Zum Messen beim Selbstbau genügt für den Anfang ein Laptop, welcher meist eh vorhanden ist, eine externe zweikanalige Soundkarte (die besser als die interne sein sollte...) und ein halbwegs taugliches Messmikrofon plus ein paar Kabel und eine Art Mikrofonstativ. (zur Not tut es sogar ein Besenstiel in irgendeiner Art von Halterung). Dazu als Messprogramm z.B. Arta, das inzwischen meines Wissens sogar kostenlos ist. Ja und natürlich ein Verstärker.
Ohne diese Mindestausstattung an Messequippment ist es reine Raterei und bringt gar nichts.
Wenn Du Das Topteil bzw. den Satellitenlautsprecher in sich passiv trennen willst, wirst Du um eine Grundausstattung an Spulen, Kondensatoren und Widerständen nicht herumkommen, denn einfach "berechnen" läßt sich eine Passivweiche zwar auch, nur funktioniert sie dann halt nicht so wie gedacht... ![]()
Diese Bauteilegrundausstattung ist, wenn man vorhat nur ein Pärchen Lautsprecher zu bauen, im Verhältnis dazu natürlich etwas "Preisintensiv".
Mit VituixCad gibt es ein ganz hervorragendes kostenloses Simulationswerkzeug, welches einem aber nicht die Konstruktionsarbeit abnimmt, sondern mit entprechendem KnowHow hilft die Machbarkeit ener Passivweiche für eine bestimmte Chassiskombination abzuschätzen und einem eine Startposition für die praktische Weichenentwicklung mit iterativem Messen und Ändern liefern kann. So ein Programm gibt aber keine Empfehlungen was zu machen ist, sondern simuliert nur das, was man sich selbst bereits theoretisch erarbeitet und ausgedacht hat.
Wenn man weiß, welche Art von Räumlichkeit Du wie beschallen willst, welche Ausmaße das Tonmöbel annehmen darf, welches Budget zur Verfügung steht und welches Zeitfenster für die Entwicklung vorgesehen ist, dann könnte man evtl. etwas konkreter mit Empfehlungen weiterhelfen.
Um nochmal zum im Ausgangspost angesprochenen Frequenzumfang (20-20000Hz) zurückzukommen: Wenn das System von sagen wir 40 bis etwa 16000Hz sauber spielt ohne Phasensauereien und mit einem gleichmäßigen Energiefrequenzgang, dann ist das schon "ganz großes Kino".
Was man nicht vergessen sollte, wenn man auf wirklich gute Musikwidergabe Wert legt, ist die Raumakustik bzw. die Verbesserung der Selben. Es hilft einem nämlich nichts einen Lautsprecher zu konstruieren und zu bauen, der einen ebenen Frequenzgang hat, wenn man dann durch Überlagerung der Raummoden Peaks und Dips im Bassbereich mit einer Pegeldifferenz von 30db und mehr je nach Hörposition hat, was jetzt nichts wirklich außergewöhnliches je nach Aufstellung der Lautsprecher in einem normalem Wohnraum wäre. Auch eine über die Frequenz möglichst einheitliche, nicht zu lange Nachhallzeit ist für eine gute Wiedergabe sehr förderlich.
Erlaubt ist natürlich was gefällt und jeder Jeck ist anders, aber ich persönlich sehe das halt eher physikalisch/technisch.
P.S. Man kann auch am Selbstbau SpaĂź haben ohne etwas "from the scratch" komplett neu zu konstruieren. Es muss ja nicht gleich ein Komplettbausatz sein, wie bei einem Ikea Regal.
Just my 2 cent