und Mikro sieht.

    Das kommt immer gut an und es fällt tatsächlich auch Leuten auf.

    darüber muss ich jetzt wirklich mal nachdenken ;-)

  • Endlich mal wieder was, wo ich mitreden kann. :)

    Alle Mikrokabel gehen früher oder später kaputt. Auch die aus dem bestens gehüteten und behandelten Satz für den ausschließlich persönlichen Gebrauch. Alles nur eine Frage der Anwendungshäufigkeit.

    Seit der flächendeckenden Einführung der Neutrik X- und XX- Serien ist die Sollbruchstelle stets genau der Punkt, an dem das Kabel die abschließende Gummilippe der Verschraubung verlässt; dort bricht irgendwann unweigerlich mindestens einer der Innenleiter. Dabei ist es egal, ob dicker oder dünner, ob gelegte oder geflochtene Abschirmung, ob gewendelte oder glatte Innenleiter. Die einzige Frage ist, ob das Kabel im gemischten Alltagsgebrauch überhaupt so alt wird, oder ob es vorher verunfallt bzw. missbräuchlicher Behandlung durch Laien oder aufgrund von Gleichgültigkeit zum Opfer fällt.

    Bei uns entstehen lange XLRs (25m, 15m, oder auch 50 bzw. 100m getrommelt) aus jeweils gerade gut erhältlicher Standardware. Früher gerne mit geflochtener Abschirmung; da die aber frickeliger zu verarbeiten sind und sich gezeigt hat, dass sie in der Praxis auch nicht länger halten, seither solche mit gelegtem Schirm. Verunfallt mal eins davon, egal ob nach dem ersten oder dem x-hundertsten Einsatz, wird der beschädigte Teil entsorgt und der Rest bei Gelegenheit zu kürzeren Standardlängen umgearbeitet; dabei werden (aufgrund der oben geschilderten Beobachtung/ Erfahrung) grundsätzlich auch die ersten 10cm an jedem Steckerende entsorgt.

    Auf diese Weise entstehen an zwei verregneten Vormittagen am Ende der Saison oder zwischen 2 Tourneen aus einem dicken Knäuel Ablegeware, 2 oder 3 Kabeltrommeln mit Fragezeichen dran und 2 Kartons Steckern schnell mal wieder 50 oder 60 vollwertig einsatzfähige 2,5/ 5/ 10m 'Mikrokabel'.

    Im Moment scheitert das allerdings daran, dass die Ablegeware unwiderruflich zu Ende geht... ;(

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Naja, Du weißt doch. Alles was hilft damit der Künstler sich wohler fühlt. Wenn der Gitarrist weiß das ich an Ihn denke, denkt er auch an mich. Dadurch klingt es einfach besser. Auch ohne XProUltraLowhigh Preamp aus der Xultra Serie.

    Will sagen. Das Auge spielt und hört mit.


    A tidy stage is a happy stage!

  • Wir haben auch nur klassisches Isolierband am Kabel (eine Hand breit hinterm Stecker). Bei selbst gelöteten Kabeln zusätzlich transparenten Schrumpfschlauch. Die ersten Bänder müssen nach grob 5-7 Jahren dann mal erneuert werden weil sie sich irgendwann lösen.


    Bei der Farbauswahl haben wir für die typischen Längen möglichst dunkle Farben gewählt, damit es am Mikro dezenter ist.


    1.5m rot

    3m grün

    5m lila

    10m blau

    15m grau

    alles drüber trägt eine Längenangabe auf laminiertem Flex Band von Brother.


    Nur die DMX Kabel haben bei uns zur besseren Erkennbarkeit gelbe Ringe.

  • Nach all den vielen Beiträgen hier werde ich wohl nun den Mittelweg gehen:


    1. Das heist die bestehenden Kabel werden so lange genutzt bis Defekte auftreten. Handelt es sich um das übliche Problem, das Stecker durch zu hohen Zug abgerissen oder einzelne Adern abgelöst werden, so würde ich die Verbindung (Stecker + Buchse) auf Neutrik umlöten. Bei den Amphenolsteckern habe ich leider gemerkt, dass nicht jede Buchse damit kombiniert werden möchte (Der Riegel verschließt nicht korrekt). Mit den Neutriks hatte ich da weniger Probleme!


    2. Totalschäden werden direkt durch Kabel von Cordial ausgetauscht! Ich habe in den verganenen Tagen bei diversen Konferenzen mal einen 10er Satz dabei gehabt. Die Kabel verdrillen nicht so schnell, lassen sich super wickeln, ich bin begeistert!

    Weiterhin scheinen ja viele sehr ähnlich Ihre Kabel durch Farbcodierung markiert zu haben. Ich handhabe das ebenso! Sehr interessant wieviele hier das Ampelsystem nutzen ;-)

    Meine Farben sind aktuell wie folgt:
    1,5m = blau
    3m = grün
    5m = gelb
    10m = rot
    15m und 20m = lila
    50m = Trommel

    Jetzt schaue ich nur noch das irgendwie mein Name / Logo auf die Kabel kommt. Bei XLR habe ich weniger das Problem, vielmehr sind es die Schukos welche gerne mal liegen bleiben, mit dem Bestand des Kunden gemischt werden usw. :-D

    Hierbei finde ich die Möglichkeit des bedruckten Schrumpfschlauchs ganz cool. Aber auch das soll überlegt sein!
    Die Kassette mit 1,5m Schlauch in 24mm Breite kostet gleich 35€. Damit bekommt man genau 30 Kabel beschriftet, wenn ich von 5cm Schrumpfschlauch je Kabel ausgehe. Eine günstigere Kassette mit einer geringeren Breite macht jedoch auch wieder keinen Sinn, da man so die Stecker wieder ablöten müsste. So passt es einmal genau drüber :)
    Das Dymo Rhino 5200 Etikettiergerät ist hingegen nicht sooooo teuer :)
    Ich mache die Tage mal Inventur und rechne durch was das beschriften sämtlicher Kabel kosten würde.

  • Auch beim Schuko-Kabel gilt: bedrucktes Kabel-Klett - wenn das nicht wiederkommt, dann ist es auch schon fast egal, ob da noch ein Etikett, Schrumpfschlauch drauf ist oder das Kabel selber bedruckt ist. Letzteres ist eigentlich die sinnvollste Lösung zur dauerhaften Kennzeichnung.

    Ansonsten hilft nur: Möglichst unattraktiv machen. ^^