Kleine PA auf 12V Basis für Basslastige Musik

  • Hallo Zusammen,

    ich hab hier schon viel mitgelesen und des viele nützliche Infos hier rausgezogen. Vielen Dank euch allen dafür. Ich habe auch schon ein paar Jahre Erfahrung im Selbstbau von Lautsprechern, allerdings eher kleinere Sachen im Hifi-Bereich.

    Jetzt möchte ich ein kleines PA-System aufbauen, das für Outdoor-Raves komplett über 12V Car-Hifi-Verstärker betrieben werden soll. Dazu bitte keine Diskussion, das ist Vorgabe und ich bin mir den Problemen und Dimensionen die das an Verstärkern und Bleiakkus mit sich bringt bewusst.

    Das System soll 4 Wege haben, und auf (tief)basslastige Musik ausgelegt sein. Primär Dub, DnB, HipHop. Die Anlage soll aber auch an "normalen" 230V Endstufen betrieben werden können


    Ich dachte an folgenden Aufbau und würde mir dazu gerne Meinungen einholen:


    4 X Cubo 15 extended (siehe: https://freespeakerplans.com/p…4-plans/basscab/44-cubo15) mit Eminence Kappa 15-C in der 4 Ohm Version. So können zwei Davon für 12V Betrieb parallel betrieben werden (=2 Ohm) oder in Reihe (=8 Ohm) an 230V. Die sollen bis ca. 75 oder 80 Hz spielen


    2 X Kickbässe, da bin ich mir noch unsicher aber tendiere zu den HD15. Unsicher bin ich was die Dimensionierung angeht. Passen zwei davon zu den vier Bandpässen? Spielen sollen sie ungefähr von 80 - 180 Hz


    2 X 2-Wege Midtops, in sich passiv getrennt. Welche habe ich da noch nicht vor Augen, die werden als letztes gebaut da vorerst leihweise welche zur Verfügung stehen. Auch da bin ich mir von der Dimensionierung unschlüssig. Vielleicht zwei Doppel 12er mit je einem Tweeter?


    Im 12V Betrieb wird über irgendein kleines DSP auf 3 Wege getrennt und wie erwähnt die Tops in sich passiv. Da hab ich schon ein paar im Auge aber bin auch noch offen für Empfehlungen


    Also nochmal kurz und knapp meine Fragen:

    1: Welche Kicks und wie viele?

    2: Noch andere Treiber Vorschläge für die Cubos? Alle Parameter passen gut wie im Bauplan angegeben, nur Vas ist etwas zu hoch

    3: Ideen für Tops?

    4: Gute Erfahrungen mit kleinen, über 12V betreibbaren DSPs mit 3 Wegen?


    Vielen Dank für alle konstruktiven Ideen und Vorschläge :*

  • ... und welche der Boxen soll den tiefbasslastigen Musikanteil wiedergeben?


    zudem gehen 4x15" Outdoor für Bass unter, die HD15 kannst Du einsparen (alternativ die Cubox weglassen und durch HD15 ersetzen) und wenn Du schon HD15 bis 180Hz laufen lassen willst brauchst Du in den Tops keine 12"


    Ansonsten - auch wenn das alles "vorgegeben ist" - um 'ne Party mit einer Dauer > 2h einigermaßen safe beschallen zu können brauchst Du so viele Autobatterien, daß Du in weniger Packmaß auch ein Aggregat und damit dann normale Endstufen unterbringen und verwenden kannst.

  • Also...

    tiefbasslastig, 12V Autobatterie, Outdoorrave, und einige andere Überlegungen und Voraussetzungen passen imho so nicht realisierbar zusammen.

    Zuallererst sollte die Frage geklärt werden, wie tief das System denn tatsächlich am Ende spielen können muss (und natürlich für wieviele Leute auf welcher Fläche...)
    Jage mal einiges durch nen Analyzer, dann kann man sinnvoll über eine benötigte untere Grenzfrequenz reden. Danach richtet sich imho, was an Material ins Auge gefasst werden kann, um eine möglicht gute Schnittmenge aus Pegel, Packmaß und Tiefgang erreichen zu können. Im Anschluß daran kann man über passende Tops und ggf. benötigte Kickfills nachdenken, zum Schluß über die Frage, wie Du es gespeist bekommst.
    Da Du unbedingt im Akkumodus arbeiten möchtest, ist bei allen verwendeten Komponenten eine möglichst hohe Empfindlichkeit von Vorteil. Ggf. kann man sich dann auch mit Hornladung noch ein bissl Pegel dazuarbeiten (wobei das im Bassbereich wieder so ne Sache ist, mit Horn und vernünftigem Packmaß recht tief zu kommen...)

    Kurz und krumm: bitte noch ein paar Überlegungen und Infos zu Basics und Bedarf - danach kann man dann auch etwas besser sinnvoll und konstruktiv Ideen finden...


  • Ansonsten - auch wenn das alles "vorgegeben ist" - um 'ne Party mit einer Dauer > 2h einigermaßen safe beschallen zu können brauchst Du so viele Autobatterien, daß Du in weniger Packmaß auch ein Aggregat und damit dann normale Endstufen unterbringen und verwenden kannst.

    Ich möchte dazu auch meinen Senf dazu geben - Du schreibst, dass Du dir der Probleme bewusst bist. In diesem Fall würde mich interessieren, wie Du/ihr das Thema löst.


    Ich hatte einmal eine ähnliche Situation mit etwas weniger Material (3x Single 18" Bässe, 2x 10"/1" Tops und bisschen Kleinkram). Das ganze wurde an einem Inverter-Generator betrieben und hat bei gehobener, aber nicht maximaler Lautstärke eine mittlere Leistungsaufnahme von ca. 1,3 kW, mit Peaks, die etwa 3x so hoch waren.


    Das würde bei 12 V eine Stromaufnahme von über 100 A bedeuten. Eine Batterie mit 100 Ah hält dabei aber nicht, wie man evtl. zuerst annehmen würde, eine Stunde durch, sondern eher so 10 Minuten (eine typische Entladekurve einer entsprechenden AGM-Batterie zugrundegelegt). Eine (!) Batterie wiegt knapp unter 30 kg.


    Für einen kurzen Rave über Nacht nehme ich mal 10 Stunden an. Selbst wenn aus vielen Einzelbatterien eine "große" gebastelt wird, landet ihr (unter Berücksichtigung der gleichen Entladekurve) bei ca. 50-60 Batterien.


    Also ein mittlerer vierstelliger Betrag nur für die Akkus, 1,5 Tonnen Gewicht und vermutlich Ladezeiten jenseits von Gut und Böse.

    Andere Akkutechnologien mögen da etwas besser performen, aber wer die dafür notwendigen Gelder hat, der baut Boxen typischerweise nicht selbst. Batteriemanagement und dergleichen mal außen vor gelassen.


    Ich weiß, das war nicht der Kern Deiner Frage, aber vor dem Hintergrund interessiert mich tatsächlich, warum gerade die 12 V nötig sind bzw. was ihr dazu schon an Equipment habt, dass ein Aggregat, wie von marce vorgeschlagen, keine Alternative ist.


    Edit: Die Brandgefahr durch falsch dimensionierte Leitungen bei deratigen Stromstärken und so einem Aufbau - gerade Outdoor, vermutlich etwas weg vom Schuss - sollte man auch nicht vernachlässigen...

  • Wow vielen Dank für eure schnellen Rückmeldungen. Da komme ich ja kaum mit dem Antworten hinterher ;)


    Erstmal zur größe: Tiefbasslastig, Ja. Aber es reicht mir, 100-200 Leute aufm Dancefloor zu beschallen. Also TIefbass ist erwünscht, aber Lautstärke kann durchaus begrenzt sein. Ist sie ja allein wegen der Akkulaufzeit, wie ihr schon erwähnt habt ;)

    Generell gilt mir: Qualität > Pegel


    12V gegenüber Generatoren aus mehreren Gründen:

    - Gute AGM Batterien mit insg. 600-700AH sind vorhanden

    - Das System ist ja modular, bei Bedarf kann ich auch mal nur einen Sub mit einem Top z.B. bei einer Demo als Lauti aufbauen, da kann (bzw. will) ich nicht mit nem Generator kommen

    - Habe eine große Inselsolaranlage und kann das ganze so CO2-neutral über selbst produzierten Strom betreiben. Das ist auch der Grund, weswegen ich mir der ganzen Problematik (und Kabelquerschnitte usw...) bewusst bin: Mein Haus läuft (mit ein paar Ausnahmen) über 12 V ;)

    - gebrauchte Car-Hifi-Verstärker sind günstig und 2-Ohm stabil, teilweise sogar 1-Ohm stabil

    ... und welche der Boxen soll den tiefbasslastigen Musikanteil wiedergeben?


    zudem gehen 4x15" Outdoor für Bass unter, die HD15 kannst Du einsparen

    In meiner Idee natürlich die Cubox. Ursprünglich dachte ich an 2-3 18er aber 4 15er schien mir wegen der 2-Ohm-Lösung praktikabler. Hast du da Bedenken, dass die mit DSP ab ~40 Hz spielen können wenn sie nach oben recht früh getrennt werden? Ich bin auch für andere Lösungen offen, zwei Doppel 15er BR? Vier 15er Rutschen? Die Rutschen dürften zumindest die effizienteste Lösung was Stromverbrauch angeht, sein. Also vier Rutschen + 2 HD 15. Ist dann halt wieder nicht so modular, die Rutschen kann man meines Wissens nach ja sehr schlecht als einzigen Sub betreiben.

    Das würde bei 12 V eine Stromaufnahme von über 100 A bedeuten. Eine Batterie mit 100 Ah hält dabei aber nicht, wie man evtl. zuerst annehmen würde, eine Stunde durch, sondern eher so 10 Minuten (eine typische Entladekurve einer entsprechenden AGM-Batterie zugrundegelegt). Eine (!) Batterie wiegt knapp unter 30 kg.


    Für einen kurzen Rave über Nacht nehme ich mal 10 Stunden an. Selbst wenn aus vielen Einzelbatterien eine "große" gebastelt wird, landet ihr (unter Berücksichtigung der gleichen Entladekurve) bei ca. 50-60 Batterien.


    Edit: Die Brandgefahr durch falsch dimensionierte Leitungen bei deratigen Stromstärken und so einem Aufbau - gerade Outdoor, vermutlich etwas weg vom Schuss - sollte man auch nicht vernachlässigen...

    Stimmt alles was du da sagst. Ein (guter) Bleiakku kann maximal die Hälfte seiner Nominalen Kapazität abgeben, ohne Langzeitschäden davon zu tragen. Und die Stromaufnahme lässt sich gut über mehrere Batterien verteilen. Ich will diese aber nicht parallel schalten, da sie sich sonst nicht komplett entladen können, die schwächste würde die anderen begrenzen. Sondern die einzelnen Car-Hifi-Verstärker an einzelnen Batterien hängen lassen.

    Z.B:

    Jeweils eine 250 AH Batterie für je zwei Subs, eine für die Kickbässe und eine kleinere, vielleicht 100 AH für die Tops.


    Ich hab vor Jahren schonmal mit nem Freund ne Anlage bestehend aus nem 10er Top und einem 15 BR als Sub als "Zeltanlage" für Festivals und Mini-Raves gebaut. Die läuft locker eine Nacht bei (subjektiv) hohem Pegel mit 90 AH. Ich weiß, ihr seit hier andere Größenordnungen gewohnt aber wie gesagt, ich brauch nicht Pegel für 1000 Leute.


    Schaut euch doch bitte mal das Solarfestival an. Hier gibts eine ganz kurze Beschreibung zur 12V Elektrik:


    Er redet da zwar was von 102.000 AH aber das kann irgendwie nicht sein*. Ich würde auf jeden Fall gerne erstmal anfangen mit 2 15ern und einer Endstufe mit 1000W an 2 Ohm und dann versuchen wie lange das bei meinem gewünschten Pegel hält an verschiedenen Batterien bevor ich das komplette Systemaufbau.


    Nochmals vielen Dank, an alle die mitdenken und all euer Senf ist willkommen! :)


    Edit: *Das entspräche 1224 KwH und das bräuchte bei den erwähnten 500W Solarleistung bei Sonnenschein 2448 Stunden volle Einstrahlung zum aufladen. Also so ungefähr 3-4 Jahre ;)


    Edit 2: Hab nochmal im Video gezählt, das sind 20 Batterien, deren Kapazität ich anhand der Größe auf 150 AH schätzen würde, also 3000 AH. Insgesamt erwähnt er 6000W Verstärkerleistung. Ich gehe aber aufgrund der erwähnten 500W Solarpanels aufm Dach von dem Hänger davon aus, dass die damit ihre Anlage mehrere Nächte am Stück betreiben können. Sagen wir 3 Nächte, dann kalkulieren die mit 6000W mit 1000AH pro Nacht. Das passt ganz gut mit den von mir angestrebten 4000W und 600-700 AH. Bleibt natürlich, dass es mehr zu schleppen ist als ein Generator :D

  • Vielleicht hilft dir meine oben angesprochene Erfahrung etwas bei der Einordnung deines Vorhabens.


    Ich bin keinesfalls ein Profi, aber das Material, dass wir damals eingesetzt haben (s.o.), war meiner Einschätzung nach obere Mittelklasse. Also schon etwas entfernt von Selbstbau oder Low-Budget.


    Auf besagter Veranstaltung waren 25 Leute, die Musikrichtung war ausschließlich elektronisch. Die doppelte Menge an Besuchern wäre mit ein paar Abstrichen vermutlich auch noch gegangen, aber 100-200 Leute sind m.E. nochmal eine ganz andere Hausnummer.


    Bei uns war der limitierende Faktor der Generator - auch bei dir würde die Stromversorgung kritisch sehen, vor allem wenn die Lautsprecher nahe an die Kotzgrenze getrieben werden.

    Als Lösung würden mir horngeladene Lautsprecher in größerer Stückzahl einfallen, einfach wegen des Wirkungsgrades. Ob das aber dann zum gewünschten Ergebnis führt, hängt fast nur noch von deinen Erwartungen ab.

  • Und die Stromaufnahme lässt sich gut über mehrere Batterien verteilen. Ich will diese aber nicht parallel schalten, da sie sich sonst nicht komplett entladen können, die schwächste würde die anderen begrenzen. Sondern die einzelnen Car-Hifi-Verstärker an einzelnen Batterien hängen lassen.

    Bist du dir sicher, dass du mit diesem "Wissen" mit so hohen Strömen hantieren willst?

  • 100 - 200 Leute auf dem Dancefloor?

    Das hab ich recht unüberlegt geschrieben. Zielrichtung ist schon eher 20-30 Leute. Sorry für die Fehlinfo.

    Ich bin keinesfalls ein Profi, aber das Material, dass wir damals eingesetzt haben (s.o.), war meiner Einschätzung nach obere Mittelklasse. Also schon etwas entfernt von Selbstbau oder Low-Budget.

    Danke für deinen Beitrag. Ich hab den Eindruck du versuchst konstruktiv zu helfen ;) Meiner Meinung nach stehen obere Mittelklasse und Selbstbau sich nicht unbedingt im Wege. Aber das ist ein bisschen anderes Thema. Die Stromversorgung könnte zum limitierenden Faktor werden, das stimmt. Wahrscheinlich führt nichts darum rum, mal zwei 15er Subs welcher Art auch immer mal an eine 1000W Car-Hifi-Endstufe bei 2 Ohm zu hängen und zu schauen wie lang das bei meinem gewünschten Pegel hält.

    Bist du dir sicher, dass du mit diesem "Wissen" mit so hohen Strömen hantieren willst?

    Sorry aber bei solchen Beiträgen krieg ich echt das kotzen. Du hast keine Ahnung von meinem Wissen über Elektrik und gehst erstmal davon aus, dass ich keine Ahnung habe wovon ich rede. Ich gehe nicht davon aus, dass sich in einem PA-Forum Leute mit Entladungskurven von Bleiakkus, verschiedenen Akku-Typen und 12V-Elektrik im Allgemeinen auskennen und habe meine Aussage versucht einfach verständlich zu formulieren. Bitte lass es, mir einen bestimmten Wissensstand zu unterstellen und leiste, wenn du einen Beitrag leisten willst, einen konstruktiven.



    Wie auch immer, meine Fragen stehen nach wie vor im Raum. Ich würde mich freuen, wenn ihr akzeptieren könnt, das ich eine Anlage in der beschriebenen Größenordnung mit 12V-Stromversorgung realisieren will. Meine Fragen zielen darauf ab, wie ich in dieser Größenordnung das beste Ergebnis erzielen kann. Ich kenne mich nicht gut mit PA-Lautsprechern aus und Frage deshalb nach Unterstützung dafür. Ich hatte vorausgeahnt, dass es zu Bedenken Zwecks der Stromversorgung machen will. Aufgrund meiner Erfahrung mit 12V im Allgemeinen bin ich da aber zuversichtlich und noch viel mehr: ich will es ausprobieren. Kann sein, dass das ein Experiment wird und dann habe ich (und alle die das Ergebnis hier im Thread lesen) was gelernt.

  • Meiner Meinung nach stehen obere Mittelklasse und Selbstbau sich nicht unbedingt im Wege.

    Das wollte ich damit auch gar nicht andeuten. Vergleiche zwischen Kaufsystemen ab einer bestimmten Liga und dem „Durchschnitts-Eigenbau“ sind aber dennoch meistens nicht so einfach, auch wenn Membrandurchmesser und Leistungsangaben ähnlich sind.


    Was ich damit eigentlich sagen wollte: wir haben mit ähnlichem Materialeinsatz nur ein Viertel deiner Zuhörerzahl gepackt, obwohl das Zeug recht amtlich war.
    Die 100-200 Leute hast du aber ja inzwischen angepasst, sodass ich jetzt glaube, dass das (je nach Zweck und Ziel der VA) zumindest funktionieren kann.


    Zum Thema Strom hab ich alles gesagt was ich sagen kann und wollte. Jetzt überlasse ich das Feld Leuten, die mehr Ahnung haben als ich :)

  • Sorry aber bei solchen Beiträgen krieg ich echt das kotzen. Du hast keine Ahnung von meinem Wissen über Elektrik und gehst erstmal davon aus, dass ich keine Ahnung habe wovon ich rede. Ich gehe nicht davon aus, dass sich in einem PA-Forum Leute mit Entladungskurven von Bleiakkus, verschiedenen Akku-Typen und 12V-Elektrik im Allgemeinen auskennen und habe meine Aussage versucht einfach verständlich zu formulieren. Bitte lass es, mir einen bestimmten Wissensstand zu unterstellen und leiste, wenn du einen Beitrag leisten willst, einen konstruktiven.

    In meinem Haupjob entwickle ich Solarladeregler. Eine Parallelschaltung gleicher Akkus ist überhaupt kein Problem und senkt die Impedanz des gesamten Systems, was bei diesen Impulsbelastungen nur von Vorteil sein kann.

    Die Matrialschlacht wäre aber eindeutig übersichtlicher, wenn man ein 48V System mit einem ordentlichen Wechselrichter aufbaut. Vorteil: dünnere Kabel, Standard PA Material, mehr Flexibilität. Irgendwo braucht man sowieso immer 230 AC. Für deinen kleinen Aufbau kannst du ja trotzdem mit 12V und Car HiFi fahren.

    Wenn du nicht schon Akkus hättest, hätte ich dir auch LiFePO4 empfohlen. Die gibt's sogar in 19" Rack Format.

  • 12V x 600Ah entsprechen gerade mal 7,2 kWh. Das hat eine PA dieser Grössenordnung mit modernem Material unter Vollast schon rechnerisch in 2-3 Stunden verfrühstückt. Mit dem von dir angedachten Setup ist in der Praxis wesentlich früher Schluss weil erstens die Unterspannungsabschaltung da rein grätscht und zweitens der Wirkungsgrad von Car-HiFi-Endstufen unterirdisch schlecht ist.

    Besorg dir eine alte, komplett horngeladene Modular-PA in passender Grösse, die hat vor allem im Bassbereich einen deutlich besseren Wirkungsgrad. Und dann häng da ein paar dicke alte ELA-Endstufen im Notstrom-Modus (24 oder 48 V Gleichspannung) und einen entsprechend abgestimmten Controller davor. Damit sparst du dir auch die Verluste von Wechselrichter und Netzteilen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Also...meine Erfahrung mit 12V-PA: Bollerwagen mit RCF L15P200AK in 4Ohm-Ausführung an einer gebrückten IMPULSE SD-1200 Tripath-Endstufe und ein Stereopärchen Jobst LBT1121 (hieß das so damals?) in Multiplexgehäuse an einem CARPOWER Class D Verstärker. Als Batterie eine Banner AGM (95Ah) und ein 1 Farad Stütz-Cap, als Signalquelle ein Autoradio mit USB-Eingang. Das Ganze auf Stahlgestell mit einzel-gelagerten und gefederten Gummirädern montiert. Okay...es ist etwas sperrig und schwer, aber die örtliche Narrenzunft hat damit schon seit Jahren bis zu 6 Stunden Spaß bei Voll-Last, dann erst muss der dicke C-TEK-Lader ans Stromnetz.

    Es braucht wirkungsgradstarke Endstufen, sonst gehen viele Ah als Wärme flöten...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • die Thunberg-Verliebten bleiben irgendwie beim Blei hängen :?::!:

    Nein..."The right tools for the job!" ist mein Motto:


    Transportabel, nicht nur "Ghettoblaster"-Niveau, aber mit Hand-Antrieb = Batterie, heute eher LiPo, früher halt Blei!

    Stationär, tiefbasslastig, laut und für viele Pax (ich glaube der 1fantasiename hat genug von der Kritik und zieht sich mit der verrutschten Kommastelle aus der Affäre...) = Aggregat oder Netz-Anschluss!


    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • In meinem Haupjob entwickle ich Solarladeregler. Eine Parallelschaltung gleicher Akkus ist überhaupt kein Problem und senkt die Impedanz des gesamten Systems, was bei diesen Impulsbelastungen nur von Vorteil sein kann.

    Die Matrialschlacht wäre aber eindeutig übersichtlicher, wenn man ein 48V System mit einem ordentlichen Wechselrichter aufbaut. Vorteil: dünnere Kabel, Standard PA Material, mehr Flexibilität. Irgendwo braucht man sowieso immer 230 AC. Für deinen kleinen Aufbau kannst du ja trotzdem mit 12V und Car HiFi fahren.

    Wenn du nicht schon Akkus hättest, hätte ich dir auch LiFePO4 empfohlen. Die gibt's sogar in 19" Rack Format.

    Klar, hätte ich 700Ah in gleichen Akkus oder den Willen mir diese zu kaufen würde ich alles parallel schalten. Das ganze ist aber ein Low-Budget Selbstbau-Projekt, deswegen fallen sowohl Wechselrichter als auch LiFePO4 raus.

    Ich weiß nicht ob ich das nochmal betonen muss, aber meine gestellten Fragen zielen letztendlich alle auf eine ab:

    Wie erreiche ich bei den gegebenen Vorraussetzungen, also

    - 12V Amping

    - 600-700 Ah vorhandene Bleiakkus für eine Nacht Rave

    - Transportabel

    - Modular

    - Wille zum Selbstbau

    - Qualität ist wichtiger als Pegel


    ...das beste Ergebnis?


    Ich habe weder gefragt, wie ich am besten meine Stromversorgung sicherstelle, noch was für Amps oder Batterien ich mir am besten kaufe.

    12V x 600Ah entsprechen gerade mal 7,2 kWh. Das hat eine PA dieser Grössenordnung mit modernem Material unter Vollast schon rechnerisch in 2-3 Stunden verfrühstückt.

    Stimmt, schön gerechnet. Ich zitier mich mal selbst:

    Also TIefbass ist erwünscht, aber Lautstärke kann durchaus begrenzt sein. Ist sie ja allein wegen der Akkulaufzeit, wie ihr schon erwähnt habt ;)

    Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich damit bei maximalem Pegel keine Nacht raven kann. Das ist nicht die Vorgabe! Ich könnte auch ein kleineres Akku-betriebenes System bauen, dass ich auf vollem Pegel ausfahren könnte. Aber wie gesagt, ich will Tiefgang im Bassbereich. Ergo bau ich lieber ein größeres System, dass im Akku-Betrieb, bei Vollausstattung nicht voll ausgefahren werden kann. Da alles modular ist, kann ich mir immernoch nur die Hälfte der Komponenten einpacken und voll ausfahren ;)


    Das konstruktivste, was ich bisher hier rausgezogen habe, ist das es durchaus Projekte gibt, die so etwas (bis zu einer gewissen Größenordnung) umsetzen.

    Und natürlich, dass es Zwecks der Effizienz Sinn ergeben könnte, ganz oldschool auf Hornlautsprecher zu setzen. Hat dafür wer in der von mir vorgeschlagenen Größenordnung eine Idee für einen Systemaufbau?


    Edit: Danke für den Link zum TechnoBike! Zeigt, was transportabel möglich ist. Das entspricht ungefähr meiner Größenordnung ohne den von mir gewünschen Tiefbassbereich. Den kann man bei Techno ja auch gut gerne vernachlässigen. Ich hatte tatsächlich zu Beginn auch überlegt, alles auf einen Fahrradhänger zu packen aber ich denke dafür wird das System doch etwas zu groß. Wobei ein starkes e-Bike vorhanden wäre und so ein Hänger ja auch recht groß sein kann.