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Trusstilt oder MultiTilt ? - was jetzt?

  • Christoph Korn
  • 4. November 2025 um 21:43
  • Christoph Korn
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    • 4. November 2025 um 21:43
    • #1

    Zuerst hats ewig nichts gegeben zum Neigen von (Seeburg) Lautsprechern und auf einmal gibt´s gleich zwei Sachen.
    Ist es aber so, dass beide für Seeburg das gleiche können, oder?

    Bin mir nicht ganz sicher welchen ich jetzt nehmen soll:
    Der Seeburg wiegt nur 13,5kg und kann 150kg tragen und der Trusstilt wiegt 20kg und trägt nur 75kg.
    Das bringt mich jetzt etwas durcheinander, bin ja keine Statiker.

    Bilder

    • Seeburg C-Serie.webp
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  • julian-k
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    • 5. November 2025 um 00:00
    • #2

    Schöner finde ich den Seeburg. Da er mehr Last kann würde ich den nehmen.

    Das blau am ersten stört mich gewaltig.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

  • Jürgen
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    • 5. November 2025 um 08:26
    • #3

    Der Vorteil vom Seeburg Tilt ist, dass auch die Bodenplatte dazu gehört, welche dann auf Basslautsprecher mit M20-Gewinde geschraubt werden kann.
    Die Bohrungen am Kopfteil passen aber nur auf die Seeburg-Lautsprecher, welche die zwei M10 Gewindeeinsätze im richtigen Abstand haben

    Der Trusstilt dagegen ist viel universeller für die Lautsprecher verschiedenster Hersteller und auch für die Befestigung von Displays mit Audipack-Halterung vorgesehen.

    Beste Grüße,
    Jürgen Müller

  • Michel
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    • 5. November 2025 um 08:52
    • #4

    Wenn ich mir den markierten Bereich anschaue bekomme ich spontan Angst um meine Finger. Oder hab ich da was übersehen?

    Einmal editiert, zuletzt von Michel (5. November 2025 um 09:19)

  • =RS=
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    • 5. November 2025 um 09:18
    • #5

    Da kann doch sich skyper etwas dazu sagen. Von dem ist ja das Teil.

  • Christoph Korn
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    • 5. November 2025 um 09:59
    • #6
    Zitat von Michel

    Wenn ich mir den markierten Bereich anschaue bekomme ich spontan Angst um meine Finger. Oder hab ich da was übersehen?

    Naja ... also ganz ehrlich gesagt .... ich kann dir ca. 1391 Fälle aus der Eventtechnik aufzählen, wo man sich die Finger zwicken oder brechen kann ... kriegst beim MultiTilt sicher auch irgendwie hin ... dann dürftest nicht mal ein Blatt Papier anfassen.
    Bitte nicht falsch verstehen.
    Mir geht´s eher um die praktische Funktion und den universelleren Einsatz, also im Audio. Hab keine Projektoren oder Displays.

  • julian-k
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    • 5. November 2025 um 10:08
    • #7

    Und für den Seeburg kann man sich im Zweifel auf Adapterplatten lasern.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

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  • julian-k
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    • 5. November 2025 um 10:09
    • #8
    Zitat von Christoph Korn

    Naja ... also ganz ehrlich gesagt ....

    bist du als Arbeitgeber sogar zur Unfallverhütung, also Vorbeugung, verpflichtet. Und das ist genau so ein Punkt auf den es ankommt. Und wenn da mal 50kg Lautsprecher drauf stehen und jemand noch mal 2° nachneigen möchte ...

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

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  • treibsand
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    • 5. November 2025 um 11:00
    • #9
    Zitat von Christoph Korn

    Ist es aber so, dass beide für Seeburg das gleiche können, oder?

    Nö.

    Der Trusstilt kann bis 105° in 2,5° Schritten, Multitilt/Miltitilt HD nur knapp 1/3...

    Für "Box auf Trussständer" ist das völlig ausreichend, interessant könnten die zusätlichen Einbaulagen 'waagerecht & überkopf' beim Trusstilt in Ausnahmefällen sein. Der ist ja auch eher Multitalent, und nicht single-purpose.

    Was diese Finger-Aua-Geschichte angeht:

    Klar gibt es da eine gewisse Gefährdung, aber durch die abgekanteten Enden wird das auf Quetschgefahr minimiert...

    ...und die dürfte auch an anderen Stellen im Job viel deutlicher auftreten.

    Ist halt nix für den Stagehand, sondern eher für unterwiesenes Personal - wie so häufig beim Rigging von Material.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • skyper
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    • 5. November 2025 um 13:17
    • #10

    Hatte für heute Vormittag eigentlich andere Pläne,
    dafür habt Ihr jetzt nachmittags was vor...


    Ich stell mich mal in den Sturm:


    a) Farbe - zur Kenntnis genommen. Den nächsten mache ich rosa, dann ist der emotionale Zwiespalt noch größer :)
    Die zukünftigen Chargen werden komplett schwarz, kam schon mehrfach der Wunsch. (wobei das bis auf einen kleinen Prozentsatz im Industriebereich m.M.n. komplett egal ist sobald das Licht ausgeht, oder der Fokus auf Präsentationsinhalten oder Bier liegt.
    Manchmal ist es sogar besser wenn sich die übermotivierte Agentur an solchen Kleinigkeiten aufgeilt, bevor sie aus Langeweile ganz andere Fässer aufmacht...


    b) Belastbarkeit - der Trusstilt ist auf 90° Ausladung mit allen in der Statik hinterlegten Lastfällen bzw. den Äquivalenten aus Gewicht, Schwerpunkt und Windangriffsfläche, und mit Windstärke sechs auf allen drei Achsen und auf Zug und Druck gerechnet. (also Messehalle beide Tore offen, knick knack wer bisher in der Annahme lebte indoor gibt es keinen Wind...). Dazu beliebige Montagelage - auf Traverse aufgeständert, stirnseitig, nach unten gerichtet oder irgendwas dazwischen, solange die Knickachse waagerecht liegt.

    Ein Vergleich mit den angegebenen 150 Kilo beim Multitilt hinkt insofern, als dieser
    ganz anders konzipiert ist.
    Er macht "nur" 45° Winkel (was für PA schon sehr cool ist...) in stehender Montagelage und ohne veröffentlichte Rahmenbedingungen wie Abstand und Lage des Schwerpunktes, Windstärke und Windangriffsflächen.
    Die Anschraubpunkte liegen mit 130mm für die Deckplatte dankbar weit auseinander.
    Beim Trusstilt ist der Worst case der mittige 35mm Zapfen der an der Platte hebelt,
    bzw. bei den durchgeführten Betrachtungen das M20 Gewinde in Verbindung mit der K&F Spectra, Die hebelt bei Frontwind sehr ungünstig auf eine kurze Auflagefläche, trotz ordentlicher Materialstärke.
    "Within reasonable limits" könnte der Trusstilt die 150 Kilo auch ganz locker, aber eben nicht für alle Einbaulagen und Konstellationen, daher die 75kg als kleinster gemeinsamer Nenner.
    Spoiler: Die aufgebrachte Last und die Unterkonstruktion muss das auch abkönnen, das sehe ich viel öfter als Herausforderung.
    Dazu kann der Trusstilt auch auf 3-Punkt montiert werden kann (nur Spitze hinten), was das Bodenteil relativ stark beansprucht.


    Dafür gibt es beim Multitilt eine herstellerseitig freigegebene Platte zur Montage an die Subs, das kann eine selber gelaserte Platte erstmal nicht ersetzen - Jackpot für alle Seeburg-User mit "Handelsüblichen Anwendungsfällen". Ich finde der Multitilt ist sehr eine schicke und filigrane Lösung, sowohl optisch wie konstruktiv.

    Insofern ist das ein bisschen Äpfel und Birnen vergleichen. Aber: 150 Kilo Lautsprecher auf einen 30-er Traversensteher oder Subwoofer zu frickeln ist auch eher ein konstruiertes Szenario, dass alle Komponenten abkönnen müssen, und es hinterher noch kippsicher stehen muss.

    c) Quetschgefahr - grundsätzlich berechtigter Hinweis, Danke an Michel und an treibsand für den Einwand mit dem Fachpersonal. Das sind Rigging-Artikel für professionelle Nutzer, und kein Spielzeug für den Endanwender. Was dann ein Stück weit auch den Unternehmer in seiner Auswahlverantwortung, wie auch den Ausführenden vor Ort mit ins Boot zieht, um ungeeigentes Personal von der Bedienung fernzuhalten. Trotzdem ist oberste Prio dass sich keiner daran verstümmelt.

    In unseren Probeaufbauten, Betatests mit Kunden etc. hat sich das Thema nie als relevant dargestellt. Weder beim justieren ohne oder mit Last ist das ein Punkt an den man bewusst oder unbewusst hinlangt. Wir haben im Vorfeld bestimmt eine Tonne Lautsprecher und sonstiges AV Getrödel in verschiedenen Szenarien auf die Trusstilts in mehreren Entwicklungsstadien herumgewuchtet.*
    Entweder fasst man mit beiden Händen von hinten zwischen die Boden/Deckplatte,

    oder greift vorne und hinten an die Deckplatte um den Trusstilt zu verstellen, der läuft nämlich auch ohne Last relativ stramm.
    Mit aufgebrachter Last nimmt man diese zum Winkel verstellen intuitiv "in den Arm", weil man damit einen viel besseren Hebel hat und nix unkontrolliert wegkippt. (Außerdem bekommt man die Pins unter Last im Regelfall nicht gezogen, leitet den Kippvorgang also bewusst ein).
    Insofern hat man alleine keine Hand frei um irgendwo ungünstig hinzulangen.
    Zu zweit hält entweder einer die Last und der andere steckt die Pins, oder jeder eine Hand an der Last, die andere am Pin.

    Es wird hierzu noch einen expliziten Hinweis im Manual geben. Ich möchte das Thema nicht auf mir sitzen lassen, und bin entsprechend mit verschiedenen Stellen zwecks externer Einschätzung in Kontakt getreten. Geht selbstverständlich auch ins nächste Konstruktionsmeeting, um eine bessere Lösung zu finden. Statisch ist die Abkantung nicht erforderlich, aber technisch halte ich einen Endanschlag/Durchrutschsicherung zumindest als Montagehilfe für sinnvoll.


    *Es ist nicht zu unterschätzen, die Lautsprecher auf der Platte zu positionieren. man schiebt 30 Kilo Kübel mit einer Hand herum, während die andere verzweifelt das Gewinde sucht. Da ist die A10/A15 Geschichte mit den zwei Positionierungspins vergleichsweise dankbar, die halten das Tonmöbel auch ohne Schraube schön auf Position. Punkt für Frankreich.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

    Einmal editiert, zuletzt von skyper (5. November 2025 um 13:36)

  • julian-k
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    • 5. November 2025 um 15:57
    • #11
    Zitat von skyper

    Fachpersonal

    Und trotzdem hat es der Azubi geschafft sich den Zeigefinger zwischen zwei Kurbeltowersegmente einziehen zu lassen, gequetscht, OP, 6 Wochen KO.

    Es ist immer irgendwas.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

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  • funkbrother
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    • 5. November 2025 um 16:06
    • #12

    Ja, Unfälle passieren nunmal. Die Wortbedeutung ist ja auch Unglück, also Pech gehabt hat der Gute...

    War es denn nach der Reha-Zeit (hoffentlich) wieder voll gut?

  • AlphaC
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    • 5. November 2025 um 20:56
    • #13

    skyper Ich finde das Trusstilt ist auch ein gelungenes und sehr vielseitiges Tool. Beide Lösungen haben ihre Vorteile und dass beide im etwa gleichen Zeitraum entstanden sind ist ein lustiger, aber gar nicht so zufälliger Zufall... verdeutlicht er doch, dass der Bedarf nach so einer Lösung in vielen Bereichen vorhanden ist.

  • wora
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    • 5. November 2025 um 21:03
    • #14

    wo gehobelt wird, fallen späne.

    keine frage, arbeitsschutz ist ein wichtiges thema.

    aber manchmal finde ich schon, dass bei der heutigen regelungswut allerseits der gesunde menschenverstand mittlerweile ein bisschen hinten runter gefallen ist ...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Licht_01
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    • 6. November 2025 um 06:10
    • #15
    Zitat von wora

    wo gehobelt wird, fallen späne.

    keine frage, arbeitsschutz ist ein wichtiges thema.

    aber manchmal finde ich schon, dass bei der heutigen regelungswut allerseits der gesunde menschenverstand mittlerweile ein bisschen hinten runter gefallen ist ...

    Das Große Problem dabei ist doch das es die Reguliarien gibt weil der gesunde Menschenverstand teils ausgestorben ist.

    Bestes Beispiel dafür die Wahlergebnisse ;)

  • HenrySalayne
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    • 6. November 2025 um 07:26
    • #16

    Könnten wir bitte nicht schon wieder die diffuse "alle anderen sind doof und alles ist überreguliert"-Empörungsspriale anfangen, sondern beim Thema bleiben. skyper hat zur Thematik mit der Gefahrstelle an der Konstruktion schon ein umfangreiches Statement abgegeben. Das sollte doch reichen.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

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