Kick in - Kick out - wie geht das richtig gut?

  • von welchem Kanal soll der Blubb denn sonst kommen? :-)


    Aber ja, die Kick heißt ja nicht umsonst Kick - ok, es war' ne Zeit lang Mode, PA-Systeme hinzustellen, die Kick nicht konnten - da musste man halt sich was anderes als Soundereignis von Kanal 1 ausdenken...

  • zu meinem großen ärger wurden gestern noch meine beiden letzten livemix-termine in diesem jahr gecancelt!

    vielen dank an die noch-regierung und an die ungeimpften zeitgenossen, die uns dieses desaster eingebrockt haben. :evil:


    also wird es bei mir dieses jahr leider nix mehr in punkto ausprobieren...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora ()

  • Stellt euch mal vor die Licht-Menschen würden arbeiten wie viele der Ton-Fraktion...


    Die Bühne wäre sehr lange sehr dunkel - bis auf die perfekt und kameratauglich ausgeleuchteten 12 Lichtstimmungen auf die Fußpauke😂

  • Ich musste mal in der Szene Wien miterleben dass ein Kollege mehr als 30 Minuten für den EQ von Kanal 1 brauchte. Auf einem klassischen Midrange Analog Pult mit zwei Shelfs und zwei Semiparametrischen Mitten. ;)

  • Ich schwör hiermit hoch&heilig, daß ich in Zukunft Kanal 1 in 20 sekunden erledige - wenn ich dann für Kanal 2 länger brauchen darf... :whistling:


    Ich musste mal in der Szene Wien miterleben dass ein Kollege mehr als 30 Minuten für den EQ von Kanal 1 brauchte. Auf einem klassischen Midrange Analog Pult mit zwei Shelfs und zwei Semiparametrischen Mitten. ;)

    ...mich hat bei einem Soundcheck eines Strassen-Festival mal ein Babysitter-Kollege mit Nachdruck gefragt,ob er mir mal zeigen darf, wie man einen "ordentlichen" Bassdrumsound einstellt.

    Ich hatte ihm offensichtlich zu lapidar abgeliefert.

    Während er dort noch länger herumschraubte, hab ich den Rest der Schiessbude eingepegelt und leider vergessen, ihm zu erzählen, daß bei dieser Samba-Rock-Combo der Schlagzeuger im aktuellen Set nur knapp 3 Songs hinterm Kit sitzt und den Rest andere Trommelinstrumente nutzt.

    Hab dann lieber ausgiebig an den Surdo herumequilisiert...


    Frei nach einem geschätzten Forenmitglied "es gibt ziemlich viele komische Kollegen in der Branche".

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

    2 Mal editiert, zuletzt von treibsand ()

  • Bassdrum und Bass sind bei vielen Musikrichtungen das Fundament auf dem der Rest aufbaut. Da sehe ich es nicht ganz so eng, wenn das ein wenig länger dauert als beim Rest (eine halbe Stunde ist aber etwas hoch gegriffen).

    EQ, Dynamik, Raum und PA beinflussen sich auf so vielen Ebenen, dass das empirische trennen der Einflussparameter im Einzelfall nicht ganz so schnell geht.

    Impulse werden in der Signalkette immer breiter und damit ist auch irgendwann der Punkt erreicht, bei dem es nicht mehr kickt und nur noch brummt. ;)

  • es ist ja richtig, dass bassdrum und bass das fundament liefern, von dem viel live gespielte musik lebt.

    wenn ich mir aber manche livemixe so anhöre, dann müsste ich zur erkenntnis kommen, dass die bassdrum offenbar noch viel wichtiger ist als der ganze rest zusammen... und da stimmt dann irgendwas nicht mehr.

  • Bassdrum und Bass sind bei vielen Musikrichtungen das Fundament auf dem der Rest aufbaut.

    Deswegen leuchtet es mir auch sofort ein diesem Bereich im Zusammenspiel etwas Zeit zu widmen (EQ, Sidechaining, Gesamtsound des Bassbereichs). Wo ich tatsächlich noch nie einen Sinn drin gesehen oder gehört habe ist das 20 minütige Tock-Tock-Töck-Töck-Ta-Tock-Bumm...


    Aber jeder wie er oder sie mag...

  • Ich hab mir im Laufe der Jahre eine andere Reihenfolge als üblich beim Soundcheck als allgemein üblich angewöhnt. Ich fange lieber mit den "Money-Channels" an und nehme mir da etwas mehr Zeit und arbeite mich dann weiter durch den Rest der Band. Allerdings sind bei den von mir betreuten Genres Drums und hier auch speziell der Kick nicht ganz so Spiel entscheidend.


    Zumal mir das exzessive herum schrauben an einem Signal ohnehin nicht so richtig behagt, denn ich finde sobald der Rest dazu kommt ist ja ohnehin das eine oder andere mühsam zusammengeschraubtes Zeug wieder obsolet.

  • so sieht´s aus!

    schon klar: je besser meine einzelsignale klingen, desto bessere voraussetzungen habe ich nacher im mix.

    aber was hier den profi vom amateur unterscheidet, ist: mit viel erfahrung hört er schon nach wenigen anschlägen der bassdrum, ob man heute, in dieser halle und auf dieser anlage, den erträumten sound überhaupt hinbekommen könnte.

    also, ob es sich überhaupt lohnt, hier mehr arbeit reinzustecken.


    früher, in meinen anfangszeiten, hab ich auch versucht, erstmal den bassdrum-sound hinzubekommen, den ich so im kopf hatte. irgendwann habe ich dann gelernt, dass es genau so nur höchst selten hinzubekommen ist ;-)
    heut nehme ich mein gerade von mir als gut betrachtetes mikro, positioniere es da wo ich denke ... und dann höre ich mir an, was ich daraus machen kann. meist ist das dann eher so ne art linecheck um zu hören, dass alle kabel in ordnung sind. 8)


    was die reihenfolge angeht, ist es bei mir ähnlich: ich kümmere mich grundsätzlich erstmal um die vocalmikros.

    und beim drumset fange ich manchmal sogar mit den overheads an.


    und: bei mir ist die reihenfolge nicht in allen situationen gleich. oft nehme ich den musiker dran, der gerade bereit ist. oder

    wenn ich z.b. mit einem monitormann zusammenarbeiten muss, dann passe ich mich diesem an. wenn er sich an mich anpassen will, ist es auch in ordnung.



    ok, das hatte jetzt mit kick in / kick out nicht mehr sehr viel zu tun ;-)

  • Wo ich tatsächlich noch nie einen Sinn drin gesehen oder gehört habe ist das 20 minütige Tock-Tock-Töck-Töck-Ta-Tock-Bumm...

    Vielleicht musste der FoH-Techniker erst in Stimmung kommen und richtig arbeiten zu können. :/


    Möglicherweise lässt man manchmal einfach den Schlagzeuger weiter die Bassdrum drücken, weil er dann die Hände frei hat, um seine Instagram Story hochzuladen, während man hinten am Pult nach dem letzten Gig noch ein paar Änderungen einpflegen kann, die einem gerade eingefallen sind. Es gibt ja Trommelnde, die sich bei einem zu kurzen Soundcheck nicht ernst genug genommen fühlen. 8o

    Das kenne ich natürlich nur aus Erzählungen - würde ich nie machen! :saint:

  • Vielleicht schaffe ich es diesen Sommer noch mal mich da mehr mit zu beschäftigen :-)

    Ein gute Drumsound ist was feines, und da gehört die Basstrommel einfach dazu.


    Der gewünschte und produzierte Klang der ganzen Schießbude ist sehr abhängig vom Musikstil - ich hatte im April 2 Tage Spaß auf einem kleinen Jazzfest als ich eine der Straßenbühnen betreute. Da war die Bassdrum einfach das natürliche Pok Pik, wie es halt kling wenn jemand nur knapp draufhaut. Eine Band hatte allerdings einen Trommler der da ein bißchen mehr Druck drauf gegeben hat - und auf einmal machte die Basstrommel Tschack Tschack, und überhaupt klang das ganze Kit deutlich „pop/rockiger“. Ich hatte an den EQs nun kaum was geändert.


    Ganz oft mache ich das so, dass ich kurz durch die einzelnen Kanäle gehe (für Mikrofonposition) und dann das ganze Kit anhöre. Die meisten Einstellungen mache ich dann. Zwischendurch höre ich mir nur die Toms etwas genauer seperat an, ganz einfach weil die zu selten gespielt werden.

  • Ich finde schon das man trennen muss zwischen:

    Linecheck,

    Soundcheck,

    Probe:


    Hier ist wirklich die Reihenfolge wichtig. Den Linecheck mache ich immer ohne Musiker. Die nerven da immer nur rum. Da hab ich dann gerne kurz alles einmal einzeln. Das reicht mit zum grobem Pegeln etc.

  • Da war die Bassdrum einfach das natürliche Pok Pik, wie es halt kling wenn jemand nur knapp draufhaut.

    Bei so den klassischen Jazz-Darbietungen (also z.B Swing, Bebop u.ä) habeich damals auch erst mal lernen müssen dass die Bassdrum, im Gegensatz zu Rock, Pop usw, eine eher untergeordnete Rolle spielt. Ich habe anfangs versucht aus dem was da so angeboten wird, eine Kickdrum, so wie ich es gewohnt war, zu basteln. War aber an sich Themenverfehlung. Heute ist ein sanftes Dong, Dong, D-Dong für mich gut und richtig :)

  • Bei so den klassischen Jazz-Darbietungen (also z.B Swing, Bebop u.ä) habeich damals auch erst mal lernen müssen dass die Bassdrum, im Gegensatz zu Rock, Pop usw, eine eher untergeordnete Rolle spielt. Ich habe anfangs versucht aus dem was da so angeboten wird, eine Kickdrum, so wie ich es gewohnt war, zu basteln. War aber an sich Themenverfehlung. Heute ist ein sanftes Dong, Dong, D-Dong für mich gut und richtig :)

    Das kenn ich. Ich hatte da mein persönliches Aha-Erlebnis aber schon recht früh, als in meiner Jugend auf dem örtlichen Stadtfest zum Frühschoppen eine Jazz-Band gespielt hat. Ich hab da dem (befreundeten) FOH-Menschen mal ein bisschen über die Schulter geschaut und mich über die sparsame Drum-Mikrofonierung (Kick-OHl-OHr) gewundert. Der Sound war halt für die Stilrichtung absolut passend.

    Heute kann ich's dennoch oft nicht lassen, alle Trommeln zu mikrofonieren, egal welche Stilrichtung. Man könnte das Signal ja brauchen.

    Bei Jazz sind diese Kanäle dann oft auch einfach zu oder nur ganz leichte Stütze für den Hauptsound aus den Overheads.

    Bei Rock/Pop mach ich's umgekehrt - Die Einzelmikrofonierung bringt den Hauptsound der Trommeln (und der HiHat), die OHs sind zuständig für die Becken.

    Was ich aber so gut wie nie mache: Kick-In, Kick-Out. Vielleicht müsste ich mir da mal ein Preset bauen, damit das zügig einzurichten geht. Viel wichtiger finde ich persönlich aber Snare-Top/Snare-Bottom. Können wir da mal einen Thread zu machen? ;-)