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was ist ein guter Monitorsound?

  • wora
  • 10. September 2024 um 16:57
  • Dango
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    • 11. September 2024 um 08:53
    • #21

    Ich mische größtenteils in einem kleinen Klub (FOH und Monitor) und wundere mich auch ständig, wieviele positive Rückmeldungen ich für den Monitormix bekomme. So sehr schraube ich daran nämlich auch nicht, dass ich denken würde, ich mache so viel anders als die Kollegen.

    Was mir eventuell zugute kommt:

    - Ich rede viel mit den Bands und höre zu und nehme mir Zeit für den Monitormix.
    - Wir haben eine Cardioiddaufstellung der Bässe, dadurch wummert es mir nicht die Bühne zu.
    - Ich eq die Monitore im Vorfeld.
    - Ich achte darauf, dass sich niemand brettlaut macht und sage es auch freundlich, wenn sich wer leiser machen sollte.
    - Ich war selbst schon auf unzähligen kleinen Bühnen und hab deshalb evtl. ein Gespür dafür, wer was wie laut braucht.

    - Wir haben vielleicht kein High-End-Equipment, aber es funktioniert. In vielen kleinen Klubs ist das nicht so.


    Und trotzdem wundert es mich immer wieder, wie begeistert die Musiker am Ende sind. :/

  • gert
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    • 11. September 2024 um 08:55
    • #22
    Zitat von Michel

    Was da mit rein spielt ist, m.M. das Band und Techniker in einer ähnlichen Altersklasse und auch mit einer ähnlichen Attitüde unterwegs sein sollten. Sprich: Band und Techniker müssen sich gegenseitig akzeptieren können und auch, im übertragenen Sinn, die gleiche Sprache sprechen.

    Das sehe ich etwas anders. Ein älterer erfahrener Monitormann kann einer sehr jungen Band viel Angst und Stress nehmen. Das mit der Attidüde ist aber bei der technischen Umsetzung einer Anforderung nicht wichtig. Wenn der Monitorsound funktioniert ist das in meiner Erfahrung egal. Kurz gesagt:

    Klappen muss es, dann darf der Monitormann auch 100 sein.

    Practice, Practice, Practice

  • audiobo
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    • 11. September 2024 um 09:37
    • #23
    Zitat von gert

    Ein älterer erfahrener Monitormann kann einer sehr jungen Band viel Angst und Stress nehmen.

    So etwas in der Art wollte ich eben auch noch schreiben, bin dann aber unterbrochen worden...

    Zu ergänzen wäre da, dass auch umgekehrt der junge, noch etwas unerfahrene Monitönler wiederum von alten Hasen auf der Bühne lernen kann, da diese öfter ihre Bedürfnisse besser artikulieren können - die Grundvorraussetzung ist wie immer ein respektvoller Umgang miteinander.

  • pfeiffe
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    • 11. September 2024 um 09:49
    • #24

    Moin,

    Hier mal ein paar Punkte die ich versuche für einen erfolgreichen Monitorsound abzuarbeiten. Die Punkte beziehen sich insbesondere auf die Arbeit mit Wedges. Natürlich hat da jede°r von uns ganz eigene Arbeitsweisen und es führen viele Wege zu einem guten Monitorsound. Ich denke jedoch wenn man einige der untenstehenden Punkte berücksichtigt, sollte man zu einem mindestens passablen Ergebnis kommen ;)

    1) Vorbereitung

    Sind Monitore schon vor dem Eintreffen der MusikerInnen entzerrt? Ist die Main PA korrekt dimensioniert, hängt/steht weit genug vor der vorderen Bühnenkante und ist hoch genug? Stehen die Lautsprecher fürs Nahfeld an einer sinnvollen Position und sind ggf. korrekt (also nicht zu weit) eingedreht? Wurde im Vorfeld das Lautstärkenverhältnis zwischen PA und den Wedges überprüft und ggf. angepasst? Sind die Monitorlautsprecher von guter Qualität, ausreichend dimensioniert und korrekt angewinkelt? Ist die Mikrofonie sinnvoll ausgewählt? Sind die Wedges korrekt zu den Mikrofonen ausgerichtet? Ist die Bühnenaufstellung akustisch sinnvoll gewählt (Geige direkt neben dem Drumset?) Sind alle Signale rausch- und brummfrei und kommen auch ansonsten technisch sauber ins Pult? Ist das entsprechende Equipment & KnowHow vorhanden um auftretendes Feedback sicher und zielgerichtet zu eliminieren?

    2) Soundcheck: Steht der Frontsound bevor mit den Monitoren angefangen wird? Wird vor dem Monitorsoundcheck auf zu laute Backline hingewiesen und diese Probleme dann auch konsequent angegangen? Sind alle Amps so positioniert und gewinkelt, dass dies sinnvoll für den Bühnensound und den Frontsound erscheint? Werden die Monitore sortiert und in sinnvoller Reihenfolge nacheinander abgearbeitet? Werden ggf. auftretende (auch leichte) Feedbacks nicht einfach übergangen sondern direkt eliminiert? Hat der Monitormensch das Vertrauen der Band und verfügt über ein selbstsicheres, bestimmtes und freundlich Auftreten? Wird der Soundcheck bei voller Konzertlautstärke durchgeführt? Wird tatsächlich so lange gecheckt bis wirklich ALLE zufrieden sind? Werden Korrekturwünsche wiederum klar strukturiert und mit einer anschließenden Gegenkontrolle durchgeführt? Wird den MusikerInnen bei Unerfahrenheit oder nicht sinnvoll erscheinenden Wünschen ein adäquater Gegenvorschlag gemacht? Werden Sondersituationen bei Instrumentenwechsel, speziellen Stellen etc... vorher besprochen und im Soundcheck ausprobiert? Wird respektvoll, freundlich und ruhig miteinander umgegangen? Werden physikalische Grenzen durch Raumakustik, schlechtes/unpassendes Equipment o.ä. erkannt, klar kommuniziert und akzeptiert?

    3) Showtime:

    Werden Änderungswünsche auf der Bühne am Monitorplatz/FOH gesehen und korrigiert? Werden dabei die akustischen Effekte auf den Sound der MitmusikerInnen mitbedacht? Fordert der Monitormemsch von den MusikerInnen eine Rückmeldung ala "jetzt passts" ein? Werden physikalische Grenzen in Bezug auf Feedback akzeptiert? Wird in der Front wirklich nicht lauter gemischt als im Soundcheck? :) Wurde kommuniziert dass es echt OK ist wenn es während der Show noch Korrekturwünsche gibt und sich niemand mit einem unzureichenden Sound durch ein Konzert quälen muss? Wurden ggf. klare Zeichen abgemacht?

    4) nach der Show

    Wird sich nach der Show ein Feedback von den MusikerInnen bzgl. des Sounds geholt? Wird daraufhin die eigene Arbeitsweise überdacht und ggf. fürs nächste Mal angepasst?

  • Michel
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    • 11. September 2024 um 10:11
    • #25
    Zitat von gert

    Ein älterer erfahrener Monitormann kann einer sehr jungen Band viel Angst und Stress nehmen......Klappen muss es, dann darf der Monitormann auch 100 sein.

    Ich versteh Deinen Punkt, und mir war klar das meine These durchaus auch Widerspruch anregen kann.

    Was aber wenn der Monitortech 20Jahre alt ist und HipHop Klamotten trägt und um im schönsten Ghetto-Styl über die Bühne schlappt? Wird die die altgediente und mit Legendenstatus daherkommende RnR Kapelle reagieren? Und klar, es geht hier um Vorverurteilung vom Feinsten. Denn die Qualitäten des fiktiven jungen und aufstrebenden Technikers spielen bis dato keine Rolle.

    Mit entsprechenden Vorurteilen kann aber auch der 100Jährige Monitormann konfrontiert werden wenn er auf eine junge Kapelle trifft.

    Das ist alles nichts was sich nicht durch gute Leistung aus der Welt schaffen lässt. Aber wenn Kunde und Dienstleister von Anfang an eine gemeinsame Ebene, ausserhalb der Dienstleistung, haben ist der Weg zum guten Gefühl (=guter Monitorsound) eben kürzer.

    Wora hat inzwischen das Alter erreicht wo man ihm, unbesehen und ungehört, zutraut sehr erfahren zu sein und Probleme souverän zu lösen. Da würde sich die besagte altgediente RnR Kapelle wahrscheinlich direkt ernst genommen fühlen bevor der erste Ton gespielt ist.

  • gert
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    • 11. September 2024 um 11:37
    • #26
    Zitat von Michel

    Denn die Qualitäten des fiktiven jungen und aufstrebenden Technikers spielen bis dato keine Rolle.

    Mit entsprechenden Vorurteilen kann aber auch der 100Jährige Monitormann konfrontiert werden wenn er auf eine junge Kapelle trifft.

    Also ein Grund warum ich in der Branche so lange ausgehalten habe, ist, weil genau das eigentlich nicht passiert. Und ehrlich gesagt kann mir so eine Band auch den Buckel herunterrutschen. Die sind dann verdienterweise auf dem besten Weg einen schlechten Tag zu haben.

    Zitat

    I fucked up bigger shows than yours!

    Und das ist nicht mal gelogen!

    Practice, Practice, Practice

  • lisa f.
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    • 11. September 2024 um 12:36
    • #27

    Guter Monitorsound? Das zu hören was man braucht um gut und miteinander zu spielen. Dass man das „Problem Monitorsound“ vergisst.

    Ich durfte mir letztes Jahr von einen älteren Sänger anhören, dass das der bester Monitorsound seines Leben gewesen wäre…

    Ich nehm das aber mit „einem Korn Salz“, wie man im englischen sagt:

    Da ist ein Musiker, dessen große Zeit vor 25-30 Jahren war, der in den letzten 15 Jahren vorwiegend in kleinen Orten gespielt hat, wenn überhaupt, und sich dann auf einmal auf einer großen Bühne mit modernen Monitorboxen, Sidefill, Monitorplatz SL und Personal, was sich um alles kümmert, wiederfindet. Und dann dazu einen Mix bekommt, der ok ist.

    Und das denke ich ist, was ich zuverlässig liefere. Mixe, die ok sind. Manchmal auch excellent. Selten grottig. Ich arbeite für Production, nicht für Bands. Ich mach viel Monitor on the fly, Wedges, IEM, gemischt, aber grade weil es oft schnell gehen muss versuche ich immer gründlich vorbereitet zu sein - Wedges sinnvoll laut ohne Feedback, klare Pultstruktur, Basic Mixe vorbereitet, IEM Packs beschriftet etc.

    Gute Kommunikation ist wichtig, zwischen dem Rest des Audio Teams sowie mit der Band. Nicht nur wer was wie wo braucht, sondern auch zb „wir haben noch 5 Minuten“.

    Btw: +1 für hören auf Intonations- oder Rythmusfehler.

    Ich weiß nicht, wie es anderswo aussieht, der Trend zum eigenen IEM Rack mit App Steuerung erzählt allerdings eine Geschichte von unzulänglicher und vor allem wechselhafter Dienstleistung, und dem Unwillen eine Monitorfrau zu bezahlen.

  • test
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    • 11. September 2024 um 13:00
    • #28
    Zitat von lisa f.

    Ich weiß nicht, wie es anderswo aussieht, der Trend zum eigenen IEM Rack mit App Steuerung erzählt allerdings eine Geschichte von unzulänglicher und vor allem wechselhafter Dienstleistung, und dem Unwillen eine Monitorfrau zu bezahlen.

    es erzählt aber auch davon, das wenn das einmal gut eingestellt ist, man da nicht ändern muß und es bedeutet etwas mehr geld in der band Kasse. abgesehen davon, das die geneigte Monitorfrau auch nicht auf 2 jobs gleichzeitig arbeiten kann :)

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  • hp
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    • 11. September 2024 um 13:15
    • #29

    Nachdem hier nur aus der Sicht des Technikers ,

    der (fast) immer alles richtig macht , argumentiert wurde,

    mal die Sicht eines ehemaligen Musikers (ich ...) .

    Es macht nach dem Gig keinerlei Sinn sich zu beschweren ,

    bringt ja auch schließlich nix mehr ...

    Und die Gefahr eines weiteren Zusammentreffens besteht auch .

    Als ehemaliger Techniker (auch ich ...) würde ich

    solchen Lobeshuldigungen daher nur wenig Bedeutung zumessen .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • robert müller
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    • 11. September 2024 um 14:08
    • #30

    Also ich weiß ja nicht. Wenn ich selbst spiele, sag ich selten was zum Monitorsound. Wenn's ok ist, bedanke ich mich nachher allgemein bei der Technik, weil alles gut geklappt hat. Wenn's außergewöhnlich gut auf dem Ohr war, erwähne ich das nochmal extra. Wenn gar nix geklappt hat... na ja, auch da ist der Load Out irgendwann zu Ende.

    Umgekehrt bedanke ich mich als Techniker auch bei Bands, wenn die ordentlich vorbereitet waren und mir keinen unnötigen Stress verursacht haben. Und wenns mir richtig gut gefallen hat, lass ich die das auch wissen.

    Und da ich ja ein unverbesserlicher Optimist bin, denke ich auch, dass die meisten anderen Mitstreiter (egal ob Musiker oder Techniker) das so handhaben. Und wenn dann von der anderen Seite ein explizites Lob kommt, halte ich das schon für ehrlich gemeint.

  • zegi
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    • 11. September 2024 um 14:08
    • #31

    pfeiffe : ich nehme an, deine Checkliste bezieht sich auf grosse bis sehr grosse Events mit entsprechend Vorlaufzeit?

    In meiner Bubble würde mir die Erkenntnis, dass die PA unterdimensioniert/unglücklich installiert ist, die Wedges nur von mässiger Qualität sind, etc.. nicht viel weiter helfen als zu wissen, dass ich heute möglicherweise einige Erwartungen enttäschen werde.

    Meistens bin ich nicht in der Postition zu sagen, dass jetzt was andere her muss, bzw. die PA neu gehängt werden muss. Ich könnte maximal sagen, dass ich den Job so nicht machen kann und gehe wieder.

    Ich muss in der Regel mit dem arbeiten, was dort ist (gilt für die Technik wie auch für den "Content").

    Der Ton macht die Musik.

  • Christian S.
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    • 11. September 2024 um 14:34
    • #32

    Naja meistens muss man sich Lob doch erarbeiten, es gibt keinen Grund das geschenkt zu bekommen. Und hierzulande gilt defnitiv noch oft: nicht gemeckert ist gelobt genug.

    Natürlich ist es hinterher egal, aber ein Musiker der erst hinterher den Mund aufmacht, dürfte zumindest dieser Teil von Professionalität und Besser-Haben-Willen fehlen.... und damit auch sonst nicht perfekt spielen.

    Ich würde "den besten Monitorsound" nun nicht zu wörtlich nehmen aber gut, war er wohl trotzdem. Und das liegt eigentlich am beschriebenen: Wer das mit etwas Erfahrung und Leidenschaft macht, währenddessen bei der Sache und nicht am Handy ist, kann schon was gutes abliefern. Mit dem weiteren zwischenmenschlichen Faktoren sollte also etwas beim Musiker ankommen. Wer da gut ist, weiß auch, was beim Raum oder mit der Zeit nicht mehr geht - am Ende wollen alle doch das man sich Mühe gibt. Und nicht nach drei KI-Knöpfen der schnellste mit dem fertigen Sound ist.

    Will sagen guter Monitorsound ist nicht zufällig, braucht viele Basics und Faktoren und am besten einen Menschen der sich explizit oder sinnvoll darum kümmert.

  • wora
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    • 11. September 2024 um 16:39
    • #33

    uuuupps.... hier ist aber viel los!

    Zitat von VTLS

    wie mischst du denn monitore?
    ich unterstelle grundsätzlich mal, das du es aus der Front machst?

    kanäle aufdoppeln?

    da ich mittlerweile fast nur noch eher kleine VAs mische, gibt es bei mir in 95% der fälle schon lange keinen externen monitormann mehr.

    kanäle dopple ich nicht, aber ich lege den monitor-abgriff immer vor den kanal-kompressor, so dass die kompression nicht auf dem monitor ist. der musiker muss seine dynamik ja selbst kontrollieren können. aber das ist eigentlich das einzige, was ich speziell für die monitorsends mache. was ich im kanal mit dem EQ mache, hört also auch der musiker auf der bühne. für mich ist das in ordnung.

    Zitat von yamaha4711

    Monitorsound muss nicht voluminös, fett, druck haben. Monitorsound soll dem Musiker Informationen liefern (damit dieser seine Arbeit richtig und gut machen kann) und die liegen eben in Frequenzbereichen jenseits von Bumm und Zisch. Das müssen manche Neulinge eben erst einmal verstehen.

    so isses!


    Zitat von audiobo

    Wie sieht das eigentlich bei euch so mit Monitorplätzen aus? Bei uns gab‘s damals im Grunde bei jeder grösseren Stadtfestmucke einen Monitorplatz, in Zeiten mitreisender Pulte bzw. IEM-Racks mit Mischer wird so etwas vermutlich schnell als unnützer Kostenfaktor gesehen…

    wie gesagt, extra monitorplatz gibt es bei mir nur noch höchst selten. früher war das standard - und auf festivals, auch auf kleineren, darf man sowas auch heute noch erwarten.

    für mein gefühl gilt die regel: ist der FOH deutlich weiter von der bühne weg als 15m, braucht man einen monitormann - weil die kommunukation zwischen musiker und FOH bei großen entfernungen eindeutig gestört wird.


    Zitat von Lampenschubser

    Ja, muss leider immer mehr von vorne gehen.

    Ich weigere mich dann halt IEM zu mischen.

    Da gibts dann maximal 8 Monitore auf der Bühne und alles was darüber hinaus geht ist wirklich nicht mehr mein Bier.

    IEM vom FOH zu mischen ist heute leider ebenfalls schon standard. das kommt auch immer mehr.

    am letzten wochenende hatte ich 6 bands - und bei vier davon waren musiker dabei, die einen eigenen IEM mix haben wollten. bei einer band waren das drei verschiedene IEM mixe (rythmusgruppe, keyboard, leadvocal).

    da ich in der eigenen band selber mit IEM arbeite, habe ich da natürlich ein paar erfahrungswerte. das hilft ein bisschen. da packe ich erstmal alle gesangsmikros drauf, dazu dann die keyboards und noch etwas leiser den rest. dann warte ich auf die ansagen der musiker und korrigiere ein bisschen nach. jeder hört ja anders, aber insgesamt lief das recht stressfrei ab.

    8 monitorwege, womöglich plus IEM, würde ich, vor allem bei mir unbekannten bands, aber auch ablehnen. da muss dann schon ein monitormann her.

    ich fahre bis zu 8 wege vom FOH aus - aber nur bei bands, die ich persönlich kenne und für die ich meine file habe!

    in aller regel sind es bei mir 5-6 monitorwege vom FOH aus.


    Zitat von uchrisu

    Durch die Arbeit in unterschiedlichen Locations kann ich aber auch ganz klar festhalten: Die Qualität der Monitore ist nicht unerheblich für das Ergebnis und die Zufriedenheit der Musiker.

    dass ist absolut richtig. aber es muss nicht immer nur die teure edelmarke sein, man kann heutzutage auch aus günstigeren lautsprechern etwas sinnvolles herausholen.

    ich messe mir unbekannte monitore immer mit einem messmikrofon und versuche, sie einiger maßen flat zu bekommen. das hilft oft schonmal ein ganzes stück weiter. dann nehme ich ein gesangsmikro und hör mir das an. bei bedarf wird dann noch ein bisschen korrgiert und geschaut, wo die grenzen liegen - und fertig ist der lack. richtige einpfeiforgien wie früher, um das letzte quentchen pegel herausholen zu können, mache ich fast nicht mehr. vielleicht ist das der größte unterschied meiner arbeit, aber das mach ich auch schon seit zwei jahrzehnten so...

    aber am liebsten arbeite ich natürlich mit den eigenen monitoren, is klar!

    Zitat von gert

    Bei Monitor vom FOH ist das auch so, nur wahrscheinlich eher statisch.

    danke für deinen beitrag, der war wie immer auf den punkt!

    und ja: bei monitormix vom FOH bleibt dieser in aller regel natürlich statisch. ich hab mit dem mixen der musik für das publikum meist genug zu tun.


    Zitat von Seven

    Ich finde es bei allen Parametern schmierig einen allgemeingültigen Ansatz zu empfehlen.

    natürlich ist das nicht einfach. aber meiner erfahrung nach kann man mit genügend erfahrung mit ein paar voreinstellungen schon einiges erreichen. so habe ich z.b. die vocalmikros erstmal auf allen wedges drauf, mit 0dB pegel für das eigene mikro und -5 bis -10dB für die anderen mikros. das ist so mein startwert, der sich für meine arbeit gut bewährt hat.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Lampenschubser
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    • 11. September 2024 um 17:52
    • #34

    Ja, das mit den eigenen Monitoren stimmt zu 100%.

    Nur wenn ich einen Monitor gut einschätzen kann weis ich auch aus der Ferne wie das jetzt auf der Bühne klingen könnte.

    BTW. … als Musiker hab ich mir die IEM s … Oder einen … immer mal wieder raus gemacht auch ohne das am Mix gelegen hätte.

  • test
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    • 11. September 2024 um 18:14
    • #35

    rein vom Prinzip muß man bei iem ja auch noch etwas Saal Atmosphäre dazumischen. der Musiker bekommt zwar optisch mit was los ist, aber hört ja eher wenig von dem was die fans zum besten geben.

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  • oton
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    • 11. September 2024 um 18:42
    • #36

    ich glaube nicht das man das wirklich definieren kann ausser, alle sind zufrieden und hören sich gut. Das Ergebnis kann so viele Faktoren haben, und fängt wie guter FOH Sound auch erst mal hauptsächlich bei der Quelle an. Wenn die Band nicht ordentlich spielt ist auch weder FOH noch Monitor ordentlich.

    Wo ich Gerd recht gebe, ohne einen wirklich erfahrenen Monitormann, der Musiker an der Hand nehmen kann und Ihnen zeigen kann was falsch läuft, wird dann auch nichts besser. Das Alter der Band ist da eher nebensächlich, ich kenne Band die schon nach ein paar Jahren gut spielen und diszipliniert auf der Bühne sind, und genauso "alte Hasen" die es seit 40 Jahren jedes Wochenende versauen ....

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  • test
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    • 11. September 2024 um 18:48
    • #37

    so ein bißchen erkennt man auch eine gute band daran, das der soundcheck schnell geht. die wissen was sie können und erwarten das auch von der Gegenseite.

    wenn der soundcheck ewig dauert, dann ist das oft ein Zeichen davon, das die Musiker im grunde wissen das sie es nicht können. dann wird ein Grund gesucht um hinterher zu begründen warum es schlecht war.

    die länge setzt natürlich voraus das alles spielbereit ist, wenn die Musiker kommen.

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  • hp
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    • 11. September 2024 um 18:59
    • #38
    Zitat von test

    dann ist das oft ein Zeichen davon, das die Musiker im grunde wissen das sie es nicht können

    Eine Rockband in Standardbesetzung sollte mit ein wenig

    Monitor für die Stimmen problemlos spielen können .

    die Realität ist die Summe aller Fakten

  • wora
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    • 11. September 2024 um 18:59
    • #39
    Zitat von oton

    Wenn die Band nicht ordentlich spielt ist auch weder FOH noch Monitor ordentlich.

    na ja, ich denke das thema müssen wir nicht nochmal von vorne aufrollen, das ist hier jedem klar. ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • robert müller
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    • 11. September 2024 um 19:06
    • #40
    Zitat von test

    so ein bißchen erkennt man auch eine gute band daran, das der soundcheck schnell geht. die wissen was sie können und erwarten das auch von der Gegenseite.

    wenn der soundcheck ewig dauert, dann ist das oft ein Zeichen davon, das die Musiker im grunde wissen das sie es nicht können. dann wird ein Grund gesucht um hinterher zu begründen warum es schlecht war.

    die länge setzt natürlich voraus das alles spielbereit ist, wenn die Musiker kommen.

    Da gehe ich bei Standardbesetzungen voll mit. Größere Ensembles brauchen da aber oft länger, einfach weil viele Quellen für viele Musiker adäquat hörbar gemacht werden sollen. Und das in jeder Raumakustik aufs Neue.

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