USB Preamp/Interface für kleinen Meßplatz

  • Ich möchte meinen bisherigen Meßplatz renovieren und da ich das Teil nicht für recording oder plugins nutze sondern wirklich ausschließlich für den Meßplatz dachte ich für drei Mikrofonpositionen + Referenzsignal an dieses Teil:


    Behringer UMC404HD


    Es muß für mich definitiv nicht netzwerkfähig sein, Grundrauschen des Geräts ist mir schnuppe, ich muß kein Stadion messen und denke ich komme mit Analogstrippen zurecht.

    Ist das OK und was sollte ich noch bedenken?

  • Ich nutze die kleinere Version von dem Interface zusammen mit einem Beyerdynamic Messmikrofon. Das funktioniert an sich sehr gut, allerdings ist das Rauschen auch beim Messen deutlich zu sehen. Das hat mich aber noch nicht gestört.

  • Genau die 404 Version habe ich auch seit längerem im Warenkorb. Ich hätte gerne was für den Desktop, was im Zweifel aber auch mal anderenorts "4 rein, 4 raus" kann. Ich habe so leichte Bauchschmerzen bei zahlreichen kleinen Interfaces, die nur USB-powered sind. In gut gemachten Testberichten kann man dann nachlesen, dass die Stromversorgung je nach angeschlossenen Mikrofonen und Kopfhörern in die Knie geht. Daher bin ich auch bei 404.

  • Ich habe nach einigen Enttäuschungen in Sachen USB - Audiointerface jetzt hier für mobile Messanwendungen das


    Steinberg UR22 MK2


    und bin damit sehr zufrieden - funktioniert einfach.

    2 Kritikpunkte hab ich dennoch:

    - der Ausgangspegel ist mit +10 dBu nicht gerade üppig

    - die Ausgänge sind symm. Klinken und kein XLR

    Dafür aber halt USB - Bus powered - zusammen mit einem Laptop ne feine Sache.


    Das größere Steinberg UR44 hat dann schon wieder ein externes Netzteil - aber evtl. auch eine Option für deine Anwendung.

  • Nur als Randinfo:

    Wer sowas wie das Behringer auch zum Pegelmessen benutzt, sollte sich im klaren sein, dass die einen dB(C) peak Wert nach DIN 15905-5 nicht darstellen können, da sie vorher zerren...


    Für einen Messplatz in der Werkstatt aber aus meiner Sicht immer ausreichend.

  • Würde da auch eher auf das UR44 gehen - mit USB-C gepowered


    ...oder gleich mit externem Netzteil, dann haste genug Speisespannung für Phantom-Power

    z.B. Motu 4PreHybrid - ist halt preislich (aber auch qualitativ) gleich höher, kann aber via Firewire auch ohne externem Netzteil genug Phantom-Power liefern...


    sec

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

  • Soll das Teil mit TF Messungen im Livebetrieb auf die Strasse oder bleibt das irgendwo in der Werkstatt / im Lager stehen? Was willst Du messen? Auch Schallpegel mit Kalibrator? Welche Software benutzt Du? Falls Du auch Schallpegel überwachen willst, bzw. über verschiedene Messungen Referenzpegel vergleichen willst könntest Du über digitale Gains nachdenken, dann musst Du nicht immer neu kaibrieren. Ein guter und für diesen Zweck oft benutzter Kandidat ist die Roland Octacapture. Die Kiste hat allerdings mit 8Ins etwas mehr als Du eigentlich brauchst und bewegt sich auch in einer andere Preisklasse, hat dafür aber wie gesagt den Vorteil der digitalen Gains, die Du zB aus SMAART heraus auch direkt ansteuern kannst.

  • Irgendwie hatte ich verstanden, das wäre eher für die Werkstatt scham*


    Wenn also eher zum Schall Messen, dann verlinke ich hier mal das Video, das die Pegelfestigkeit von Audiokarten gut erklärt. (Auch wenn es von iSEMcon ist, halte ich es eher nicht für Eigenwerbung)

  • Nur als Randinfo:

    Wer sowas wie das Behringer auch zum Pegelmessen benutzt, sollte sich im klaren sein, dass die einen dB(C) peak Wert nach DIN 15905-5 nicht darstellen können, da sie vorher zerren...


    Für einen Messplatz in der Werkstatt aber aus meiner Sicht immer ausreichend.

    ??? Also bei mir geht's gut. Ist allerdings der Vorgänger UMC-404. Leider funktioniert das Teil bei Stromversorgung über USB nicht stabil, bzw. abhängig vom Rechner gar nicht. Mit Netzteil alles oka.

  • Ich will auf der Baustelle, nicht in der Werkstatt messen. Laufzeiten, Frequenzgänge, vergleichende Pegel, keine LAeq. Mein alter Messplatz lief mit einer älteren Smaart-Version. Habe jetzt aber auch Zeit, mich in was Neues einzuarbeiten.


    Das Vierkanal Steinbergdings kostet ja auch nicht die Welt aber was wäre jetzt noch mal an dem Behringer Ding mit externem Netzteil falsch?

  • ich nutze zum messen hauptsächlich meine RME babyface.

    in meinem mixrack habe ich aber letzten sommer auch eine behringer USB soundkarte zum messen eingebaut, die 2 kanalige version.

    und in der halle, in der ich arbeite, habe ich auch diese behringer USB soundkarten.


    was mir sofort aufgefallen ist:

    wenn ich mit dem babyface messe, kann ich zusätzlich zum messprogramm noch musikstücke mit foobar2000 abspielen. das geht ohne probleme auch gleichzeitig.

    mit dem behringer geht das leider nicht, hier gibt es nur entweder oder. schnell ma umschalten ist auch nicht, der treiber braucht immer einige zeit, bis er sich umgestellt hat. und manchmal muss man auch das messprogramm schliessen, damit man musik abspeilen kann. letzteres kommt aber seltener vor.


    ausserdem ist mir so eine behringer soundkarte schon mehrfach abgestürzt, bzw. der treiber ist abgestürzt.


    die rauschabstände sind natürlich nicht vergleichbar mit dem RME, aber für einfache lautsprechermessungen auf dem job genügt es völlig.


    was ich damit sagen möchte:

    der preisunterschied ist in allen bereichen zu spüren, aber es ist ja wie fast immer bei behringer:

    für das geld kann man sich nicht beschweren.

  • Nur als Randinfo:

    Wer sowas wie das Behringer auch zum Pegelmessen benutzt, sollte sich im klaren sein, dass die einen dB(C) peak Wert nach DIN 15905-5 nicht darstellen können, da sie vorher zerren...

    Wie meinst du das? Mit gedrücktem PAD verdaut die Kiste laut Datenblatt doch +20 dBu.

  • wora, ist das die UMC22, von der du schreibst?

    Dann verstehe ich glaube ich gerade ansatzweise, warum bei Ausgabe eines Signals über das Interface Arta bei mir mit dem Eingang des Messmikros nichts zu tun haben will :/

    Ich suche daran tatsächlich schon ne Weile - steht leider auch nirgends :rolleyes:

    Falls dem so ist - dickes merci, dann weiß ich wohl, wo ich ansetzen muss..

    VG Andy

  • Ohne etwas zum Behringer beitragen zu können (habe zwar irgendeine 2-Kanal-Version als Notfall-Interface herumliegen, aber nie verglichen), würde ich noch eine weitere Option zum ausprobieren vorschlagen:


    Focusrite Scarlett 18i8


    m.M.n. die übersichtlichste Frontplatte, kurzes Patchkabel mit Winkelsteckern kann auf der Geräterückseite direkt stecken bleiben und die 2-Kanal-Version aus der 2. Generation verrichtet bei mir seit Jahren zuverlässig seinen Dienst.


    Nachteil: 3x so teuer wie das Behringer :rolleyes:

  • wenn ich mit dem babyface messe, kann ich zusätzlich zum messprogramm noch musikstücke mit foobar2000 abspielen. das geht ohne probleme auch gleichzeitig.

    mit dem behringer geht das leider nicht, hier gibt es nur entweder oder. schnell ma umschalten ist auch nicht, der treiber braucht immer einige zeit, bis er sich umgestellt hat. und manchmal muss man auch das messprogramm schliessen, damit man musik abspeilen kann. letzteres kommt aber seltener vor.


    ausserdem ist mir so eine behringer soundkarte schon mehrfach abgestürzt, bzw. der treiber ist abgestürzt.

    Wenn es um das Hinundher zwischen verschiedenen Anwendungen geht:


    Hast Du Ausschalten des 'exclusive mode'



    schon probiert?

  • wora, ist das die UMC22, von der du schreibst?

    UMC-202HD und UMC-204HD




    Hast Du Ausschalten des 'exclusive mode' schon probiert?

    nein, danke für den hinweis!


    aber: wo finde ich denn dieses einstellfenster? über den gerätemanager hab ich es nicht gefunden, ebensowenig über die Win10 soundeinstellungen


    EDIT:

    habs gefunden

    Win10 systemeinstellungen -> sound -> geräteeigenschaften -> zusätzliche geräteeigenschaften -> erweitert

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    2 Mal editiert, zuletzt von wora ()

  • Nur so am Rande: Ich habe mir letztes Jahr ein MiniDSP gekauft und dazu ein umik-1 bestellt. Was soll ich sagen: Mein MM1 ist seit dem in Rente. Ist einfach echt easy ein kalibriertes USB Mic im Rucksack zu haben.

    Habe ich mir auch zugelegt jetzt im Winter, da mein MM1 irgendwo verschollen ist, und man immer ein Soundmodul benötigt.

    Das UMIK-1 läuft bei mir fabelhaft mit USB-C-Adapter am Android-Tablet :) - auch als Mikro für Video-Meetings ;)

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil: