RCF NX 912 A [Erfahrungen?]

  • Und auch ein Henne / Ei Problem: es gibt gerade unter den nicht so erfahrenen Anwendern global gesehen eine nicht geringe Menge an Kunden die Lautsprecher nach Watt Angabe kaufen.

    Habe ich da weniger im online Shop kauft der Kunde evtl. Etwas anderes, wenn nicht der Preis der eigentliche Faktor ist.


    Sieht man auch daran das je teurer/hochwertiger die Lautsprecher im HK Audio Portfolio desto detaillierter und weniger verkürzt sind die Messdaten in den Anleitungen angegeben.


    Gemessen wird dabei immer gleich, sehr sehr ähnlich übrigens wie der schon genannte Herr Görtz.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr


    Application Support Engineer - HK Audio

  • Gemessen wird dabei immer gleich, sehr sehr ähnlich übrigens wie der schon genannte Herr Görtz.

    Wenn dem so ist, würde ich mir sehr wünschen, dass diese Daten auch in ähnlich aussagekräftiger Darstellung für den Kunden zur Verfügung gestellt werden würden wie in den beliebten Production Partner oder Tools4Music-Testberichten (max. Pegel bei 3%/10% Klirr über Frequenz oder K2/3/4 bei verschiedenen Pegeln,. Leider gibt's das viel zu selten.


    Beim Abstrahlverhalten nutze ich gern den GLL-Viewer. Wenn der Hersteller dort hochaufllösende Daten veröffentlicht, ist das oft sehr aufschlussreich.

  • dass diese Daten auch in ähnlich aussagekräftiger Darstellung für den Kunden zur Verfügung gestellt werden würden wie in den beliebten ... oder Tools4Music-Testberichten

    zu beachten:

    der herr, der die ausführlichen messtests für die t4m gemacht hat, arbeitet schon seit längerer zeit bei HK Audio. deshalb gab es da in den letzten ausgaben auch nicht mehr diese wunderbar ausführlichen testergebnisse... ;-)

  • Kurz ein kleiner Ersteindruck zum Vergleich RCF NX912A gegen HK-Audio Linear 5 112 XA.


    Die gefühlte Lautstärke liegt nicht mehr so weit auseinander. Die HK ist zwar immer noch ein kleines bisschen lauter, aber es ist nicht viel. Klangtechnisch kann man ganz klar unterscheiden. Bei der RCF ist der Bassbereich präsenter, bei der HK der Mittenbereich. Mit Sub und einigen EQ-Korrekturen kann man das sicherlich annähernd auf ein gleiches Level bringen. Einen ausführlichen Test mache ich am Wochenende.

  • Die L5 112FA und die 112XA unterscheiden sich nach übereinstimmenden Userberichten erheblich im Klang (ich selbst kenne nur die 112FA)! Als Top solltest du daher möglichst die 112FA vergleichen!

    Ist das wirklich so gravierend? Die FA kostet 250€ mehr als die XA, das ist dann schon nochmal ein gewaltiger Aufschlag. Ob es den Mehrpreis dann auch rechtfertigt?


    Ich denke man kann schonmal sagen, dass die XA als Fullrange-Box nicht zu gebrauchen ist. Das wird umso deutlicher je basslastiger die Musik wird. Mit je einem Sub unter der XA könnte ich mir vorstellen, dass es funktioniert und dass der Unterschied zur FA nicht mehr so groß ist.

    Als Monitor kommt es auch drauf an wofür man ihn verwendet. Soll der E-Bass drüber laufen oder ist es nur für Sprache und Gesang oder Akustik-Gitarre. So pauschal kann man da wahrscheinlich kein Urteil fällen.

  • Die F Kisten sind die Topteile/ Fullrange Boxen, die X Kisten sind Monitore, die man notfalls auch als Top nutzen kann.


    Das zeigt sich z.B. deutlich an der Abstrahlung der verwendeten Hochtonhörner, aber auch an der alg. Abstimmung.


    Die X klingen meiner Meinung nach erst schön, wenn sie auf dem Boden liegen.

  • ERICH wies ja schon auf das Horn hin: Der Vorteil der 112FA als Tops ist u.a. die asymmetrische Abstrahlung: Nach unten (vor der Bühne) ca. 90°, weiter oben (auf die entfernteren Bereiche gerichtet) dann enger gebündelt (ca. 60°).

    Diese Erklärung macht Sinn!

    Durch diese Tatsache wäre dann die RCF grundsätzlich besser geeignet zum Betrieb als Top-Box, denn da ist die Eigenschaft genau andersrum. Es ist eine TopBox die man zur Not auch als Monitor verwenden kann. Bei der HK XA ist die Philosophie genau andersrum.

  • Das Gehäuse eines Lautsprechers hat, vor allem im low und low mid Bereich einen gravierenden Einfluss, daher kann ich den tip von Hanseat nur unterstreichen. Gleiches mit gleichem Vergleichen :)

    Application Support HK Audio Professional

    knoon (ät) musicandsales.com

  • Hallo zusammen,

    ich möchte wieder auf meinen ursprünglichen Beitrag zurück kommen und möchte auch meinen Ersteindruck zur RCF NX 912 A revidieren, im positiven Sinne.

    Ich hatte sie damals nur in einem kleinen Raum getestet und da konnten sie sich nicht so recht entfalten, darum war die Premium Pro „lauter“.

    Am Wochenende folge ein richtiger Test unter realen Bedingungen. Der Aufstellort war eine große Halle, mit einiger Palettenware (Kartons) drin. Eingestöpselt, aufgedreht, fertig.

    Die Konfiguration war 2x RCF NX 912 A für links und rechts, sowie ein Sub auf der linken Seite RCF 905 AS2. Beide Boxen wurden vom Sub untenrum beschnitten genauer gesagt arbeitete der Sub von 40-100 Hz. Leider wollte ich noch ein anderes Sub-Preset (40-80 Hz) testen, das hab ich aber dann vergessen, weil ich auch so mehr als zufrieden war.


    Schon bei leisem Wohnzimmerpegel war der Bassbereich satt und knackig. Der Klang der NX 912 war absolut traumhaft. Sehr klarer und transparenter Klang, wo man alle Details der Musik bestens wahrnehmen konnte und das Ganze in einer gefühlt riesigen Frequenzbreite. Musikalisch gabs eine Mischung aus ganz unterschiedlichen Musikstilen und Musikrichtungen. Von Abba bis Amon Amarth war alles mit dabei. Doch auch Punkrock und Hardcore wurde getestet. Die Anlage verhielt sich immer gleich. Man merkt zwar sofort, dass sie vor allem in der bassbetonten Musik die Vorteile ausspielen kann, doch der klare, saubere Klang bleibt zu jederzeit gleich gut.

    Wir erhöhen den Pegel und siehe da, es kratzt die Anlage erstmal gar nicht. Bei ca. 50% zeigt sich die Anlage noch ziemlich unbeeindruckt, nur der Bass wird bissiger und knackiger. Man merkt, dass der Sub nun in seinem normalen Arbeitsbereich kommt. Ich erhöhe den Pegel weiter auf ca. 75% und nun kommt es auf die Musikart an. Während ich bei bassbetonter Musik (Amon Amarth, Metallica etc.) kaum Veränderungen wahrnehmen kann, welche Eingriffe in den EQ nötig machen würden, sind es bei allen anderen Musikarten die Höhen und Mitten, welche ein wenig eingebremst werden wollen. Ist dies geschehen kann ich die Anlage noch ein wenig weiter aufreissen, doch bei ca. 80-85% muss ich abbrechen, weil mir sonst die Hose weggeflogen wäre und auch meine Ohren haben bereits Bedenken angemeldet. Kaum vorstellbar, dass man die Anlage im Normalbetrieb in geschlossenen Räumen jemals so laut macht. Ich denke für den Freiluftbetrieb sollte es keine Probleme geben, Reserven hat die Anlage noch, nur bräuchte man dann wahrscheinlich noch 2-4 zusätzliche Subs.

    Dieses mal hab ich nur Konservenmusik getestet, nächste Woche gibts einen Live-Test, allerdings nur mit Akustikgitarren und Gesang.


    Einen Direktvergleich mit den Linear 5 112 FA habe ich nicht mehr gemacht, doch konnte ich die FA bei nem befreundeten Veranstaltungstechniker probehören, allerdings mit einem anderen Set und auch im einer anderen Umgebung. Allerdings haben sich meinem Empfinden nach die Lautsprecher sehr ähnlich gut angehört. Die FA haben leichte Defizite im Bassbereich, ansonsten sind sie klanglich ähnlich ausgewogen und transparent wie die NX912A. Ich hatte aber den Eindruck, dass die FA schon früher einen EQ-Eingriff erforderlich machten.


    Insgesamt kann man wohl sagen, dass man weder mit den HK, noch mit den RCF irgendwas falsch macht. Es sind beides spitzen Lautsprecher. Inwieweit die neue Linear 7-Serie Verbesserungen mitbringt und wie sich diese im Betrieb schlägt wird man wohl erst im Laufe der Zeit erfahren. Grundsätzlich würde ich behaupten, dass die RCF minimale Vorteile hat, wegen der besseren Basswidergabe, ansonsten sind die Boxen gleichwertig. Vielleicht minimal unterschiedlich, was einfach der Lautsprecher-Charakter mit sich bringt, aber man kann mit beiden Lautsprechern genau das Gleiche realisieren.

  • Hi Berk


    Schön das ihr euch so viel Mühe macht, davon lebt die Veranstaltungstechnik, leute mit einer Passion.

    Die erwähnte Linear 7 hat als großen Vorteil die Netzwerkfähigkeit, eingriffe in den EQ und anpassungen nach geschmack kann man somit leicht Zentral aber dennoch direkt in der Box erledigen, auch hat man über die Software einen noch besseren Überblick über den tatsächlichen Pegel und sieht wie weit man noch vom Limiter Entfernt ist.

    Application Support HK Audio Professional

    knoon (ät) musicandsales.com

  • Man muss bei Tops unterscheiden zwischen "echten Tops" und Fullrangelautsprechern. Es kann nämlich durchaus praktisch sein, wenn das Top nicht zu viel Bass macht. Speziell für Liveanwendungen kann das dazu führen, dass man schneller einen sauberen, klaren Klang erreicht (und nicht einen undefinierbaren Matsch).


    Diese Aussage bezieht sich nicht explizit auf die erwähnten Lautsprecher. Aber ich bin immer froh, wenn ich je nach Situation das passende Werkzeug zur Verfügung habe.

  • Grundsätzlich muss man RCF schon "wollen", dass ist ja schon fast wie Adidas. Ein Modeartikel, respektive ein Teil womit man der Masse folgt. Jeder ehemalige DJ, der jetzt auch Livebandbeschaller ist oder werden möchte, hat RCF Boxen und einen Mixer von A&H.

    Man macht mit RCF also alles richtig, um sich in diese Gilde einzukaufen. Gegenseitiges Schulterklopfen inbegriffen, aber wehe Du nimmst mir den Job weg. Differenzierung über's Material ist kaum noch möglich, maximal innerhalb der schier unübersehbaren Produktvielfalt bei RCF und auch db Technologie :)