Mischpult für Probe-/Musik-/Fernsehzimmer Budget unter EUR 1.000

  • Liebe PA-Gemeinde,


    für mein privates Probe-/Musik-/Fernsehzimmer hab ich mich für die HK Audio Lucas 2k15 entschieden. Jetzt bin ich auf der Suche nach einem Mischpult. Ich möchte folgendes über die Anlage laufen lassen:


    2x Gitarre (E-Gitarre, Western- bzw. Konzertgitarre)

    2x Vocals (Effekte sollen dafür bereits im Mischpult integriert sein)

    1x Fernseher

    1-2x Spielekonsolen

    1x PC/Laptop

    1x Smartphone/Tablet um Playlists abspielen zu können


    nice to have:

    -Kopfhörerausgang wenn möglich stereo

    -Solo-Regler wäre komfortabel

    -Panning bei zwei Gitarren, eine links und eine rechts


    Offene Fragen:

    - Ist ein Kompressor notwendig? Wann würde ich diesen wirklich benötigen?

    - Wenn ich etwas einfach aufnehmen möchte (ohne das weiter am PC zu bearbeiten sondern nur um das später wieder anzuhören und eventuell zu versenden), wie gehe ich da am besten vor?

    - Smartphone bzw. Tablet am besten über externen Bluetoothempfänger laufen lassen?


    Grundsätzlich tendiere ich zu einem analogen Live-Mischpult und zur Marke Allen & Heath, bin aber sehr offen für andere Lösungsvorschläge, ich habe mich da noch nicht festgelegt.


    Was könnt ihr mir hier empfehlen bzw. wie würdet ihr an meiner Stelle vorgehen?


    Vielen Dank für eure Rückmeldungen.

  • Deine Anforderungen dürfte jedes Pult erfüllen. Wenn Allen & Heath, dann vieleicht etwas aus der ZED-Serie. Die ZED-Pulte haben auch ein sehr flexibel routbares Stereo-USB-Interface. Gibt auch welche mit integriertem Hall.

    Wenn du das Pult nur als Interface nutzt und deine Spuren nacheinander aufnimmst (mit Reaper z.B.) dann passt das. Willst du allerdings ernsthafte "Live on Tape" Aufnamen machen, dann würde ich eher Richtung XR18 gehen. Damit kannst du dann einen gescheiten Stereomix zaubern (Gescheiter EQ, Kompressoren, Gates, FX,...) oder gleich Mehrspuraufnahmen machen und das Ganze dann in Reaper veredeln.

  • Hi,

    von der Ausstattung her solltest du dir auf jeden Fall das Mackie ProFX12v3 ansehen, das hat so ziemlich genau die Funktionen die du brauchst.


    Ich kann bei der aktuellen Generation leider nichts über die Qualität sagen.


    Bei A&H wäre es das Zed12Fx, das ist von der Qualität jedenfalls top, Von der Ausstattung ist das Mackie aber interessanter finde ich.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr


    Application Support Engineer - HK Audio

  • Mir gefallen die A&H. Der Zed12 FX hat jedoch keinen HI-Z Eingang. Wie funktioniert dass dann mit einer E-Gitarre? Direkt ins Mischpult geht dann ja nicht, oder?


    Ich sehe beim Mackie ProFX12v3 sonst keine Mehrausstattung im Vergleich zum Zed12fx, oder habe ich da etwas übersehen?


    Bluetooth würde ich sowieso über einen externen Bluetooth-Empfänger steuern.


    Was ich nicht weiß ist wie ich z.B. Gesang und Gitarre gleichzeitig über das Zed 12 FX aufnehmen kann . Soll jedoch nicht in den PC sondern ev. über ein Aufnahmegerät laufen.

    Ich würde auch ein XR18 dafür nutzen.

    Ist damit das XR18 von Behringer gemeint? Behringer ist einer der wenigen Marken welche bei mir grundsätzlich nicht in Frage kommen. ;)

  • Ist damit das XR18 von Behringer gemeint? Behringer ist einer der wenigen Marken welche bei mir grundsätzlich nicht in Frage kommen.

    Dann nimm doch das MR18 von Midas. ;)

    Was besseres wirst du für diesen Anwendungsfall fast nicht finden. Den unabhängigen Kopfhörermix in Stereo sucht man bei analogen Kleinstpulten vergeblich.

    Und ich kann auch festhalten, dass das Rauschen des MR18 um Welten geringer ausfällt (in meinem Fall nicht wahrnehmbar, trotz Abhörmonitoren), als bei einen Soundcraft Signature 12.

  • Kompressoren?


    Für die E-Gitarren brauchst du ja eh noch ein Effektboard. Dann hat sich die Sache mit den High Z Eingängen erübrigt.

    Meinst du ein Pedalboard mit Effektpedalen? Davon hab ich mehr als genug. Warum hat sich dann die Sache mit den High Z Eingängen erübrigt?


    Dann nimm doch das MR18 von Midas. ;)

    Was besseres wirst du für diesen Anwendungsfall fast nicht finden. Den unabhängigen Kopfhörermix in Stereo sucht man bei analogen Kleinstpulten vergeblich.

    Und ich kann auch festhalten, dass das Rauschen des MR18 um Welten geringer ausfällt (in meinem Fall nicht wahrnehmbar, trotz Abhörmonitoren), als bei einen Soundcraft Signature 12.

    Da fehlen mir die Line-Eingänge für 2x Gitarre, Fernseher etc. Ich sehe nur einen verbaut oder kann ich das dann anders lösen?

  • Meinst du ein Pedalboard mit Effektpedalen? Davon hab ich mehr als genug. Warum hat sich dann die Sache mit den High Z Eingängen erübrigt?

    Weil die einen niederohmigen Ausgang haben, den du an jeden normalen Klinkeneingang eines Mischpults anschließen kannst. Den High-Z brauchst du nur, für die hochohmigen Tonabnehmer, aber nicht für aktive Ausgänge von Effektpedalen. Man sollte allerdings bedenken, dass die Bypassfunktion von den analogen Tretern die Gitarre gerne mal direkt durchschleifen. Aber ich gehe mal davon aus, dass du am Ende der Kette ein digitales hast. Eine Zerre ohne Speaker(-Simulation) klingt grauenvoll.


    Da fehlen mir die Line-Eingänge für 2x Gitarre, Fernseher etc. Ich sehe nur einen verbaut oder kann ich das dann anders lösen?

    Das Ding hat 16 Mic/Line-Eingänge, die sich paarweise als Stereo-Eingänge nutzen lassen. Wenn das nicht reicht...

  • Ich greife jetzt mal ganz weit nach unten im Preis (und im Markenimage, aber das ist hier ein wenig "boshafte" Absicht): Wirf mal einen unvoreingenommenen und ernsthaften Blick auf das Flow 8 von Behringer (ich weiß, böser Name):

    1. Zweimal Gitarre: Check
    2. Zweimal Vocals (mit Effekten - es wurde nicht verlangt, dass die grandios sein müssen): Check
    3. Anschluss für PC/Laptop: Doppelcheck, läuft sogar als externe Soundkarte [edit]ich korrigiere: als zwei getrennte virtuelle Soundkarten[edit], das geht erheblich besser als der blöde Miniklinkenkopfhöreradapter.
    4. Smartphone/Tablet: Check, das Ding hat zweimal(!) Bluetooth, einmal als Signalquelle und einmal für die Remote-Steuerung.
    5. Das ganze Spielkonsolen-, TV-, Mediengedöns: Ohne jetzt Details zu kennen, würde ich vermuten, dass das Wiedergabegerät, wo das ganze Zeugs angeschlossen ist, auch einen Audio-Ausgang hat. Und den bringst Du, im schlimmsten Fall irgendwie adaptiert, auch noch auf dem Flow unter. Du wirst ja wohl kaum gleichzeitig Fernsehbild und Spielkonsole per Bild-im-Bild betreiben wollen vermute ich mal. Also: Check

    Formfaktor: Klein und schnuckelig, es findet überall Platz.


    Prestige-Faktor: Nicht vorhanden. Es macht einfach das was es soll, mit der minimalen Anzahl an Bedienelementen, die es dafür braucht. Und mit dem angesprochenen Budget bekommst Du vier Stück davon ;-)

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

    2 Mal editiert, zuletzt von Jeremy ()

  • Das XR18 hat im Gegensatz zum MR18 zwei Hi-Z Eingänge. Das nur so am Rande.

    mit Effekten - es wurde nicht verlangt, dass die grandios sein müssen

    Ich sag mal, dass es bei Behringer/Midas die besseren Effekte in der genannten Preisrange gibt. In den Behringer QX sind z.B wirklich hochwertige Effekte verbaut, da müssen sich sogar einige hochwertige Digitalpulte, also die echten Männer Pulte, warm anziehen ;)


    Auch wenn das Teil nichts für mich wäre, so könnte das Zoom Livetrak L-12 oder L-20 für diesen Anwendungsfall keine schlechte Wahl sein. Beim L-20 kann man die Monitorausgänge sigar einzeln zwischen Stereo und Kopfhörer oder Mono und Monitorbox wählen. Direkte Mitschnitte auf Karte oder PC gibts auch noch dazu. Dafür hat es, im Vergleich zu den Behringer digitalen Teilen, deutlich Defizite bei Effekten und Bearbeitung. Aber man weiß ja nie wo bei derlei Threads die Prioritäten am Ende liegen.

  • Ich habe ja selbst ein XR18. Und das Teil ist wirklich klasse.

    Aber für diesen Fall würde ich das Flow auch als optimal sehen.

    Was halt der Riesenvorteil ist, es hat Hardware Fader.

    Das würde ich im Wohnzimmer schon als Vorteil sehen.

    Kurz mal leiser machen (oder lauter) geht dann halt ohne Zusatzgeräte.

  • Bei dem Budget kann man für das XR18 auch über ein X-Touch nachdenken mit dem man komfortabler das Mischgerät bedienen kann. Ein Vorteil beim Flow 8 sollte nicht unerwähnt bleiben. Es bietet unter Windows zwei virtuelle Soundkarten an, womit man z.B eine einer speziellen Software zuordnen kann und die andere kann man dann als Standard Device benutzen. Hat so seine Vorteile. Beim XR18 hat man, neben dem Asio Treiber, der in DAWs die 18x18 Spuren zulässt, für das restliche System nur ein 2x2 Windows Sound Interface.

  • Was ich nicht weiß ist wie ich z.B. Gesang und Gitarre gleichzeitig über das Zed 12 FX aufnehmen kann . Soll jedoch nicht in den PC sondern ev. über ein Aufnahmegerät laufen.

    Ich frage mich gerade eher wie man es mit einem Mischpult schafft nicht alles gleichzeitig aufzunehmen... :/

    Und warum soll es unbedingt ein Extra Rekorder sein?