Desk Dough - Das erste komplett digitale Fixture

  • Desk Dough by Stops & Mops, das erste voll digitale Lighting Fixture. Wobei Lighting Fixture hier vielleicht auch etwas Missverständlich ist. Im Grunde handelt es sich um eine kleine Kiste die an einen Beamer angeschlossen wird und digital Beams erzeugt.

    Der Clou ist das es sich wie ein "echtes" Fixture bedienen lässt und nicht wie ein Medien-Server.


    Homepage Stops&Mops


    Dazu gibt es bei Mothergrid noch ein Interview mit Matt Finke zu den Hintergründen und der Idee hinter dem Desk Dough.


    Ich finde das Konzept und die Idee super spannend. Es erinnert mich teilweise in verschiedenen Momenten sehr stark an Laser Effekte und ich bin gespannt was damit in Zukunft noch möglich sein wird. Mir ist auch klar das viele Effekte so weder mit einem MovingLight noch mit einem Laser möglich wären und darin liegt vermutlich auch der Reiz des Gerätes. Ich frage mich auch ob ich bei mir selber einen ähnlichen Effekt wie bei Lasershows erleben werden, die doch sehr schnell alle gleich aussehen und damit Gefahr laufen langweilig zu werden. Allerdings wird das vermutlich auch sehr abhängig vom Operator sein und den Möglichkeiten die es in Zukunft noch geben wird.


    Bin gespannt was Ihr davon haltet?


    Gruß Daniel

    Daniel Frigger

    Vari*Lite//Strand Lighting

    CAST C.Adolph & RST Distribution GmbH

  • Der Gag an dem Gerät ist ja, dass sich da eben nichts mehr bewegt.

    Alle Beambewegungen werden digital über den Beamer innerhalb der Projektionsbereichs gemacht.

    Die Bedienung ist nicht so, dass Bilder oder Videos abgefahren werden, sondern Effekte, Farben, Gobos, Positionen usw. usw. wie ein Fixture gesteuert werden.


    Michael

  • Finde die Idee Klasse!
    Mal was anderes und flexibel. Wenn sich damit z.b. auch einfach animierte Kunden / Band Gobos hinzufügen lassen und das teil bei Bedarf auch mal ein "normales" Video abspielt, cool.


    Wenn ich das richtig sehe ist der Reiz ist das es sich wie ein "normales" Fixture in die Pulte und deren Workflow integrieren lässt. Da klemmt es bei vielen "Bastellösungen" mit Projektoren heute.


    Einiges sieht auf den Videos schon sehr nach dem aus was man sonst nur aus Lasershows kennt, die Licht&Laser Laien im durchschnittlichen Publikum werden da wohl wenig unterschied sehen bei einfachen Effekten.
    Wenn das mit normalen Projektoren funktioniert und man damit das ganze Anmelde / LSB / TÜV Prozedere vermeidet ein plus Punkt.
    (Ob es eine Gute Idee ist mit einem 35k Projektor aus 10m Entfernung oder weniger direkt ins Publikum zu leuchten müssen die Fachleute klären. Mein Bauchgefühl sagt da "eher nicht".
    Aber die Diskussion gibt es ja auch schon bei den beam lights mit xxR Leuchtlitteln)


    Für so ein Teil, das für den Semipro-Bereich interessant ist, wäre DMX imho besser gewesen. Für den Pro-Bereich fehlt das 3-Achs-Dingens von Sec.


    Im "Hobby und SemoPro" ist Artnet mittlerweile keine Unbekannte mehr. Spätestens seit dem Anfang des letzten Jahrzehnts zunehmenden inflationären Gebrauch und Preisverfalls von Kanalfressender RGBWAUCWWW - LED Technik sowie der Tatsache das selbst kleine Konsolen heute Pixelmapping können und ArtNet auf mehreren Universen ausgeben. Die Cat5/6 Trommeln habe viele schon im Lager stehen da beim Ton ja seit Jahren keiner mehr dicke MuCos trommeln will....

    Von den Videos die auf der Website veröffentlicht sind sieht es für mich so aus als braucht man das es richtig wirkt auch einen Projektor im 5 stelligen ANSI Lumen Bereich. Dazu noch die richtige Optik mit einem Projektonsverhältnis 0,x:1 davor. Das Kostet auch nicht wenig Geld. Wer so was im Lager stehen hat bzw. das Budget dafür der hat vermutlich auch eine Steuerung die ArtNet ausgibt.

    Denke das könnte auch pragmatische technische Gründe haben, 512 Känäle sind nicht so viel wie es scheint. Z.B. Arkaos MediaMaster Pro belegt auch schon mehr als ein universe im "fixture mode"

    Ansonsten wäre eine einfache Lösung ein ELC ArtNet Node, der kann DMX auf RS485 in ArtNet wandeln.


    Ein wichtigerer Faktor wird aus meiner Sicht sein wie gut sich das in die gängigen Visualisierungen einbinden lässt und damit Shows vorprogrammiert werden können. WYSIWYG, MA 3D, Capture etc.

    Den Luxus mehrere Tage in einer Halle am richtigen Rig vor Ort zu programmieren haben nicht alle.

  • Leider steht nirgendwo was über die Software des Gerätcuens...

    ... ob man da jetzt selber was programmieren kann, oder ob man durch z. b. Kombination vieler Parameter die Steuerung (und das Ergebnis) via DMX steuert wäre interessant zu wissen.

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

  • schaut für mich nach einem vorgefertigten Medienplayer aus.

    Die Besonderheit ist dann, dass mann über Artnet fertige presets anfahren kann, bzw. noch einfluss auf Farben, Bewegung usw. nehmen kann.


    In der Lehrzeit haben wir mal etwas ähnliches gebastelt.

    Einfach viele Vorlagen gebaut und dann entsprechend über einen Controler abgefahren.


    Gab von Christie mal diese Moving HEad Plattformen auf welche man ganze Roadster packen konnte.

    Und von Barco die Spielgel Systeme.

    Studio Due oder highhend, weis nicht mehr genau, hatte auch einen Moving Projektor.

    Hat sich aber Alles nie wirklich durchgesetzt.


    Problem ist, dafür kommen nur DLP Projektoren in Frage, das schliesst schon viele aus.

    Und um wirklich einen Effekt zu bekommen braucht es ordentlich Lichtleistung.

    Man darf nicht vergessen, dass die Lampen das Licht bündeln, der Projektor in diesem Fall deutlich weniger pro Fläche zur Verfügung hat.


    Weis jemand was das Ding kostet?

  • Das Ding wird erschwinglich sein... Preise gibt es (auch jetzt schon) bei den Jungs und Mädels von Stops & Mops.


    Ich werde am Donnerstag die erste Berührung mit einem Testobjekt haben. Es werden wohl um die 70 DMX-Kanäle gebraucht, ein DMX-Chart ist aber bis dato nicht frei verfügbar, da es sich noch um Work-in-Progress handelt.

  • Wenn es 70 DMX-Kanäle braucht und einen Beamer mit extrem hohem Output, ist die Einsteigerfraktion raus.


    Schade irgendwie. So ein Teil, das über eine gewöhnliche DMX-Leitung ansteuerbar wäre und so ca. 20 Kanäle belegt hätte, zu einem attraktiven Kurs, wäre echt sehr cool gewesen.


    Dazu eine App, mit der man z.B. "Gobos" und Farben hätte selber wählen können, evtl. noch die Möglichkeit zum "Custom" Bilder/Gobos zu machen - das hätte spannend werden können.

  • Könnte man sowas nicht mit stinknormalen Komponenten Laptop + Beamer + DMX Interface lösen?

    Spätestens wenn man das Teil 'customizen' will, wird so eine 'All in one' Lösung oft, sagen wir, unhandlich.

  • Könnte man sowas nicht mit stinknormalen Komponenten Laptop + Beamer + DMX Interface lösen?

    Spätestens wenn man das Teil 'customizen' will, wird so eine 'All in one' Lösung oft, sagen wir, unhandlich.

    Warum nicht? Man müsste eine Software entwickeln, die die typischen Texturen visualisiert und diese per DMX ansprechbar macht.

    Eigentlich kann das nicht so schwierig sein (habe früher auch selbst Anwendungen geschrieben).

    Ob es so was in der Art schon gibt, weiß ich leider auch nicht.

  • Klar könnte man. Gibt's ja auch schon - z.B. https://www.musicbeam.org/ (wobei ich da aktell nix über DMX-Integration sagen kann) und auch hier im Forum meine ich mich an einen Thread zu einer entsprechenden Softwarelösung zu erinnern.


    Für die klassische Gartenparty oder Disko-VA ist das dann sicherlich auch ausreichend - spannend wird's evtl. bei Industrie-VAs oder "großen Events", wo man sich ggf. gerne mal auf Standards verlassen will. Mehr oder weniger halt die Licht-Version der Ton-Diskussion "Dry-Hire, Systemgedanke, Bastel-PA l'Acc-Boxen mit Behringer-Controller + T-Amp"



    edit: Gefunden: Beamer Sound to Light - Interesse an einer Neuauflage?