Guten Abend, kann man bei der Wing Compact ➡️ DL 32 durch ein zweiter CAT Kabel eine Redundanz herstellen? Quasi als Plan B falls die A Lösung ausfällt.
Viele Grüße
Guten Abend, kann man bei der Wing Compact ➡️ DL 32 durch ein zweiter CAT Kabel eine Redundanz herstellen? Quasi als Plan B falls die A Lösung ausfällt.
Viele Grüße
Keine Hot-Redundanz. Du kannst nicht beide Ports der Stagebox mit zwei Ports des Pults verbinden.
Du kannst natürlich ein zweites Kabel daneben legen und auf beiden Seiten umstecken, falls das erste Kabel beschädigt wird.
Schade hab vor ein paar Wochen einen Ausfall gehabt zwar nur für ein paar Millisekunden aber hat mich natürlich schon nervös gemacht!!
Das zweite Kabel ist ne Option aber das umstecken ist nicht wirklich chic
Komisch, meine Übertragungsausfälle im 'Wing Universum' waren immer deutlich hörbar, aber keinesfalls wegen der plötzlichen Ruhe ![]()
Sieht zwar auf dem Datenblatt gut aus - in der Praxis aber irrelevant.
10 dB sind - zumindest theoretisch - die Hälfte des wahrgenommenen Rauschens und das ist für mich sehr respektabel.
Kann man aber natürlich schon "relativiert" sehen - in der Praxis eines FoH Technikers ist es ziemlich irrelevant.
Bei (Studio oder O-Ton) Aufnahmen mit pegelschwachen Mikros von echt leisen "Schallquellen") ist das durchaus relevant.
(Abgesehen davon, dass man natürlich zuerst das Mikro optimiert, dennoch zählen 10dB PreAmp Mehrleistung dazu)
Für mich ist es interessant, Eure pers. Praxiserfahrungen und Meinungen zu erfahren und das klappt hier recht gut! ![]()
Daher, gerne nochmals ein DANKE!
Hm, ich fand den Umstieg vom X32 auf die DL32 subjektiv schon spürbar. Vielleicht weil ich mit recht vielen offenen Mikrofonen gearbeitet hatte. Im Production-Partner-Test des M32 war von 20dB weniger THD kurz vor dem Clipping im Unterschied zum X32 die Rede und von etwas mehr als 10dB Dynamik des DAC (ohne Eingangssignal).
In der englischen Variante des Testberichts heißt es "The important thing about the output dynamics is that the value is reproducible 1:1 and that it is directly reflected in the amount of noise produced by the PA."
Ich mache ja viel Chor. Da merkt man schon, dass das X32 (bzw die S16) an seine Grenzen kommt. Aber der Unterschied beim Wechsel von MCE 86 zu Synco D2 ist so viel krasser (Pegel und Rauschen) als jeglicher Unterschied zwischen den Eingängen.
Ich mache ja viel Chor. Da merkt man schon, dass das X32 (bzw die S16) an seine Grenzen kommt. Aber der Unterschied beim Wechsel von MCE 86 zu Synco D2 ist so viel krasser (Pegel und Rauschen) als jeglicher Unterschied zwischen den Eingängen.
Da muss ich mal die Daten zu meinen MKE600 vergleichen. Bisher bin ich damit recht gut gefahren, ein Vergleich fehlt mir...
Ich mache ja viel Chor. Da merkt man schon, dass das X32 (bzw die S16) an seine Grenzen kommt. Aber der Unterschied beim Wechsel von MCE 86 zu Synco D2 ist so viel krasser (Pegel und Rauschen) als jeglicher Unterschied zwischen den Eingängen.
Ja das alte MCE 86 war schon ein ziemlicher Rauschheimer. Wundert mich nicht, das ein Mikro mit modernen Bauteilen im Impedanzwandler auch im Niedrigpreissektor deutlich weniger rauscht.
Ich mache ja viel Chor. Da merkt man schon, dass das X32 (bzw die S16) an seine Grenzen kommt. Aber der Unterschied beim Wechsel von MCE 86 zu Synco D2 ist so viel krasser (Pegel und Rauschen) als jeglicher Unterschied zwischen den Eingängen.
So richtig prall war das MCE86 nie für Chöre. Elektretkapsel auf dem klanglichen Niveau eines AKG C1000. Das hat sich nur deswegen so lange am Markt gehalten weil es im EB-Einsatz auch ohne Phantomspeisung geht...
Für Atmo im inear einer Rockband ist es okay. Sonst nutze ich es nicht.
Das wurde uns mal von einem Toningenieur empfohlen. Seither sind sie halt da. Und als Verein war das schon eine Investition. Damals war die Auswahl an Alternativen halt eher gering.
Letzten Endes ist es egal, auf welcher Seite mehr Dynamik (bzw. weniger Rauschen) ins Spiel kommt, ob beim Mikrofon oder am Pult. Am besten eben auf beiden Seiten.
Zum Vergleich bei den genannten Mikrofontypen:
Der Unterschied liegt also immerhin bei 12dB zwischen dem alten Beyerdynamic und dem MKH-416.
Letzten Endes ist es egal, auf welcher Seite mehr Dynamik (bzw. weniger Rauschen) ins Spiel kommt, ob beim Mikrofon oder am Pult.
Jein. Es ist davon abhängig welchen Ausgangspegel das Mikrofon zur Verfügung stellt.
Der Kipppunkt bei Condensern für die Relevanz liegt oft so um die 30dB (+-10dB) Eingangsverstärkung.
Man darf aber auch nicht vergessen, der angegebene Eingangsrauschwert ist meist ein Optimalwert, i.d.R. bei einem recht hohen Verstärkungsfaktor.
In irgendeinem Beitrag von Schoeps (ich glaube es ging dort um das Digitalmodul) wurde vorgerechnet, dass der Unterschied von üblichen guten zu den Top-Vorverstärkern allerdings in den niedrigeren Verstärkungsbereichen liegt. Wird halt dann relevant, wenn man die Gainstruktur z.B. mangels Proben nicht optimal justieren kann und bzgl. Clipping lieber auf Nummer sicher geht.
Jein. Es ist davon abhängig welchen Ausgangspegel das Mikrofon zur Verfügung stellt.
Der Kipppunkt bei Condensern für die Relevanz liegt oft so um die 30dB (+-10dB) Eingangsverstärkung.
Kannst du diesen "Kipp-Punkt" etwas genauer erläutern?
Den Ausgangspegel des Mikrofons nennst du sicher, weil er beeinflusst, wie viel Gain noch benötigt wird und wie viel Rauschen gegebenenfalls vom Preamp hinzukommt. Als "EIN"-Wert von Mikrofon-Eingängen am Mischpult wird ja immer der Wert bei höchster Verstärkung angegeben, weil sich da der beste Wert errechnet. Daher ist dein Hinweis auf den entsprechenden Wert bei typischerweise häufiger verwendeten niedrigeren Gain-Werten wichtig.
Im M32-Test ist vermerkt, dass es vor allem der Wandler wäre, dessen Rauschen zunächst dominiert und erst bei höchsten Verstärkungsstufen das Rauschen des Preamps übernimmt. Als EIN wurden -126dB (unweighted) bei +60dB Gain angegeben (Noise -88dBfs am Ausgang des ADC). Da die letzten Gainstufen meines Wissens allerdings digital ausgeführt sind, ist der Wert bei +50dB gleich (bei Noise -98dBfs) und sinkt bei +40dB nur auf -124dB (bei Noise -106dBfs). Darunter verschlechtert sich der errechnete EIN-Wert, der Noise-Wert bleibt aber lange weitgehend konstant (-108 bis -109dBFs bei 0 bis +30dB Gain). Das sieht für mich zumindest nicht schlecht gelöst aus.
Bedeutet das nicht, dass - bis auf die höchsten Gain-Werte - der Ausgangspegel des Mikrofons in dieser Konstellation gar nicht mal so relevant wäre?
Habe ich auf Facebook in der Behringer Wing User Gruppe gesehen.
Der Beitrag ist in Englisch. Habe ihn mit DeepL übersetzten lassen.
Denke, dass ist ganz interessant:
Heute haben wir zusammen mit einem Freund und seinem Sohn ein Setup/Test erstellt, das für andere (Festival-) und Wing-Dante-Karten-Nutzer interessant sein könnte.
Der Fokus lag auf einem redundanten (Dante-)Audionetzwerk sowie der Möglichkeit der HA-Steuerung zwischen zwei Wings. Für den Test verwendeten wir einen Wing „Rack” (als Stagebox und Dante-Wiedergabe) und einen Wing „Compact” als FOH.
Das redundante Dante-Netzwerk war schnell eingerichtet und funktionierte wie erwartet. Ein Dante-Kabel wurde getrennt und das andere einfach umgeschaltet, ohne dass es zu Audioausfällen kam, nachdem die richtigen Clock- und Dante-Master-Einstellungen vorgenommen worden waren.
Die HA-Steuerung wurde über AES50 implementiert, wobei der Compact die Rack-Vorverstärkereingänge 1/2 als Test steuerte ... bis dahin nichts Besonderes.
Diese Eingänge wurden über die AES50-A-Verbindung 1/2 an den Compact und gleichzeitig über Dante 63/64 an den Compact gesendet.
Auf dem Compact wird ein Kanal über die „Hauptquelle“ AES-A 1/2 für die Verstärkungsregelung gespeist. (Man könnte meinen, dass dies nicht wirklich notwendig ist, da man die HA-Steuerung auch direkt auf der Quellenseite vornehmen kann, aber es wird interessant) und auf der „alt”-Zuführung natürlich Dante 63/64.
Dann ist der „alt”-Kanal für die Dante-Redundanz aktiv, ebenso wie die Audio-Kanalzuführung, und es stellt sich heraus, dass die HA-Gain-Steuerung immer noch separat eingestellt werden kann, cool, also Test abgeschlossen, aber...
Ein großer Vorteil dieser Vorgehensweise gegenüber einer direkten Einbindung in die Quellgruppe besteht darin, dass Sie im Falle eines vollständigen Ausfalls von Dante, d. h. wenn kein Audio an den Compact übertragen wird, schnell auf den „Haupt“-Feed umschalten können, nämlich AES-A50.
Interessant ist dabei, dass Sie auf diese Weise ein dreifach redundantes System aufbauen können.
Siehe Video. (Unser Englisch ist vielleicht nicht so gut, aber wir kommen aus Holland.)
P.S. Wir hoffen, dass dies für einige Mitglieder interessant und informativ ist, es ist einfach zu interessant, um es nicht zu teilen.
Vielen Dank an Raymond Bancken und Luuk.
Hier die Adresse zum Facebook Post: https://www.facebook.com/share/v/1D1YhVrf7F/?
Für kleine Kanalzahlen sicher ein guter Weg.
In so einem Setup mit einer Wing als Stagebox kann man ja die Gains problemlos über den Editor setzen.
Das ganze Thema mit den unterschiedlichen Audio-over-CAT Lösungen ist echt ein Trauerspiel zur Zeit noch.
Soweit ich informiert bin arbeitet die MILAN Fraktion gerade an einer Art Standardisierung für Head-Amp Steuerung.
Vielleicht erleben wir es ja irgendwann, dass wir herstellerübergreifend kompatible Stageboxen und Protokolle haben werden (damit meine ich nicht nur reines Audio I/O sondern auch HA-Steuerung).
Vermutlich nicht in dieser Generation an Konsolen aber vielleicht in der nächsten Welle in 7-10 Jahren.
Faktisch alle herstellerspezifischen Implementierungen und deren Limitierungen würden sich damit schlagen lassen...
.....die Hoffnung stirbt zuletzt... - aber sie stirbt halt auch...
...das ist dann so, wie "nur" der USB-C-Stecker ? Das hat jetzt wielange gedauert ? 12 Jahre bis zur Erklärung / Festlegung des Standards... - Verbindlich läuft das seit 2 oder 3 Jahren - Übergangszeit geht nochmal genau so lange... - und selbst dann gibt's noch genug Geräte, die da nicht drunter fallen werden oder "aus Gründen" dann nicht "standardisiert" ausgeführt werden...
...oder die Standardisierung der Steckverbindung am Blinker im Auto ? Das wird nie mehr passieren. Autoradio hat ja auch nicht ganz geklappt (Stromversorgung schon, aber so was wie "Zündschloß An, Radio An, Antenne rausfahren" war ja auch schon bei einigen Autoradios gebastel an den Drähten - Ganz zu schweigen von den "normierten" aber trotzdem unterschiedlichen Steckverbindern für Lautsprecher / Endstufen...
3-Phasen-Schiene im Sicherungskasten ? Schon mal 'ne ABB-Sicherung auf 'ne Hager 3-Phasen-Schiene bekommen ? Geht nicht, ist aber "Standardisiert"...
...usw usw usw
...so etwas kann nur dann funktionieren, wenn einer die Basis entwickelt und alle anderen dann drauf aufbauen (siehe z.B. Zündkerzenstecker, ATX-Connector, HTTP-Protokoll, etc.pp.)
Alle zusammen an einen Tisch zu bekommen und sich darauf zu einigen, daß ALLE das gleiche benutzen, ist langwieriger, als man sich das vorstellen kann...
Praktisch wäre es natürlich schon, wenn man den HA einer Yamaha-Stagebox von 'ner Behridas-Konsole aus steuern könnte und das Sharing dann für's Monitoring z.B. an 'ner Soundcraft passieren kann, wohingegen die PA an 'nem Ausspielrack von A&H hängt - dann braucht sich der Tour-Tech, der in die Location kommt mit seiner Digico nur noch in's Netzwerk hängen und kann sofort loslegen... - aber ich glaube, daß das wie Weihnachten mit vertauschten Wunschzettteln ist --> wird zum Schrottwichteln an Silvester ![]()
Vielleicht erleben wir es ja irgendwann, dass wir herstellerübergreifend kompatible Stageboxen und Protokolle haben werden (damit meine ich nicht nur reines Audio I/O sondern auch HA-Steuerung).
ketzerisch könnte man fragen: Welcher Hersteller sollte das wollen?
Da ist das Hauptinteresse doch eher, dass $Kunde im eigenen Universum bleibt und damit das Geld garantiert immer in der gleichen Kasse landet.