Rock ist tot und die E-Gitarre ist die Grabbeigabe

  • nun ja... äh neeeeee...

    Auch nicht meins...

    Aber das gibt es auch niemals LIVE, maximal mit voll Playbacks...


    Meine subjektive Analyse: Übertriebener Bass mit rhythmisch zerhakten Synthesizer Fragmenten, dazu übersteuert und eher geschriehenes Gesabbel mit gesungenen Melodiefragmenten ...

    Würde sagen eine Mischung HipHop mit Hardcore Tekkno...


    ...da ist man doch fröhlich wenn es vorbei ist...




    @Eon fragte weiter oben, ob er dem Interressierten das Mischen beibringen sollte...


    Meine Meinung: Wenn der wirklich nur HIPHOP hört, fehlt ihm jeglicher Bezug zu dem was Musik ausmacht. Bei HipHop ist der Schwerpunkt gaaaanz stark auf den Texten , wurde mir immer wieder glaubhaft vermittelt. Für mich stellt sich HipHop als überwiegend aggresives Sabbeln, Schreien und Brabbeln zu schlecht programmiertem DrumComputer da . So meine stark subjektive Empfindung... Dem widersprechen natürlich die Fans... Müssig darüber zu Diskutieren...

    Musik ist für MICH! ein harmonisches Zusammenspiel mehrerer Instrumente ( Stimme ist auch ein Instrument!), bevorzugt Dynamisch und Abwechslungsreich.

    Wie soll ich jemand vermitteln, wie etwas idealer Weise klingen sollte, wenn er keinerlei Zugang oder Beziehung dazu hat.

    Meiner Meinung nach (Achtung subjektiv! Ihr dürft gerne eine andere Meinung haben): Für einen guten Job am Pult muss man sich offen gegenüber vielen Musikrichtungen zeigen, nicht nur der persönliche Geschmack, sondern auch Rock in allen Varianten, Klassik, Jazz, Schlager, Malle, Country ,Western, irish Folk und und und ... und sogar Türkischen Klängen...

    Nur wenn er sich darauf einlässt, ganz viel anderes mehrfach zu hören, sehe ich eine Chance dafür, das es keine verlorene liebesmüh mit ihm ist ...

    Jetzt weiß ich z.B. wie K Pop sich anhören sollte, damit Kunde glücklich ist, wenn Kunde dafür Bezahlt...

    Deshalb finde ich es aber nicht weniger BÄH!



    LG Rebecca

    Illuminatoren sind Lichttechniker und keine bösen Leute.8)


    Für Ton- und LichtJobs in Schleswig Holstein bin ich zu haben.

  • Ach noch zum Grundthema:

    Der gesammte Instrumente Verkauf scheint weniger zu sein. In vielen Shows, Filmen und Serien sind Musiker nur noch Beiwerk. Hauptaufmerksamkeit ist bei den Sängern. In der IN Musik der Kids gibt es so gut wie keine Vorbilder an irgendwelchen Instrumenten. Loops werden zusammen gepuzzelt ... fertig... Komponist sein ist ja echt easy....

    Schreckliche Tatsache. ..

    Die Gitarren Verkäufe steigen allerdings wieder etwas an , die Käufer sind aber oft Leute die wegen der Kinder das Ding aufgegeben hatten , nun sind die Gross und man besinnt sich auf Dinge die doch mal toll waren.


    ...



    Aber dennoch: Wie gesagt ich bekomme die einheimische Musikscene ganz gut mit und da sind echt geile Rockbands mit unter 25 Jährigendabei , auch mit eigenen Stücken !!!


    O.K. Es sind jetzt weniger, aber der Rock ist noch lange nicht am ENDE...



    LG Rebecca

    Illuminatoren sind Lichttechniker und keine bösen Leute.8)


    Für Ton- und LichtJobs in Schleswig Holstein bin ich zu haben.

  • Dann oute ich mich jetzt mal. HipHop ist nach wie vor meine absolute Lieblingsmusik. Aber HipHop ist auch nicht Rap wie es heute überall läuft. Von deutschem HipHop hab ich mich verabschiedet als die Berliner „Gangster“ damit angefangen haben. HipHop kann für mich alles sein. Jazz, Reggae, Soul, Funk, Rock oder auch mal Klassik. Für mich gibt es keine Musik die vielschichtiger ist. Aber jedem das seine. Wo ich auf jeden Fall zustimme ist: als Tonoperator sollte man auf jeden Fall offen für alles sein. Sonst wird das nix mit dem Genre-spezifischen Sound.


    edit: sorry für ot

  • Also ich arbeite ja in einem der größten Musikhäuser in Deutschland seit 31 Jahren. Die Musikinstrumentenbranche hatte hier in dieser Zeit mit wenigen Ausnahmejahren eigentlich immer nur Zuwachs. Da gibt es ja auch statistische Erhebungen. Tatsächlich gibt es aber Umverteilungen, welche Instrumente gerade in sind.


    Weiterhin: Die Statistik sagt ja erst einmal nur, dass von denen Leuten, die Spotify hören, kaum mehr Rock gehört wird. Das passt ja auch sehr gut zu dieser Art von Musikkonsument. Natürlich ist Spotify schon eine Macht, aber eben noch lange nicht alles.


    Nur als Beispiel gibt es die Musik der Toten Hosen (und auch vieler anderer) nicht auf Spotify. Wo würde dann wohl der Toten Hosen Fan normalerweise seine Musik hören?? Vielleicht klingelt es jetzt bei dem ein oder anderen, wie aussagekräftig Statistiken sind, die per Definition ganze Bevölkerungsschichten ausschließen.


    Etwa 3/4 meiner CD-Sammlung gibt es nicht auf Spotify und so abgedreht ist mein Musikgeschmack auch nicht.


    Viele Grüße
    Tobias

    Tobias Kammerer, Dipl Audio Engineer SAE
    Pro PA Veranstaltungstechnik
    (Inhaber)


    Musikhaus Kirstein GmbH
    (Produktmanager)

  • das witzige ist das hier geurteilt wird ohne eine show gesehen zu haben oder man nur schnell 2 minuten youtube guckt.


    Ganz schön engstirnig. Mit dem Blick auf die Dinge macht man es der Weiterentwicklung von Rockmusik nicht einfacher.


    Besonders mühsam finde ich genre Denken im allgemeinen. Bei crossovers fühlen sich viele in ihren ganz Privaten Gefühlen verletzt.


    Kann ich von einem mischer erwarten das er sich mit jedem genre professionell beschäftigt wenn er eine Anfrage hat? Ich meine schon.... auch wenn es manchmal hart ist, ich bin ne mischmaschine und kein Kritiker...


    Ich mische zu 90% Hardcore, Metal und Hiphop. Auch K-Pop kommt immer mehr vor. Bei dem was die Jungs investieren und live dann auch bringen zieh ich den Hut.


    Und da sind die schlechten überall gleich. In jedem genre.

    Ich hab auch keinen Bock auf smokeonthewater covers. Das soll jetzt die gute alte Zeit sein?


    Apropos: wenn es nur hiphop geben sollte irgendwann, hört ihr dann auf zu arbeiten? :-) :-)

    Sicher nicht....


    Iwmo: show in Portugal wie heute. Von classic metal über nu metal bis hiphop alles dabei in einem line up. Funktioniert einwandfrei, auch wenn sich das publikum mal der bar und mal der bühne zuwendet....

  • Mir rollen sich bei der Art von Auttune-Lala ja auch instinktiv spontan die Zehennägel hoch, aber:

    Aber das gibt es auch niemals LIVE, maximal mit voll Playbacks...

    Ist falsch. Habe zwar gerade keinen Plan mehr wie die Kapellen hiessen, für die ich da lokal System gemacht habe, aber da wurden definitiv auf der Bühne Synthies, Drummachines und Vocalmics eingestöpselt und am FoH mit dem üblichen Tourgerümpel zusammensummiert.


    Würde sagen eine Mischung HipHop mit Hardcore Tekkno...

    Wenn das für dich Hardcore-Tekkno-mässig bist, dann geh mal bitte auf n richtigen Rave - viel Spass beim umfallen, das hältst du dann nämlich keine 2 Sekunden durch.


    Meine Meinung: Wenn der wirklich nur HIPHOP hört, fehlt ihm jeglicher Bezug zu dem was Musik ausmacht.

    Sorry, aber hier ist's echt vorbei: Noch dümmere Pauschalisierungen kann man kaum noch von sich geben.

    Ich habe in meiner Vergangenheit HipHopper und Breaker im sozialen Brennpunkt kennengelernt, die, weil man ihnen die Möglichkeit gegeben hat, sich plötzlich für Mozart interessierten und autodidaktisch Klavier gelernt haben.

    (btw., weil es so schön passt:

    )

    Nur weil man beim seit ein paar Jahren aktuellen Chartsrap das Gefühl hat, dass da nur noch Vollpfosten mit Sprachstörungen unterwegs sind, darf man nicht ein ganzes Genre so billig in den Dreck ziehen.

    (Gab es da nicht schon mal einen, wie ich finde, auch hier passenden Kommentar von wegen populistischer Beitrag?)


    Für einen guten Job am Pult muss man sich offen gegenüber vielen Musikrichtungen zeigen, nicht nur der persönliche Geschmack,

    Finde den Widerspruch zum restlichen Beitrag.


    Und was den K-Pop sowie ähnlich gelagerte Stilrichtungen angeht: Versuch erst mal einen Autotune BEWUSST so einzustellen, dass das gewünschte Ergebnis herauskommt. Da stecken immer noch Produzenten mit teils hochmusikalischer Grundbildung hinter. Dann darfst du weiter wettern.

  • Nur als Beispiel gibt es die Musik der Toten Hosen (und auch vieler anderer) nicht auf Spotify. Wo würde dann wohl der Toten Hosen Fan normalerweise seine Musik hören?? Vielleicht klingelt es jetzt bei dem ein oder anderen, wie aussagekräftig Statistiken sind, die per Definition ganze Bevölkerungsschichten ausschließen.


    Etwa 3/4 meiner CD-Sammlung gibt es nicht auf Spotify und so abgedreht ist mein Musikgeschmack auch nicht.


    Viele Grüße
    Tobias


    Natürlich gibt es die Toten Hosen auf Spotify, Apple Music, Amazon Music und wie sie alle heißen mögen.. (seit etwa 2,5 Jahren)

    Mit der Veröffentlichung des aktuellen Tool Albums ist einer der letzten großen Abwesenden nun auch mit dem gesamten Katalog dabei. Nach wie vor gibt es Sachen, die man nicht findet, aber das ist schon relativ wenig und speziell geworden.


    Seit einigen Monaten bietet Amazon - teilweise - in HiRes mit 24bit/192kHz an, also hier ist auch inzwischen die Wiedergabequalität weit über der einer CD.

  • naja - ein "Rapper" aus der Gegend, der MTV unplugged bei uns im Haus hatte, hatte 132 Kanäle Recording benötigt...


    ...soviel zu "unplugged" und "Rapper"....................


    Deutscher HipHop war Anfang der 90er noch gut, Rap Mitte der 80er aus den USA . (Punkt) - Meine Meinung...



    sec


    P.S.: btt: Hier in der Gegend gibt es trotz alle Dem noch genug junges in Bands zusammen spielendes Nachwuchsvolk mit Rock- / Metal-Geschmack....


    ediths: Rechtschreibungsverwuchsler

  • Ganz schön engstirnig. Mit dem Blick auf die Dinge macht man es der Weiterentwicklung von Rockmusik nicht einfacher.


    Besonders mühsam finde ich genre Denken im allgemeinen. Bei crossovers fühlen sich viele in ihren ganz Privaten Gefühlen verletzt.


    Kann ich von einem mischer erwarten das er sich mit jedem genre professionell beschäftigt wenn er eine Anfrage hat? Ich meine schon.... auch wenn es manchmal hart ist, ich bin ne mischmaschine und kein Kritiker...

    also ich kann ja nur für mich sprechen, aber bei mir ist es so:

    ich höre von der härtesten heavy mukke (ok, die grunznummern mag ich persönlich nicht so) über pop, jazz, blackmusic, alle möglichen techno-spielarten und sogar klassische musik (auch blasmusik) eigentlich jede musik gerne, wenn sie für mein ohr irgendwie gut gemacht ist.

    bei plastiksound-musik gehen meine schranken aber definitiv zu, dazu gehört auch fast alles was sich schlager nennt oder viele dinge die so in den heutigen "hitradios" laufen. aber auch bei solcher musik gibt es hin und wieder nummern, die mir gefallen.

    eine engstirnigkeit kann ich da beim besten willen nicht erkennen, ich nenne das eher "geschmacksache".
    ich denke keinem mensch gefällt jede musik, es sei denn er ist taub oder völlig unmusikalisch. mir persönlich sind emotionen beim arbeiten sehr wichtig, musik die mich abstösst kann ich einfach nicht mit der selben hingabe mischen wie das, was mich anspricht. so ist das eben.

    oder anders ausgedrückt: ein angebot von Modern Talking würde ich wirklich ablehnen. isso. :)

  • Seit einigen Monaten bietet Amazon - teilweise - in HiRes mit 24bit/192kHz an, also hier ist auch inzwischen die Wiedergabequalität weit über der einer CD.

    Theoretisch schon - praktisch kann man sich höchstens einreden (lassen), dass man da einen beachtlichen Unterschied hört :)