Kombi, Hochdachkombi oder anderes Alltagsfahrzeug mit breiter/langer Ladefläche

  • Wenn einem die Optik und die Erstverwendung nichts ausmacht, gibt es gebraucht auch oftmals sehr günstig Mercedes E-Klasse Kombis mit relativ wenig Kilometern, erhöhtem Dach, komplett ebenen langem Boden (> 2m) in dezent schwarzer Lackierung und oft sehr gepflegtem Allgemeinzustand.

    (Aufbau z.B. von Miesen, Kuhlmann, bis 2008 auch von Pollmann)

    Das Erscheinungsbild mit den großen seitlichen Fenstern ist aber sicher nicht jedermanns Sache.

    Möglicherweise läßt sich hier aber mit einer positiv wirkenden Folierung noch etwas retten.

    Wäre halt ein gemütlicher Benz mit viel passiver Sicherheit für wenig Geld.

  • Ich nutze einen VW Touran, 2L TDI, Bj 2008 als Alltags- und Familienkutsche sowie für den Transport von allem, was nicht bereits einen Anhänger erfordert oder dann als zT mit beladenes Zugfahrzeug.
    Sitze hinten sind werkzeuglos entfernbar. Leider ergibt sich entweder eine Stufe hoch durch umklappen oder eine Senke durch Herausnehmen. Mit Tetriskenntis dennoch super nutzbar. Kleines Manko ist die Durchladehöhe an der Heckklappe mit wenig über 90 cm. Sonst extrem zufrieden.


    Das zweite Familienauto im Fuhrpark war bis vor wenigen Tagen ein 2003er Berlingo. Kofferraumhöhe ist riesig, bei umgelegten und vorn aufgestellten Rücksitzen ist die verbleibende Ladefläche dann plan. Stauraum, Zuschnitt und Kosten/Nutzen-Relation alles super. Fährt sich französisch gemütlich, was mir manchmal im Vergleich zum straffen Fahrwerk des Touran etwas zu weich war, aber das ist eben nur Geschmack.

  • So einen Anhänger habe ich auch mal gehabt. Sehr günstiges Ladevolumen/Kosten Verhältnis.

    (vor allem die laufenden Kosten)

    Es war ein Tandemachs-Hochlader, Plane und Spriegel, Ladefläche 1,80 x 4,00 m und gerade so Stehhöhe mit 1,80 m.

    Alurampe von hinten unter der Ladefläche einschiebbar (unter abklappbarem Nummernschild).

    Superpraktisch, aber man benötigt dann auch ein entsprechendes Zugfahrzeug. (Golf o.ä. geht nicht ;-)

  • 2-Achser Koffer mit 1,3t Zuladung gibt's für 4.300.-€,

    Einachser offen für 500.-€, mit Plane 700.-€ - max. 750kg Gesamtgewicht (etwas über 600kg Zuladung dann)...

    ...denke 'mal, daß da 'n kleiner mit Plane völlig ausreicht, um bissi Holz + Amping + Kabel + Sonstiges Geraffel transportieren zu können - Standard-Führerschein-Tauglich bleibt es dannauch noch.. Pult auf den Rücksitz (sollte ja dann eh nicht im Hänger übernächtigen), fertig. Und wenn der beladene Hänger in der Garage im Weg ist, weil man den Platz braucht, um z.B. 'ne Türe abzulacken und neu zu machen, kann man den auch bequem selber aus dem Weg schieben...

    ...Die Frau darf sich ein passendes hübschen Auto aussuchen, was nur durch die Prämisse des Ehegatten eine Hängerkupplung (gibt auch abnehmbare) besitzen muß.

    Frau glücklich, Mann glücklich, schickes Alltagsauto und das Töpfer(Ton)-Material ist auch verstaut...


    ...also ich seh' da nur Vorteile :)


    edit:

    ...für's schnelle Entladen gäbe es für 3.500.-€ einen Tandem-Achser 2.000kg Rückwärtskipper offen :D:D:D

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

  • Moin,


    wir sind 2018 von Sprinter auf Hänger umgestiegen.
    Unsere beiden Sprinter waren praktisch, aber sauteuer im Unterhalt im Vergleich zum täglichen Nutzen


    Mittlerweile:

    1x 750kg Plane/Spriegel, 1,3m x 2m, Höhe 1,5m (neu, 600,-€)

    1x 1300kg Einachser Kasten 1,3m x 2,5m, Höhe 1,6m ("Jahreswagen", 2000,-€)

    1x 3,5t Doppelachser Plane/Spriegel, 2m x 6m, Höhe 2,75m (gebraucht incl. 50cm Spriegelerhöhung), 4500,-€)

    ein >2,0t Doppelachser Kasten mit min. 3m Länge steht noch auf der Wunschliste.

    Dazu verschiedene billige Klapp-Alu-Rampen aus der Bucht, welche trotz anfänglicher Skepsis bisher wirklich alles wegstecken, was wir dadrüber rollen.


    also für jede Situation was dabei.

    Nachteil:

    du brauchst den passenden Führerschein.
    du brauchst das passende Zugfahrzeug.

    du brauchst etwas Rangiererfahrung.

    du musst wissen, was dein Geraffel wiegt und wo das im Hänger hinmuss.
    du bist (gefühlt) langsamer unterwegs.


    Vorteil:

    Mietware packen wir oft als Hänger fluchtfertig für den Kunden/Baustelle und sind so zeitlich unabhängig.

    Hänger gehen oft auch mal leer als Leihhänger für Bands / Umzüge / Nachbarn raus.
    Zugfahrzeug hat Platz für die Mannschaft.


    Wir fahren Mitsumushi L300 4WD (2,5t), T5 Allrad (2,5t) und 2x Golf Variant (1,4t), die dürfen die kleinen Hänger ziehen.

    Der große 3,5er kommt beladen nur mit, wenn wir uns einen Sprinter oder gleich einen 7,5Tonner leihen.

    Damit sind die laufenden Kosten für uns schlagartig überschaubar geworden.

    Einen Anhänger bekommt man deutlich besser verkauft als einen Sprinter und unterliegt zudem keinem teuren Verschleiß.


    Aber der Teufel steckt wie immer im Detail:

    Den Kastenhänger haben wir damals bewusst als Einachser gewählt:

    Der lässt sich beladen viel einfacher allein von Hand rangieren und passt lastenmäßig noch an die allermeisten KFZ.

    Das hat uns in engen Gässchen oder Hinterhof-Ladestellen schon oft den Arsch gerettet.

    Hänger mit eigener Laderampe (also z.B. diese Pferdehänger-Rampen) sind nicht staplerfähig (oder halt nur genau 1x)

    Ladungsversicherung/Transportversicherung gibt es nur für Kastenhänger in schön. Plane/Spriegel ist halt nicht wirklich versicherbar, selbst auf eigenem, abgeschlossenem Gelände nicht.

    Manch einer braucht die 100km/h-Zulassung.


    Für uns rechnet sich das in allen Belangen, wir haben alle noch den rosa Lappen, Fahrzeuge & Hänger können lustig durchkombiniert werden und auch mal beladen einen Tag rumstehen ohne alles zu blockieren. Die lfd. Kosten/Jahr sind auf 1/10 gesunken. Die Hänger haben wenig Wertverlust.

    Die Krise ist ein ungemein produktiver Prozess, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen...

  • Ich würde auch zu Anhängerkupplung+ Anhänger für den Skoda raten, abnehmbar für die bessere Optik.

    Wie schon die Vorredner gesagt haben hat ein Anhänger geringe Folgekosten.

    Falls kein Führerschein vorhanden unbedingt aufs maximalgewicht achten.

    Bei 2.5×1.5x1.8m braucht man in Kurven nur wenig acht geben und bei Engstellen wo das Auto durchpasst kommt auch der hänger durch.

    Ich würde einen Einachser Koffer als Tieflader nehmen, wichtig bei Einachser ist dass man sie sehr gut austariert belädt den sonst schwanken sie schnell, bringt den Vorteil von mehr Zuladung gegenüber den zweiachser und sind abgekoppelt leichter rangierbar.

    Laderampe ist ein Traum wenn man viel alleine arbeitet, Nachteil wenn nan mit dem Stapler beladen will.

    Kann man solange es nicht ganz kalt ist immer draußen beladenen stehen lassen beim Gig einfach ankoppeln und losfahren.


    Gruß

    Schenk

  • Seit einer Novelle vor einigen Jahren darf jeder B-Führerschein-Inhaber bis zu 3,5 to zulässige Gesamtmasse durch die Gegend fahren (mit BE/C(1)E/Alte Klasse 3 sogar bis zu 3,5 to Anhängelast). Heißt: 1,8 to Gesamtmasse PKW (bspw. Kleinwagen) + 1,5 to Anhänger (bspw. abgelastet) sind möglich (aber nicht unbedingt sinnvoll).

    Anhänger mit Plane nerven und ungebremste Hänger sind eine noch größere Katastrophe*. Ich würde einen Koffer (Einachser, gebremst, lässt sich einfacher rangieren) als Tieflader empfehlen. Unbedingt mit Stützen hinten (damit ein gefahrloses Betreten ohne Zugfahrzeug möglich ist) und mit Griffen an allen vier Kanten (zum sicheren Rangieren).



    *das sehen Flacherdler - ähh - Flachländler vielleicht anders, aber man findet immer irgendwo ein Gefälle, auch im Flachland

  • Anhänger mit Plane nerven und ungebremste Hänger sind eine noch größere Katastrophe*. Ich würde einen Koffer (Einachser, gebremst, lässt sich einfacher rangieren) als Tieflader empfehlen. Unbedingt mit Stützen hinten (damit ein gefahrloses Betreten ohne Zugfahrzeug möglich ist) und mit Griffen an allen vier Kanten (zum sicheren Rangieren).

    Ja.


    Unser Pflichtenkatalog:


    Alles über 750kg ist mit Auflaufbremse. (gibts das überhaupt noch anders?)

    Einachser geht vor Doppelachser.

    Länge läuft. Kurz rangiert.

    Kleine Hänger als Tieflader fetzen. Große Hänger nicht.
    Stützen sind absolute Pflicht. Anhänger solo (mit Rampe) laden geht sonst nicht.

    Unser 3,5er würde sogar mit vier leeren IBC-Containern hinten drin fast Männchen machen.
    Griffe sind ab >1t auch ringsrum Pflicht. Die Erde ist bekanntlich rund.

    Das Deichselrad gegen eine Nummer stabiler/größer zu tauschen ist hilfreich, muss aber nicht.

    Für den eigenen Hof eine Deichselschubse (Sackkarre mit Kupplungszapfen) zu haben spart Kfz-Kupplung und Sprit.
    Alle Zugfahrzeuge mit Heckkamera auszustatten schont Lack und Nerven. Ist ja keine Maulkupplung und wir keine Profi-LKW-Zug-Fahrer.


    Plane oder Koffer? : jein.

    Kleine Plane/Spriegel-Hänger sind mit 2 Handgriffen ein Cabrio oder können auch einfach mal so Langware transportieren.

    Große Koffer wiegen viel netto und sind höher im Schwerpunkt. Sie wiegen dich auch schnell in falscher Sicherheit.

    Deren Wand-Zurrschienen sind für Transporte ohne Zwischenfälle gerade so in Ordnung. Ein abrupt verkürzter Bremsweg bringt aber ungeahnte Dynamik ins Spiel. Auf einer Pritsche zerrst du eh alles runter auf Bodenplatte, wo die richtigen Zurrpunkte sitzen.


    Hänger lassen sich übrigens günstiger als Klein-LKWs mieten....

    Wir haben hier diesbezüglich sehr viel Glück mit mehreren gut bestückten Verleihern.
    LKWs gibts bei uns zu Stoßzeiten nur gegen wochenlange Vorbestellung...

    Die Krise ist ein ungemein produktiver Prozess, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen...

  • Auf einer Pritsche zerrst du eh alles runter auf Bodenplatte

    ja nee is klar...

    Wer mit Veranstaltungen Geld verdient hat für so Spielereien keine Zeit. Formschluss und Abfahrt. Was bei Lasten > 500 kg praktisch zwingend einen vernünftigen Kofferaufbau voraussetzt.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Wenn einem die Optik und die Erstverwendung nichts ausmacht, gibt es gebraucht auch oftmals sehr günstig Mercedes E-Klasse Kombis mit relativ wenig Kilometern, erhöhtem Dach, komplett ebenen langem Boden (> 2m) in dezent schwarzer Lackierung und oft sehr gepflegtem Allgemeinzustand.

    (Aufbau z.B. von Miesen, Kuhlmann, bis 2008 auch von Pollmann)

    Das Erscheinungsbild mit den großen seitlichen Fenstern ist aber sicher nicht jedermanns Sache.

    Möglicherweise läßt sich hier aber mit einer positiv wirkenden Folierung noch etwas retten.

    Wäre halt ein gemütlicher Benz mit viel passiver Sicherheit für wenig Geld.

    Bei näherem Hinsehen gar keine gute Idee:


    - der Aufbau ersetzt das Dach und die C- und D-Säule mit einer nicht tragenden Haube. Zum Ausgleich muss der Fahrzeugboden unter dem Sargraum massiv verstärkt werden. Die verbleibende Nutzlast ist oft erschreckend gering (< 300kg). Teilweise darf man nicht mal die Sargschienen entfernen um eine ebene Ladefläche zu erhalten weil die Teil der Karosserieversteifung sind. Und der Wiedereinbau der originalen Rücksitzbank ist völlig ausgeschlossen.

    - Leichenwagen werden in der Regel ausgemustert wenn sich die Rostschäden am Übergang zwischen Rohkarosse und Aufbau nicht mehr kaschieren lassen. Die Aufbauhersteller kleistern da vor der Lackierung kiloweise Epoxy, Sikaflex und Spachtel drauf. Drunter sind später teilweise handtellergrosse Löcher im Blech. EM beim TÜV und richtig eklig zu reparieren.

    - Durch die geringen Laufleistungen haben die Autos zum Schluss oft üble Standschäden. Alles was aus Gummi oder elastischem Kunststoff besteht muss dann neu - Bremsschläuche, Fahrwerks- und Auspuffgummis, Tür- und Fensterdichtungen...

    Letztere sind hinten natürlich horrend teure Sonderbauteile. Von den Kosten für z.B. eine neue Heckklappe reden wir hier erst gar nicht.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Bei einem Einachser hätte ich immer Angst dass ein Reifen platzt und die ganze Technik hinüber ist…

    Ist aller Geschmacksache.

    Anhänger an Sprinter ist auch direkt ein Problem mit dem

    Sonntagsfahrverbot.


    Hat eben alles Vor- und Nachteile.

  • Bei einem Einachser hätte ich immer Angst dass ein Reifen platzt und die ganze Technik hinüber ist…

    Ist aller Geschmacksache.

    So schlecht sind die Reifen heutzutage nicht mehr dass das einfach ohne Vorwarnung passiert. Wer natürlich mit an den Flanken beschädigten Reifen, zu wenig Luftdruck oder völlig überladen mit 120 über die Bahn brettert fordert das halt heraus.

    Viel wichtiger sind ordentliche Stossdämpfer (keine Reibungsdämpfer), Schlingerdämpfer und ein vernünftiges Verhältnis zwischen Anhänger- und Zugfahrzeuggewicht. Letzteres sollte für Hängerbetrieb annähernd voll beladen sein.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • wenn bei einem vollgeladenen Sprinter ein Reifen platzt ist das Ergebnis meist auch nicht sonderlich lustig anzusehen...

    "Chef, Sprinter Spiegel kaputt" ...? =O

    Bei halbwegs vernünftiger Beladung und ziviler Fahrweise sind spontane Reifenplatzer auf gerader Strecke inzwischen extrem selten. Meistens hat man sich dann vorher schon beim rangieren oder langsamer Fahrt in der Stadt am Bordstein die Flanke angeritzt und den Schaden übersehen oder ignoriert.

    Was mich direkt zu einem IDN führt: Transporter ohne Ersatzrad. Die Spraydose mit Klebstoff ("Pannenset") bringt genau gar nix wenn sich mir nach der Begegnung mit einem zu weit heraus stehenden Bauzaunstein im Dunkeln die Reifenflanke entgegenbeult...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Was mich direkt zu einem IDN führt: Transporter ohne Ersatzrad.

    ha, mein Transit hat ein ersatzrad!

    da ist mir auch tatsächlich mal ein reifen kaputt gegangen, durch eine schraube, die irgendwo auf der fahrbahn lag.

    das wirklich blöde daran war, dass ich die halterung des ersatzrades nicht runter bekommen habe. also musste ich zum schluss doch den ADAC rufen, der mir das dann gemacht hat.

    ich hab ihm dann das handbuch mit den seltsamen bedienschritten gezeigt, die ich nicht verstanden habe. er sagte: " kein wunder, dass sie das nicht verstanden haben. das handbuch gehört zu einem älteren typ, da ist die verriegelung anders gelöst" =O  *finger


    einen richtigen reifenplatzer hab ich nur ein einziges mal erlebt, als ich mit einem 7,5to nach hannover zur cebit unterwegs war. das war der linke vorderreifen, also direkt unter mir. hat sich angehört wie ein kanonenschuß 8)

    dann bin ich satte 3 stunden auf der autobahn bei frankfurt gestanden, bis der ADAC ein passendes fahrzeug geschickt hat... is ne lange geschichte. aber es war kein problem, den LKW, trotz nur noch einem lenkbaren rad, bei voller fahrt auf den standstreifen zu dirigieren.

  • Wir haben seit mehreren Jahren einen Caddy, erst den normalen jetzt einen Maxi. Das ist das Alltagsauto meiner Frau, wenn ich was transportieren muss tauschen wir. Ich bekomme da locker 4 Subs mit Topteilen, 4 Wege Monitor, Kabelkiste und ein kleines Pult rein. Das ist grundsätzlich ein super robustes und zuverlässiges Fahrzeug.