Wo die KI wirklich helfen kann ist bei der Fehleranalyse bei hoher Kanalzahl. Störgeräusche auf einem Kanal, abgefallene Mikros, versehentlich gemutete Kanäle, ... Dann kann da ein Lämpchen aufleuchten und der Techniker kann selber reinhören. Das würde die Fehlererkennung und -suche deutlich beschleunigen.
KI (bzw. AI)
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ich habe ja lange davon geträumt, dass man in einem umfangreichen Bühnensetup vom Mischpult eine Information bekommen könnte, in welchem Monitorweg und über welchen Inputkanal sich ein Feedback anbahnt - oder gerade eines entstanden war.
Das wäre eine wirklich gute Hilfe.
Allerdings setzen sich die InEar Systeme mehr und mehr durch, sodass diese Anforderung stetig abnimmt.
so langsam verlassen wir aber das Thema...

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Danke guma für das Raustrennen des KI-Stranges aus dem anderen Thread.

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Ich bin ja kein Tonkutscher, glaube aber trotzdem dass es lohnt den Blick auch mal testweise um 180 Grad zu wenden.
Vielleicht hilft die KI auch Jobs wieder so bezahlbar zu machen dass sie überhaupt stattfinden können, und entsprechend jemand Geld damit verdient.
Personalkosten sind ja oft der Knackpunkt, vor allem bei kleineren Jobs. Sowohl schade für die Kultur, wie auch die ausbleibende Wertschöpfung wenn es dann komplett weggesägt wird.
Oder der völli überforderte Hausmeister der halt irgendwie die Anlage "einstellt" ist über die. KI vielleicht froh - Blick in die Mikrofonschublade und die Instrumentenliste, Tipps was wohin und wie stecken.
Nicht umsonst gibt es noch ganz viele Analogpulte - da kann man als Techniker notfalls per Foto eine Ferndiagnose machen.
Oder aus Sicht der Dienstleister - ich kann evtl zwei Shows machen wo sonst das Pultpersonal nur für einen Job reicht, oder der Ersatztechniker das Pult leider nicht kennt oder so.
Und die KI braucht nur noch einen schlanken Kamera/Mikrofonmast im Publikum und keinen FOH in der Größe und Kaufpreis einer Doppelhaushälfte. Ohne mimimi weil Pult xy statt yx, ohne "sorry ich muss nach zwölf Stunden mal was essen und auch wieder loswerden", vielleicht unkommentiert mit autotune die eine Backgroundsängerin dahin gezogen wo sie hingehört damit es nicht so auffällig schief ist etc.
Und misst und loggt gleich noch die Emissionswerte mit, korrigiert Thermik und Windeinflüsse und bleibt beim Mix auch bei größeren Lautstärken auf Dauer und altersunabhängig neutral.
Der Sound von heute hängt beim Menschen ja gerne auch mal von gestern Abend ab...
So unfassbar fantastisch der Mensch auch in all seinen Fähigkeiten sein mag - er hat halt auch Schwächen. Beim Fliegen stört sich auch keiner dran dass die Büchse im Regelfall automatisch fliegt und landet, und der Mensch nur eingreift wenn etwas ganz komisch ist. Dann ist natürlich schön wenn vorne noch einer mit Ahnung im Cockpit sitzt...
Wie so oft - mit statt gegen die Technik arbeiten erhält tendenziell den eigenen Arbeitsplatz.
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Tonleute vor Ort kümmern sich um den richtigen Patch und fehlerfreien Sitz der Mikros.
Und wieso sollen sich die Tonleute die Freude nehmen dieses Konzert zu mischen? Never ever würde ich mir das nehmen lassen.
Wo die KI wirklich helfen kann ist bei der Fehleranalyse bei hoher Kanalzahl. Störgeräusche auf einem Kanal, abgefallene Mikros, versehentlich gemutete Kanäle, ...
Ja! Genau da ist die KI perfekt eingesetzt. Und bei den Energiemengen, die KI verbraucht, wird es auch speziell bleiben.
Nur: die wirklich guten Leute sind eben eher dünn gesät, die meisten machen einen "normal guten" Mix, manche sogar einen miesen...
Das war doch immer so.
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Ich belustige mich gerade etwas darüber, dass über KI als Steuerung des Mischpults gesprochen wird. Nein, so wird die Zukunft ganz bestimmt nicht aussehen.

Die KI-Mix-Engine wird eine Blackbox sein, in der keine Signalverarbeitung stattfindet. Es wird ein KI-Mix erzeugt - und erzeugt ist hier wörtlich gemeint, es wird nur noch eine Interpretation der Input-Signale im fertigen Mix enthalten sein.
Ob das Publikum so etwas akzeptiert, steht auf einem anderen Blatt - aber bei KI-generierten Medien war ja bisher die mehrheitliche Ablehnungshaltung eher kurzweilig.
Bei der einfachen Unterhaltungsmusik (Rock-Pop-Coverband) mache ich mir gar keine Illusionen: Hier verkommt die "Band" zur Bühnendeko. Bei den Acts mit Namen wird es bestimmt eine Purismus-Gegenbewegung geben (analog revival?), bei vielen anderen wird die KI-Mix-Engine aber als Tool für ein gleichbleibendes Sounderlebnis wie auf dem Studioalbum sorgen. (Qualitäts-)Mikrofone und viele andere Aspekte vor dem "Pult" werden damit zunehmend irrelevanter und es findet eine Verlagerung hinter das Pult statt.
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Das war doch immer so.
ist das für einen Musiker ein Argument, es nicht besser haben zu wollen?

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Ob das Publikum so etwas akzeptiert, steht auf einem anderen Blatt
Na ja, "das Publikum" akzeptiert ja auch Mallorca-Hits...

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ist das für einen Musiker ein Argument, es nicht besser haben zu wollen?

Nein, aber hier gehts ja um Zukunftsvisionen. Schlechte Tonmenschen gabs immer und wirds immer geben. Da hat AI null Einfluss.
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Ich würde es nicht (künstliche) Intelligenz , sondern Berechnung nennen ,
was aber letztendlich gleichrangig ist .
Es gibt ja auch komplett vom Computer generierte Musik
und da ist der Mix der einzelnen Quellen eher die einfachere Aufgabe .
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Solange es keine Netzwerkswitches gibt, die ihre Probleme eigenständig lösen können, sehe ich für den Rest auch Schwarz.
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Wieso sind hier viele so negativ eingestellt?
Es werden die verschiedensten KI Werkzeuge entwickelt werden, manche werden uns bei unserem Job unterstützen, manche uns sogar ersetzen. Für mich ist das kein Problem.
Wo wir ersetzt werden:
Bei einem kleinen Verein tritt ein Duo / Trio / Aleinunterhalter vor 50 Mitgliedern auf dem Vereinsfest auf. Da hier kein Geld für das komplette Programm vorhanden ist, mischt sich die Kapelle selbst von der Bühne runter.
Jeder kann Geschichten erzählen wo das nur so semi-super war.
Hier ist eine solche Misch KI möglicherweise eine hervorragende Verbesserung.
Wo wir nicht ersetzt werden:
Es wird größer und alles muss individuell eingerichtet und Aufgebaut werden. Ich bringe mich mit meinem Musikgeschmack ein und beeinflusse ganz maßgeblich was die Leute hören. Die Gäste wollen die Band sehen und hören, sie wollen sehen wie Musik handwerklich gemacht wird. Auch heute gibt es Möglichkeiten uns zu ersetzen. Es gibt teils hervorragende DJs, trotzdem werden überall richtige Bands gebucht.
Grüße Wolf
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Bei einem kleinen Verein tritt ein Duo / Trio / Aleinunterhalter vor 50 Mitgliedern auf dem Vereinsfest auf. Da hier kein Geld für das komplette Programm vorhanden ist, mischt sich die Kapelle selbst von der Bühne runter.
Jeder kann Geschichten erzählen wo das nur so semi-super war.
Hier ist eine solche Misch KI möglicherweise eine hervorragende Verbesserung.
Und wie beurteilt die KI den Klang im Raum?
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Man stellt ein Mikrofon ins Publikum, oder als nächste Ausbaustufe: Man macht ein paar Fotos der Location und der PA, wie sie steht und die KI sagt darauf hin die Akustik in dem Raum voraus und berechnet sie mit ein

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Und wer bewacht das Mikro? Abgesteckt und schon nix mit mixi. 😝
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Und wer bewacht das Mikro? Abgesteckt und schon nix mit mixi. 😝
Festinstallation? Muss ja nicht auf einem Stativ mitten im Publikum stehen.
Ansonsten: gefällige Studio-Mixe stellen für eine KI heute kein Problem darf. Bei Live-Mixing sehe ich aktuell noch ein Latenzproblem. Sind ja auch nicht nur reine Audiodaten, die es da zu verarbeiten gilt.
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Und wie beurteilt die KI den Klang im Raum?
Im einfachten Fall garnicht.
Typisches Beispiel für Kleinkonzert:
Akustik Trio Ist beim Dorf Tennisverein, Hundesportverein, etc.
Das Vereinsgelände besteht aus einem kleinen Vereinsheim, Unterstand/Terasse und dem Tennisplatz, Hunde Übungsgelände usw. Die Kapelle spielt in Richtung offenes Gelände wo die Sitzgelegenheiten aufgestellt wurden. Vergleichbare Veranstaltungen finden in Deutschland jedes Sommerwochenende in 4-Stelliger Zahl statt.
Hier kommt es nicht auf den allerletzten Schliff an und die örtliche Akustik fällt nicht so ins Gewicht.
Die Leute wollen sich unterhalten, was zusammen Trinken und Essen. Dazu im Hintergrund ein bissl Musik. Wenn nach 3 Stunden der Alkohol wirkt und ein paar zur Musik rumhüpfen/Tanzen wird noch weniger auf Details geachtet. Wichtig ist das die Leute die Lieder kennen und hin-und-wieder mal den Refrain mitsingen können.
Das sind keine Veranstaltungen für uns.
Schaltet die KI dem Alleinunterhalter bei Wortbeiträgen seinen geliebten auf 3,5 Sekunden eingestellten Lieblings Reverb ab und nur bei den Liedern wieder zu ist schon viel gewonnen.
Grüße Wolf
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Und das 'shatter Delay'
Man könnte noch eine Kamera anschließen, die die Anzahl der ausgegebenen Bierkrüge mit einbezieht
, damit die KI auch den jeweils besten nächsten Titel auswählen und die richtigen Moment für 'Die Krüge hoch', 'Einer geht noch' und 'Ons, zwo gsuffa' vorschlagen kann. -
Irgendwie scheint sich ja hier die Meinung zu verbreiten, als hätten wir überhaupt keine Wahl und wären dem komplett ausgeliefert. Wir sind doch auch Teil der Industrie?
KI hat zweifelsohne einiges verändert.
Aber wenn ich mir überlege, was KI z.B. im Pop-Musik Bereich bewirkt hat, ist es vor allem eins: Stillstand.
Da entwickelt sich doch seit Beginn der KI fast gar nichts mehr.
Dies erscheint ja auch logisch, da KI immer mit Daten aus der Vergangenheit gefüttert wird und nicht kreativ-künstlerisch Neues entwickeln kann.
Wenn ich mir überlege, wie früher die ersten Effekte entwickelt wurden... Sowas ist auf diesem Wege kaum möglich.
Und auch kleine Bands vor 50 Zuschauern können coole, neuartige Soundideen entwickeln.
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Nachdem ich grade ein Industriegig hatte in dem präsentiert wurde wie man mit AI möglichst gewinnbringend Konsument:innen manipulieren kann bestärkt dies meine Abneigung.
Ich weiß, dass ich mich da langsam hin bewegen muß (im Sinne von mit der Zeit gehen oder eben gehen), aber da sträubt sich echt alles in mir 🤷🏽♀️
Ich benutze auch keine AI Suchmaschine, und lege auf, wenn in der Telefonschleife auf einmal auf AI gewechselt wird. Bin ich echt schon so‘n Fossil oder habe ich als Jugendliche doch zuviele Utopien gelesen?
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