VBG Handlungsempfehlung SARS-CoV-2

  • Zitat

    ⁃ Musiker mit Blasinstrumenten müssen in Blasrichtung mindestens 12 m Abstand zur nächsten Person einhalten, in den anderen Richtungen mindestens 3 m

    OKTOBER-Vers des bekannten Bauerngedichts:


    Bläst der Seppl schwarz für Geld

    liegt der Bauer tot im Zelt

    ☠☠☠☠☠☠☠☠☠☠☠☠☠

  • Boah, krass. Die Trompete löst auf der Liste der gefährlichen Gegenstände die AK-47 ab...



    Das Dokument sagt ja quasi mit jedem Abschnitt, dass man nach wie vor nix machen kann. Auch beim Ballett Proberaum, in dem pro Stunde einmal der Boden und alle Teile gereinigt werden müssen, die man berührt hatte...

  • Mindestens 20 m² pro Person. Big Bands und Orchester dürfen folglich nur im Olympiastadium oder an vergleichbaren Orten proben?


    Von der Desinfektion von Proberäumen ist auch keine Rede.


    Vielleicht sind aber Schutzmasken mit Gummizug für Instrumententrichter eine neue Marktlücke. Oder FP3-Mundstücke.

  • Boah, krass. Die Trompete löst auf der Liste der gefährlichen Gegenstände die AK-47 ab...

    Dämpfer nehmen. Das mindert die Schussweite der Tröte. Dafür streut es seitlich etwas mehr ;).


    Klarinette stelle ich mir schwierig vor. Die zielt auf den Boden, und die Umlenkung ist schwer kalkulierbar.

    Vielleicht sollte die Klarinette ganz hoch in den Bühnenturm. Dann wären nach unten 12m definierter freier Schallfall.


    Querflöte muss dann 12m nach rechts frei haben, und 3m nach vorne, oder wie?


    Der Dirigent muss dann auch auf einer großen Leinwand gezeigt werden. Sonst sieht den bei den Entfernungen keiner mehr etwas. Er muss sich dann aber am besten auf einen alten Bildwerfer legen=O. Mit diesem modernen Kamera und Beamer Zeug sind die Latenzen wieder zu groß.


    Alles nicht so einfach was die sich in Hamburg ausgedacht haben.

  • Vielleicht könnte man an die Blasinstrumente eine Absauganlage anschliessen? Oder mal die Plexiglaswand des Drummers umfunktionieren?


    ...was hat man mit den alten Telefonkabinen gemacht? Die könnten an Wert gewinnen...

  • Pfff...vor meinem geistigen Auge sehe ich beim Orchester schon Schweißrauch-Absaugrüssel vor den Bläsern hängen - "wegen Corona".

    Btw, ich kann diese Wort-Kombi nicht mehr hören...das ist, wie wenn ein Brief anfängt mit: "Aus gegebenem Anlass..." und du sofort weißt, was danach kommt ist für'n A...:rolleyes:


    JM2C

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Das Problem ist wohl eher, dass das komplette Instrument nach wenigen Spielminuten einen Speicherfilm im Inneren hat, der durch die Schallwellen und die eingeblasene Luft als schönes Aerosol vorne heraus kommt. Ob das allerdings so zielgerichtet ist, dass man 12 m Abstand halten muss oder das kleinste Lüftchen (Der Raum muss gut belüftet sein!) die Aerosolfahne in eine andere Richtung ziehen lässt, sei einmal dahin gestellt.


    Nur weil etwas weniger schlimm als Husten ist, bedeutet das auch lange noch nicht, dass nicht trotzdem ein erhebliches Gefährdungspotential davon ausgeht.

  • Aber halt auch nicht viel mehr, als wenn man ohne Trompete atmet.

    Such dir mal eine Glasscheibe oder einen Spiegel und mach davor zwei Minuten Lippenfürze. Dann schaust du mal, wie viele Spritzer du dort findest und wiederholst das Ganze mit zwei Minuten atmen.

    Die Virenausbreitung erfolgt eben nicht über Atemluft, sondern Tröpfchen. Und Husten, Niesen, Sprechen, Singen oder ein Blasinstrument zu spielen führt einfach zu deutlich mehr Tröpchen als durch den Mund oder insbesondere die Nase zu atmen.

  • Sehr geil! Das heißt, wenn ich gerade keinen Mundschutz zur Hand habe tut's auch eine Trompete?:/

    Ich wüsste nicht das das jemand behauptet hat. Würde die aktuelle Situation aber bestimmt extrem auflockern.


    Das Problem ist wohl eher, dass das komplette Instrument nach wenigen Spielminuten einen Speicherfilm im Inneren hat, der durch die Schallwellen und die eingeblasene Luft als schönes Aerosol vorne heraus kommt. Ob das allerdings so zielgerichtet ist, dass man 12 m Abstand halten muss oder das kleinste Lüftchen (Der Raum muss gut belüftet sein!) die Aerosolfahne in eine andere Richtung ziehen lässt, sei einmal dahin gestellt.


    Nur weil etwas weniger schlimm als Husten ist, bedeutet das auch lange noch nicht, dass nicht trotzdem ein erhebliches Gefährdungspotential davon ausgeht.

    Schallwellen bewegen sich durch Schwingungen in der Luft fort. Die Luft selber schwingt halt bewegt sich aber nicht sonderlich. Das Blass Instrumente extrem feucht werden ist auch klar.

    Wie groß der Luftstrom bei Posaune und Trompete ist sieht man sehr gut im Video.


    Ich glaube das Husten oder Niesen viel gefährlicher ist als von einer Trompete in 1,5m Abstand angeblasen zu werden. Vorausgesetzt man hat Gehörschutz im Einsatz.


    Wenn ein Erbsenzähler die Empfehlung umsetzt, dann sitzen alle Blass Instrumente min. 12m auseinander. Weil der gemeine Musiker ja leider die Möglichkeit der Bewegung bzw. Drehung hat.


    Ich glaube der Autor der Empfehlung hat wenig Ahnung von der Materie ( das ist meine ganz persönliche Meinung)

  • Such dir mal eine Glasscheibe oder einen Spiegel und mach davor zwei Minuten Lippenfürze. Dann schaust du mal, wie viele Spritzer du dort findest und wiederholst das Ganze mit zwei Minuten atmen.

    Die Virenausbreitung erfolgt eben nicht über Atemluft, sondern Tröpfchen. Und Husten, Niesen, Sprechen, Singen oder ein Blasinstrument zu spielen führt einfach zu deutlich mehr Tröpchen als durch den Mund oder insbesondere die Nase zu atmen.

    Ich nehme bei Trompete und Posaune gerne die Runden Plexiglas Scheiben wo in der Mitte das Mikrofon ist. Mir ist noch nie aufgefallen das da Spucke Spritzer dran waren und die Instrumente werden da sehr dicht vorgehalten.


    Viel wichtiger finde ich da denn Umgang mit dem ausblasen der Feuchtigkeit aus diesen Instrumenten!

    Dazu gibt es aber leider keinen Hinweis in der Empfehlung.

    Was mir wieder bestätigt der Autor hat keine Ahnung.