Unterwegs mit Roadies (1978)

  • Sehr interessant!
    Vor allem 2:25-2:37: Da sind Cases der von mir sehr geschätzten Band Brand X zu sehen, sogar der Name des Keyboarders Robin Lumley ist zu erkennen. Der Schwenk zeigt eine Art Open Air im Spiegelbild des Gebäudes. Weiss jemand, wo das war?
    Brand X haben nur sehr selten in Kontinentaleuropa gespielt und meines Wissens nach nicht als Support für Uriah Heep. Wo kommt das Bildmaterial des Schwenks her? Erkennt Ihr die Location?

    Im Sommer 1978 waren sie nur hier. Aber nicht mit Robin Lumley, eventuell hat der andere Keyboarder Peter Robinson die Cases benutzt?
    15.06.1978: Jaap Eden Hal, Amsterdam (w/ Jefferson Starship)
    17.06.1978: Loreley (w/ Jefferson Starship)
    19.06.1978: CCH Hamburg (w/ Jefferson Starship)
    28.+29.06.1978: Pavillon de Paris, Paris (w/ Jefferson Starship)
    26.08.1978: Festplatz, Ulm (Festival u.a. mit Genesis, Frank Zappa)
    03.09.1978: Ludwigsparkstadion, Saarbrücken (Festival u.a. mit Genesis, Frank Zappa)
    07.09.1978: Deutschlandhalle, Berlin (Festival u.a. mit Peter Gabriel, Frank Zappa)

    Einmal editiert, zuletzt von mellotron ()

  • Man könnte heute schätzungsweise mit 30% weniger Material eine vergleichbare Show fahren.


    Das Volumen/Gewichtssparpotential zieht sich ja durch fast alle Bereiche. Ein X32 und ein Klapprechner für das Licht könnten den ganzen FOH-Bereich von damals bei weitem übertreffen.


    Fragt sich, ob das Publikum heute auch noch Spass hätte, mit einer Show ganz ohne LED-Wände und Movingheads.


    Damals wars alternativlos. Aber vielleicht hatte auch die Musik mehr zu sagen.

    Der Ton macht die Musik.

  • 7kw is ja irgendwie Killefitz :D

    ...da hätte ich noch 4x AE-5 +2x AE-12S2 mit Orginal-Amping für 'nen 16A CEE anzubieten frech*

    :) Magst du damit gegen 24 Crown DC300A nebst der passenden Menge an anständig gestacktem Martin Modular antreten? Ich fürchte, das geht nicht gut aus... 8|

    Aber okay - beim Abbau bist du zweifellos schneller!

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Fragt sich, ob das Publikum heute auch noch Spass hätte, mit einer Show ganz ohne LED-Wände und Movingheads.

    Solange man Ihnen die Handys und den Internetempfang nicht wegnimmt dürfte es nicht allzuschlimm werden... Hauptsache es gibt noch was zu filmen: Selbst einen Komplettausfall der Lichttechnik dürfte teilenswert sein und dank tausender Displays und Blitzleds-Geilste-Hellste-Tracking-Taschenlampen-App dürfte auch auf der Bühne ein angenehmes Putzlicht und hinreichende Bildqualität herrschen.


    Solange die Musik noch Hosenbeine und Magengegend bewegt, vielleicht noch sowas wie tanzen (2022 - die älteren werden sich erinnern) - dat könnte trotzdem 'ne gute Party werden.


    Aber was machen dann all die Produktplatzierermarketinger, Pressemitteilungskopiernachrichtenportale, Lichtschaldesigner, HKS-Forumsdiskuntantenübertrefer und Co. ohne die nötige Spielzeuggrundlage..?

  • Fragt sich, ob das Publikum heute auch noch Spass hätte, mit einer Show ganz ohne LED-Wände und Movingheads.

    Also da, wo heute L + R gerne die LED-Wände hängen, standen zu meiner Publikumszeit 10m hohe und 10m breite Boxenstapel rum. Die fand ich nicht selten wesentlich interessanter als das, was da gerade so auf der Bühne abging.

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Schön, so eine alter Bericht. Keinerlei Arbeitsschutz, kein Zumbelband (die Gaffarückstände am Lichtlastkabel haben noch niemand gestört) und noch alles bunt. Die Frage die ich mir stelle ist die, ob es einen Zeitpunkt gab, an dem die Mikroständer von Silber auf Schwarz umgestellt wurden? Ich versuche mich zu erinnern, ich hatte am Anfang auf jeden Fall noch Silber.

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  • Und 1980 wurden bei den Phudys die Techniker als "Kraftwerker" bezeichnet verlegen* !

    Und die Boxen boxen sich in jedem Saal durch :D .

    Und wer zu dicht dran sitzt geht ok 8| .


    Und ein Gag, der eher ins Musiker Board passen würde: "Frisier-Maschine" scham* .


    Immer schön, wenn Journalisten so völlig Branchenfremd sind.


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  • Ein schicker Soundcraft Serie1... und die Mikros ... Alles Westware!!!


    Drei Jahre danach hatten sie dann EV Beamer Eigenbauboxen aber immerhin Originaltreiber vom Ami und irgend ein pöser Mensch hatte den schönen Soundcraft gegen ein großes buntes bescheiden klingendes Davoli-Mischungetüm getauscht. So hab ich‘s erlebt.

  • Ich kann mich an das S1 erinnern. Ca. 1977/78 habe ich die Band gesehen, und da war mir das Pult aufgefallen. Für mich, als junger Anfänger, war so etwas unerschwinglich. Und damals war uns auch schon bewusst, dass die Kollegen in der DDR das zigfache dafür zahlen mussten. Das war kaum vorstellbar.

    Damals gab es die "Lichtorgel" aber noch nicht. Das Lichtpult war eine Holzkiste mit Wippschaltern (so wie man sie zu Hause an der Wand hat). Wahrscheinlich ging damals Kraftstrom zum FOH. Ich erinnere mich noch an einen gefochtenen Kabelbaum mit Schukokabeln, der durch den Saal zurück zur Bühne ging.

    mfG


    Uwe

  • Eigentlich erschreckend wie lange es gedauert hat bis sich endlich Cases mit Rollen durchgesetzt haben. 1980 machte man den ganzen Spass jetzt auch schon seit etwa 20 Jahren...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."